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gab März 2021

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12 FRANKFURT FOTO: SPD

12 FRANKFURT FOTO: SPD FRANKFURT SPD: Jürgen Gasper Die SPD möchte „Mehr Frankfurt wagen“ – so das Motto für die Kommunalwahlen 2021. Auf der Liste der Stadtverordneten finden sich einige queere Kandidaten wie Roland Frischkorn (Platz 21), Thomas Bäppler-Wolf (Platz 29) und Jan Klingelhöfer (Platz 35). Jürgen Gasper rangiert auf Platz 13. Der 60-järhige ist Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Frankfurt. Gasper ist außerdem Mitglied im LSVD. Privat ist er mit einem Krankenpfleger verheiratet, hält sich als Boxsportler fit und ist Mitglied in Frankfurts Sportverein FVV. *bjö Wo sieht die SPD dringende „Baustellen“ im Bereich LSBTIQ*-Rechte in Frankfurt? Wir setzen uns für eine Stärkung der Koordinierungsstelle für LSBTIQ*-Rechte sowie für ein Förderbudget für LSBTIQ*-Belange ein. Wichtig ist für uns die Sichtbarmachung von Angeboten für unsere Zielgruppe. Neben der Unterstützung bestehender Einrichtungen wie dem KUSS 41, dem LSKH und dem Switchboard streben wir die Schaffung eines queeren Safe Houses, vor allem für Geflüchtete aus dem LSBTIQ*- Spektrum, an. Darüber hinaus wollen wir, dass die Universität Frankfurt – mit finanzieller Unterstützung der Stadt durch Beteiligung an einer Stiftungsprofessur – wieder ein Leuchtturm in der Sexualforschung wird. Auf unserer Website finden sich unsere „Kommunalpolitische Leitlinien“. Im Kapitel „Gesellschaft und Soziales“ und dort im Unterkapitel „Frankfurt – Queer für Alle“ werden unsere wesentlichen Ziele für unsere LSBTIQ*-Politik dargestellt. Auch im folgenden Kapitel „Unser#Frauenleben“ findet sich eine queerpolitische Positionierung. Politik für Lesben, Schwule, Transgender, Bisexuelle etc. gehört seit langem zur Programmatik der SPD – nicht nur in Frankfurt. Welche konkreten Maßnahmen müssten in Frankfurt gegen Gewalt gegenüber queeren Menschen ergriffen werden? Eine Maßnahme wäre schon einmal das oben genannte „Safe House“. Ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention wäre es, wenn die Stadt vor allem Kinder und Jugendliche gezielt anspricht. „Schwule Sau“ oder dergleichen sollte kein Ausdruck sein, der in unseren Schulen, Jugendeinrichtungen aber auch an keinem anderen Ort toleriert wird. Für Gewaltopfer aus dem LSBTIQ*- Spektrum wird es mit uns eine zentrale Anlaufstelle geben. Und noch eines: Die Diskriminierung queerer Sportler*innen muss endlich aufhören. Gewaltpräventionstrainingsangebote gehören ebenfalls dazu. Wie beurteilen Sie die bisherige Zusammenarbeit mit den beiden Frankfurter Koalitionspartnern im Bereich der LSBTIQ*-Rechte? Für die CDU sind diese Themen keine Herzensangelegenheit. Mit den GRÜNEN besteht gerade in diesem Bereich eine große inhaltliche Schnittmenge. Allerdings leiden die GRÜNEN gelegentlich unter der Hybris, sie hätten einen Alleinvertretungsanspruch für die Community. Das ist natürlich nicht so. LSBTIQ*- Belange wurden auch bisher schon durch unsere Integrationsdezernentin Sylvia Weber (SPD) ebenso aufgegriffen wie durch die offen schwulen Stadtverordneten der SPD, Thomas Bäppler-Wolff, Roland Frischkorn, Jan Klingelhöfer und Eugen Emmerling. www.spd-frankfurt.de „Toll, dass ich so einfach kulturelle Projekte in unserer Stadt unterstützen kann.“ Hendrik www.mainFrankfurt.org Eine Initiative der Frankfurter Sparkasse.

FOTO: KATHARINA DUBNO DIE GRÜNEN: Julia Eberz FRANKFURT 13 Mit dem Motto „Frankfurt neu denken“ starten Die GRÜNEN Frankfurt in den Wahlkampf. Sie haben mit Natascha Kauder, Dimi Bakakis und Julia Eberz gleich drei queere Kandidat*innen unter den Top 10 der Stadtverordneten- Liste; auf der Liste des Ortsbeirats 1 stellen sich außerdem Alexander Mitsch, Andreas Laeuen und Sebastian Hakan Nitz als queere Kandidat*innen zur Wahl. Julia Eberz (Listenplatz 7) ist Jahrgang 1970 und hat als studierte Geographin in verschiedenen Projekten für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ im Ausland gearbeitet. Seit 2016 ist sie Mitglied der GRÜNEN Frankfurt. Im Sommer 2019 hat sie sich als trans*-Frau geoutet und leitet seit September 2020 die AG Queer der Frankfurter GRÜNEN. *bjö Welche dringlichen „Baustellen“ sehen DIE GRÜNEN im Bereich LSBTIQ*-Rechte in Frankfurt? Insbesondere in der Gewaltprävention ist noch viel zu tun. Darüber hinaus werden wir für bestehende Beratungs-, Bildungs- und Antidiskriminierungsstellen eine bedarfsgerechte personelle und finanzielle Ausstattung sicherstellen. Im Bereich lesbische Sichtbarkeit wollen wir analog den Kriterien des Land Hessen den von uns schon lange geforderten Preis ausloben. Eine zentrale Baustelle ist das gesellschaftliche Klima gegenüber LSBTIQ*. Hier gilt es, mit geeigneten Maßnahmen Akzeptanz zu fördern und so Diskriminierung abzubauen. Daneben müssen wir die bestehenden Beratungsangebote sowie Schutz- und Begegnungsräume finanziell absichern und weiter ausbauen. Welche konkreten Maßnahmen müssten in Frankfurt gegen Gewalt gegenüber queeren Menschen ergriffen werden? Es darf kein Klima des „Wegschauens“ geben. Bisher gibt es in der Polizeistatistik keine separate Erfassung von Gewalttaten gegen queere Menschen, die Zahl der tatsächlichen Angriffe gegen LSBTIQ* ist völlig unbekannt. Bei den Sicherheitsbehörden ist zudem der Schulungsbedarf groß. Viele queere Menschen, die Opfer von psychischer und physischer Gewalt werden, trauen sich oft nicht, Straftaten bei der Polizei anzuzeigen, entweder aus Scham oder weil sie befürchten, bei der Polizei entweder nicht ernst genommen zu werden oder dort an Beamt*innen zu geraten, die queerfeindlich eingestellt sind. Außerdem fordern wir mehr sicht- und ansprechbare Polizeibeamt*innen an den Orten, an denen es oft zu Übergriffen kommt. Wie beurteilen Sie die bisherige Zusammenarbeit mit den beiden anderen Frankfurter Koalitionspartner im Bereich der LSBTIQ*- Rechte? Die Zusammenarbeit war bisher gut und wir haben keinen Grund zur Klage. LSBTIQ*-Themen scheinen zwar bei unseren Koalitionspartner*innen nicht die Priorität zu genießen, die sie bei uns haben, was sich daran ablesen lässt, dass in der letzten Wahlperiode nahezu alle Initiativen von uns GRÜNEN stammen. Doch wir stießen mit unseren Anliegen regelmäßig auf offene Ohren und konnten unsere Ideen mit CDU und SPD gemeinsam umsetzen. www.gruene-frankfurt.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.