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gab März 2021

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10 FRANKFURT

10 FRANKFURT KOMMUNALWAHL FRANKFURT COMMUNITY FOTO: ANDREAS N, PIXABAY.COM, GEMEINFREI Am 14. März entscheiden die Frankfurter*innen über die politische Zukunft der Stadt; kann sich die momentan regierende Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen weiterhin behaupten? Die Frankfurter*innen wählen aber nicht nur eine neue Stadtverordnetenversammlung, sondern auch die Ortsbeiträte der 16 Ortsbezirke sowie die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung KAV. Das geht so: Die Wähler*innen haben viele Kreuzchen zu setzen: 93 Stimmen für die Stadtverordnetenversammlung, für die Ortsbeiräte 19 Stimmen (beziehungsweise neun Stimmen in den Ortsbeiräten 13 und 14 wegen geringer Einwohnerzahl) sowie 37 Stimmen für die KAV. Die Stimmen für die drei Gremien können entweder mit einem einzelnen Kreuz per Liste (Partei) vergeben werden; die zu vergebenden Stimmen werden dann bei der Auszählung in der Reihenfolge der Listenplätze auf die Kandidat*innen verteilt. Man kann auch panaschieren – die Stimmen gezielt auf bestimmte (zum Beispiel queere) Kandidat*innen verteilen; eine Person kann dabei bis zu drei Stimmen bekommen (kumulieren). Wegen der Corona-Pandemie wird die Briefwahl diesmal verstärkt genutzt werden – aber auch die Wahllokale sind unter Einhaltung der bestehenden Hygieneund Abstandsvorschriften am 14. März geöffnet. Wir haben queere Kandidat*innen von CDU, SPD, den FRANKFURTER GRÜNEN, der FDP und der LINKEN zu den queerpolitischen Zielsetzungen befragt. *bjö Die kompletten Interviews gibt es auf www.männer.media/regional/gab FOTO: CDU FRANKFURT CDU: Verena David Die CDU möchte „Frankfurt sicher in eine gute Zukunft führen!“. Auf den Listen finden sich dafür auch einige queere Kandidat*innen wie Eduard Dobler (Platz 14 im Ortsbeirat 9), Timo List (Platz 12 im Ortsbeirat 9) und Verena David (Platz 18 für die Stadtverordnetenversammlung). Die Juristin ist seit 2006 CDU-Stadtverordnete im Römer. Die 44-jährige ist nicht nur die queerpolitische und gesundheitspolitische Sprecherin der CDU Frankfurt, sie engagiert sich außerdem in Ausschüssen für Soziales und Gesundheit sowie Kultur und Freizeit. Verena David arbeitet seit vielen Jahren im Vorstand der AIDS-Hilfe Frankfurt und ist stellvertretende Vorsitzende im Landesvorstand der LSU, der Lesben und Schwulen in der Union. *bjö

Im Wahlprogramm der CDU findet man kaum LSBTIQ*-Themen. Wie kommt das? LSBTIQ*-Themen kommen sogar an vielen Stellen in unserem fast 100- seitigen Wahlprogramm mit dem Titel „Frankfurt sicher in eine gute Zukunft führen!“ vor. Dieses ist in einem über ein Jahr andauernden Programmprozess unter Beteiligung der Untergliederungen und Partei Vereinigungen entstanden, an dem wir uns auch aktiv als LSU beteiligt haben. So stehen wir in unserem Programm dafür ein, dass wir jeglicher Form von Diskriminierung politisch den Kampf ansagen. Dies soll insbesondere durch Bildung und Aufklärung erfolgen. Unsere freiheitlich demokratische Grundordnung, das Gewaltmonopol unseres Staates und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern gehören für uns genauso zu den Grundlagen unserer freiheitlichen Gesellschaft wie das Verbot von der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität und anderer Merkmale. Diese Rechte sind für die CDU unverzichtbare Voraussetzungen eines funktionierenden Zusammenlebens. Wir fordern dieses von jedem ein und auf dieser Grundlage bekämpfen wir jede Form von Radikalismus gleich welcher Spielart. Ebenso unterstützen wir das Projekt des LSBTIQ* Safe House „La Villa“ für Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität in ihren Heimatländern verfolgt werden. Wir treten entschieden ein für die Sichtbarkeit der LSBTIQ*- Community, Respekt, Toleranz und das gleichberechtigte diskriminierungsfreie und offene Miteinander aller. Welche dringenden „Baustellen“ im Bereich LSBTIQ*-Rechte sieht die CDU in Frankfurt? Die „Baustellen“ werden gut im CDU- Programm benannt. Die queere Sichtbarkeit gerade in Zeiten von Corona sehe ich als sehr dringende Herausforderung und werde mich in der kommenden Wahlperiode für die Verleihung eines „Frankfurter Preises für queere Sichtbarkeit“ im Rahmen des alljährlichen Empfanges anlässlich des CSDs im Römer einsetzen. Welche konkreten Maßnahmen müssten in Frankfurt gegen Gewalt gegenüber queeren Menschen ergriffen werden? FRANKFURT 11 Die wichtigste Maßnahme ist es, die betroffene Person zu ermutigen, Anzeige zu erstatten. Eine Anzeigenerstattung ist der wichtigste Schutz, weil nur dann ermittelt werden kann und die Täter mit Strafverfolgung rechnen müssen. Auch präventiv haben Polizeistreifen dann Veranlassung diese als gefährlich lokalisierten Orte öfter zu bestreifen. Wie beurteilen Sie die bisherige Zusammenarbeit mit den beiden anderen Frankfurter Koalitionspartnern im Bereich der LSBTIQ*- Rechte? Na da würde ich sagen, das ist wie im privaten Bereich. Eine Beziehung zu dritt ist kompliziert. Mit nur einem Partner geht vieles schneller und einfacher. www.cduffm.de Mach was, das bleibt Bewirb Dich für ein DUALES STUDIUM oder eine AUSBILDUNG www.finanzverwaltung-mein-job.de DIE HESSISCHE FINANZVERWALTUNG #OhneUnsLäuftNichts

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.