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GAB Juni 2020

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14 STUTTGART INTERVIEW

14 STUTTGART INTERVIEW FOTOS: DIGITALDESIGNTEAM, CSD STUTTGART CSD STUTTGART: VIELFALT BRAUCHT VERSTÄRKUNG Christoph Michl Der CSD Stuttgart ist eine der zentralen Community- Veranstaltungen Süddeutschlands. Seit den Maßnahmen zur Einschränkung des COVID-19-Virus muss man auch hier umdenken. Im Gespräch erklärt Christoph Michl, Sprecher des CSD Stuttgart, wie man dem CSD-Motto „Vielfalt braucht Verstärkung“ auch in Corona-Zeiten und den damit verbundenen großen Planungsunsicherheiten gerecht werden kann. *bjö Stand die Entscheidung, den CSD in diesem Jahr komplett ausfallen zu lassen, jemals zur Debatte? Nein, zu keiner Sekunde. Für uns war sofort klar, dass wir Mittel und Wege finden müssen, wie wir auch unter dem Einfluss der Corona-Pandemie als Regenbogen-Community sichtbar bleiben und über den CSD für unsere Rechte eintreten. Schließlich lautet unser diesjähriges Motto „Vielfalt braucht Verstärkung“. Es ist damit in diesen Tagen wichtiger denn je. Viele Communityveranstaltungen setzen derzeit auf Online-Alternativen. Wie plant der CSD Stuttgart seine Veranstaltung am 25. und 26. Juli? Am CSD-Hauptwochenende wird ein Online-Pride-Event als virtuelle Alternative zur bisherigen Demonstration und zum Straßenfest stattfinden. In einem reichweitenstarken Live-Stream werden Auftritte verschiedener Künstler*innen, prominente Grußworte, politische Diskussionen und Mitmach-Aktionen für ein abwechslungsreiches Programm sorgen. Besonderer Fokus wird auf vielfältigen Möglichkeiten liegen, wie sich die Regenbogen-Community in ihrer ganzen Bandbreite bei dieser Online- Veranstaltung präsentieren kann. Ob wir am Veranstaltungsort, von welchem der Stream gesendet wird, auch Publikum zulassen können, lässt sich erst kurzfristig entscheiden. Für die 14-tägigen Kulturtage vom 10. bis 26. Juli gilt ähnliches: Wir bieten der Community über ein „CSD Studio“ an einem zentralen Ort in der Innenstadt die Möglichkeit, ihre Veranstaltungen wie gewohnt durchzuführen und Live- Streams zu produzieren. Das CSD-Team kümmert sich um die organisatorischen Belange wie Raum, Technik, Hygieneund Abstandsregeln. Im Blick behalten wir aber natürlich auch das Grundrecht auf Versammlung und Demonstration, um am 25.7. gegebenenfalls in angepasster Form für unsere Rechte auf die Straße gehen zu können. Insgesamt setzen wir auf eine ausgewogene Mischung aus digitalen Events und analogen Maßnahmen im öffentlichen Raum. Mehr dazu werden wir in den nächsten Wochen berichten können. Die European Pride Organisers Association EPOA plant für den 27.6. einen „Global Pride Day“, der weltweit digital stattfinden und Communitys gemeinsam teilhaben lässt; wird der CSD Stuttgart dort auch Präsenz zeigen können? Beim Global Pride am 27.6., dem 51. Jahrestag der Stonewall Inn-Revolten in New York, wollen wir weltweit mit den vielen anderen Pride-Veranstaltenden Flagge zeigen. In enger Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen des CSD Deutschland e.V. wurde ein Konzept erarbeitet, welches die Vielfalt der CSDs hierzulande sichtbar machen wird. Selbstverständlich ist auch der CSD Stuttgart mit einem Beitrag dabei, um zu zeigen wie wir hier im Ländle den Pride mit Leben füllen. Viele leiden unter den Kontaktbeschränkungen – wie gehst du persönlich mit diesem Problem um? Was kann man gegen das Gefühl der Vereinsamung tun? Tatsächlich fehlen auch mir die Gespräche vor Ort und der persönliche Austausch sehr. Die digitalen Kanäle sind ein wunderbares Mittel die räumliche Distanz zu überbrücken; einen direkten Kontakt ersetzen sie aber auf Dauer nicht. Trotzdem finde ich es beeindruckend, was wir alle gemeinsam als Community in den vergangenen Wochen auf dem digitalen Weg angestoßen haben. Dieses Zusammenrücken trotz Abstand macht mir sehr viel Mut und gibt mir positive Energie. CSD Stuttgart am 25.7., Infos über www.csd-stuttgart.de und www.csd-stuttgart.de/kulturtage

ESSEN & TRINKEN 15 KOCHBUCH Kiss & Cook Krach in der Küche beim gemeinsamen Kochen? Die Gay Guy-Edition „Kiss & Cook“ kann Abhilfe schaffen: Das Kochbuch für schwule Paare erscheint als zweiteiliges Buchset, so dass jeder nicht nur sein eigenes Rezeptbuch benutzen kann, sondern die verschiedenen Gerichte außerdem auch separat zubereitet werden können. Das Geheimnis: Die beiden Bände des Rezeptbuchs enthalten die gleichen Rezepte, allerdings aufgeteilt in jeweils zwei „Zubereitungsparts“ – somit kann jeder seinen Teil zum Gericht beitragen. Neben Hauptgerichten und Drei- Gänge-Menüs gibt’s außerdem korrespondierende Mixgetränke, Backrezepte und Ideen für ein Party-Buffet zu entdecken. Alle Rezepte wurden vom bekannten Kölner Blogger-Paar Sascha und Torsten Wett („Die Jungs kochen und backen“) zusammengestellt. Die beiden betonen, ein „Wir“-Pärchen zu sein – und spätestens damit ist auch klar, dass die Küchen-Separation nur für den Part der Essenszubereitung gilt – im Anschluss wird natürlich gemeinsam gegessen und genossen. Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen! *bjö Sascha Wett, Torsten Wett „Kiss & Cook: Die Gay Guy-Edition“ ist im Christian Verlag erschienen, www.verlagshaus24.de GEWINNE Wir verlosen Exemplare des Buchs über www.männer. media/gewinne FOTOS: CHRISTIAN VERLAG / SASCHA WETT, TORSTEN WETT Scharf drauf? Grüneburger TÄGLICH FRISCH Biss dann: Kornmarkt 11 Binding Leib & Seele, das Restaurant - Kornmarkt 11 - 60311 Frankfurt - Tel: 069 281529 Grüneburgweg 6 | Frankfurt am Main Mo-Fr 7:00 - 20:00 | Sa 7:00 - 19:00

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.