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gab Juli / August 2020

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38 BÜHNE FOTO: OLEG

38 BÜHNE FOTO: OLEG MAGNI, PEXELS.COM, GEMEINFREI KUNST Zurück in die Gegenwart THEATER Ein Drama im Sommer Besondere Zeiten verlangen besondere Maßnahmen: Mit der antiken Tragödie „Antigone“ feiert das Theater Willy Praml diesen besonderen Sommer 2020. Theaterleiter Praml beschreibt dies so: „Das Theater war (in den letzten Wochen) in Ohnmacht gefallen, als es um das gesunde Leben ging. Der unhygienische Blick des Theaters, die dreckige Stimme des Dramas, die verschwitzten Abende in dunklen Räumen waren nicht gefragt, waren geradezu tabu. Die Aufgabe des Theaters war aufgegeben“, so das Resümee des Theatermachers. „Was die Politik, die Medizin, die Lebensmittelläden, die Verwaltungen, die Staatsbürger, ja selbst die Kirchen nicht können, aber was das Theater kann? Die Wolfgang Tillmans „Knotenmutter“, 1994, Städel Museum, Frankfurt am Main, Eigentum des Städelschen Museums- Vereins e.V., courtesy of Galerie Buchholz, Berlin/Cologne Das Frankfurter Städel Museum präsentiert nicht nur alte Meister: Die Sammlung der Gegenwartskunst ab 1945 nimmt in den vor gut 10 Jahren neu eröffneten, unterirdischen Gartenhallen mit ihren 3.000 Quadratmetern einen großen Teil der gesamten Ausstellungsfläche des Hauses ein. Die Sammlung der Gegenwartskunst wurde just neu gestaltet; zu sehen gibt’s auch Fotografien von Wolfgang Tillmans. Der in den 90ern bekannt gewordene Fotograf scheint insbesondere in seinen frühen Arbeiten eine Art dokumentarischer Bestandsaufnahme seiner Generation abzulichten; in Wirklichkeit sind die viele seiner Bilder inszeniert und sollen so das Gefühl, das Tillmans in bestimmten Situationen hatte, transportieren. *bjö Städel Museum, Schaumainkai 63, Frankfurt, www.staedel.de Toten erwecken“ – das erklärt die Entscheidung zu brachialen Antigone. Auf das Schlachtfeld mit vielen Toten wird ein Künstler geschickt – ohne Waffe, aber mit einem Violinbogen, um die Toten für die Dauer eines Theaterabends noch einmal zum Leben zu erwecken. „Ein Stück, das von der Würde der Toten handelt, von der Präsenz des Totenreichs, von der kurzen Zeit des Lebens und der langen Zeit des Nicht- Lebens“, so Pramel. Umarme das Dunkle! *bjö 29.8., Premiere „Antigone“, Theater Willy Praml, Waldschmidtstr. 19, Frankfurt, 20 Uhr, weitere Vorstellungen am 30.8. sowie im September und Oktober, www.theaterwillypraml.de FOTO: STÄDEL MUSEUM 2 x in Frankfurt! PARFUM - PFLEGE - MAKE UP • Thurn-und-Taxis-Platz 1, 60313 Frankfurt • Textorstraße 7, Am Lokalbahnhof, 60594 Frankfurt www.kobberger.de

BÜHNE 39 v.l.n.r: Stephane Gizard „Dorian“ Foto: Stephane Gizard, teNeues Lucas Murnaghan „Fall From Grace“ Foto: Lucas Murnaghan, teNeues Tyler Udall „Dallas In Their Bedroom“ Foto: TylerUdall, teNeues BILDBAND Boys! Boys! Boys! Mit dem Projekt „Boys! Boys“ Boys!“ feiert der Londoner Kurator, Galeriegründer und Künstler- Manager Ghislain Pascal erotische LGBTIQ*-Männerfotografie. Nun ist ein zweiter Bildband erschienen. Im Bildband „Boys! Boys! Boys!“ versammelt Ghislain Pascal, Mitbegründer der Londoner „Little Black Gallery“, eine ausgesuchte Sammlung zeitgenössischer queerer und schwuler Fotografie. Mit dem gleichnamigen Projekt sowie dem Schwesterprojekt „Girls! Girls! Girls!“ verfolgt und fördert der Kurator und Künstler-Manager bereits seit mehreren Jahren zeitgenössische erotische Fotografie und stellt diese für Ausstellungen zusammen. Dabei steht natürlich der erotisch inszenierte Körper im Fokus, aber auch die Darstellung expliziter Sexualität gehört zum Kanon seiner Sammlung. Neben den bekannten und klassischen Fotografen und Künstlern wie Robert Mapplethorpe, Andy Warhol oder Wolfgang Tillmanns gehören auch junge Künstler wie der Berliner Fotograf Florian Hetz, der Brite AdeY oder der Franzose Stéphane Gizard zur Sammlung. „Boys! Boys! Boys!“ liefert mit 130 Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien von Künstlern aus über 20 Ländern einen äußerst stylischen Überblick zur zeitgenössischen Männerfotografie. *bjö „Boys! Boys! Boys!“ ist bei teNeues erschienen, www.teneues.com

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.