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gab Juli / August 2020

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36 BÜHNE

36 BÜHNE Pressekonferenz zur neuen Spielzeit mit Pressesprecherin Caroline Winter (rechts) und Theater-Direktor Daniel Nicolai. FOTO: BJÖ THEATER „Es muss was in die Welt!“ „Das Leben ist nicht mehr so berechenbar wie wir das kennen. Jetzt planen wir, ohne zu wissen, wann wir die Stücke zeigen können“ – so das Resümee von Daniel Nicolai, Direktor des English Theatre. Die neue Spielzeit soll wie geplant im September starten. Unter dem bezeichnenden Titel „We have a Plan – but not a Clue“ sind sieben Produktionen versammelt – darunter das humorvolle Mel-Brooks-Musical „Young Frankenstein“ in einer Inszenierung des English-Theatre-Erfolgsregisseurs Derek Anderson samt seinem Team. Das wegen Corona in der vergangenen Spielzeit ausgefallene „Secret Life of Humans“ soll eine neue Chance bekommen, und auch das Drama „American Son“, in dem die Eltern eines afro-amerikanischen Teenagers in einer Polizeiwache auf ihren Sohn warten, ist – nicht zuletzt wegen des Bezugs zu den aktuellen Ereignissen in den USA – dem Team des English Theatre besonders wichtig. „Es muss was in die Welt“, so Nicolai über die Arbeit seines Theaters. „Wir müssen uns alle zusammen an diese Unwägbarkeiten gewöhnen“. VOKALE BRAVOUR: „I Puritani“ an der Oper Frankfurt Traum statt Realität, verschattete Zwischenwelten statt helles Licht der Vernunft: Der Sizilianer Vincenzo Bellini lässt in seiner Oper „I Puritani“ die Hauptfigur Elvira auf der Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit balancieren. Ein 1835 sehr modernes Thema, das sich Bellini geschickt für einen riesigen Erfolg nutzbar machte. Die Oper Frankfurt scheute sich 2018 nicht davor, dieses Hauptwerk des italienischen Belcanto zu präsentieren: Der französische Modedesigner Christian Lacroix schuf die opulenten Kostüme, Johannes Leiacker gestaltete die Bühne in vieldeutiger Symbolik als ein abgebranntes altes Logentheater. Und der Franzose Vincent Boussard hebt Bellinis Hauptwerk konsequent in die Sphäre schwarzer Romantik. Die politischen Parteien der Handlung aus dem England des 17. Jahrhunderts lösen sich in maskierten Spukgestalten auf. Im Fokus steht die Gestalt der Elvira, wie in der Premierenserie gesungen von Brenda Rae, die nach fast zehn Jahren im Frankfurter Ensemble eine internationale Karriere gestartet hat. Tenor Francesco Demuro stellt sich den gefürchteten hohen Noten des Arturo – einer der Glanzpartien des Belcanto. In weiteren Rollen u.a. der Bass Kihwan Sim aus dem Frankfurter Ensemble und Karolina Makuła aus dem Opernstudio. Am Pult steht Oksana Lyniv, sie ist bis Ende Juli Chefdirigentin der Grazer Oper. *mas Die Stücke werden zum Teil neu inszeniert, um den Hygienevorschriften gerecht zu werden – nicht einfach, wenn es zum Beispiel um intime Momente geht. „Wir haben uns auch gegen Streams entschieden, da wir sie nicht in der Qualität, wie wir das gerne hätten, produzieren können“; so Nicolai weiter. Lediglich kleine Video-Beiträge mit Einblicken in die Arbeit des Londoner Teams und zur Geschichte des English Theatre waren über die sozialen Netzwerke zu sehen. Nach derzeitigem Stand könnten von den rund 300 Plätzen im Theater 69 pro Vorstellung besetzt werden. Schon allein deswegen ist das Team außerdem auf der Suche nach Ausweichlocations, um die Stücke eventuell sogar Open Air zeigen zu können. „Für alle Überlegungen gibt es immer auch einen Plan B“, meint Nicolai – denn den Mut und die Lust am Theater hat sich das Team nicht nehmen lassen! The English Theatre, Gallusanlange 7, Frankfurt, www.english-theatre.de FOTOS: BARBARA AUMÜLLER ILLUSTRATION: THE ENGLISH THEATRE 30.8., Oper, Willy Brandt Platz, Frankfurt, 18 Uhr, weitere Vorstellungen: 3., 6., 9., 12., 20.9., www.oper-frankfurt.de

Do, 30.7. – So, 13.9.20 BÜHNE 37 TANZ Das Hessische Staatsballett auf der Startbahn FOTO: DE-DA PRODUCTIONS GEHT’S NOCH?! Die neue Sommershow Theater der Altstadt am Feuersee Stuttgart reservix.de Infos: www.wommy.de Tänzer Ramon John Zum Abschluss einer jäh unterbrochenen Spielzeit zeigt das Hessische Staatsballett unter dem Titel „Startbahn“ ein Doppelprogramm mit Eigenchoreografien verschiedener Mitglieder des Ensembles. Die Themen der entstandenen Arbeiten sind entsprechend vielfältig: Zum Beispiel entführt Tänzer Ramon John (Foto) in „Deep art, yours ...“ in die Zukunft: Am Abend bevor die Menschheit sich auf den Weg zu einem fremden Planeten als neue Heimat macht, findet ein letztes Fest auf der Erde statt – wo wird die Reise hingehen? Ludmilla Komkova widmet sich in ihrem Solo für einen Tänzer „Narcissus“ der Bestrafung unstillbarer Selbstliebe. Gaetano Vestris Terrana liebt es klassisch und choreografiert in „Courante“ zu Bachs Cello-Suiten, während Sara Stevanović eigens für ihr Stück komponierte Musik verwendet und sich auf die Suche nach Begegnungen macht. Die Programme Startbahn I und Startbahn II zeigen sechs beziehungsweise sieben Kurzchoreografien; sie werden an den Spieltagen jeweils um 17 Uhr und 20 Uhr gezeigt. *bjö 3.7., Staatstheater Darmstadt, Georg-Büchner-Platz 1, Darmstadt, 17 und 20 Uhr, weitere Vorstellungen am 4., 10. und 11.7., www.hessisches-staatsballett.de I hr Spezialist für Designmöbel

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