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gab Juli 2023

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20 FRANKFURT Community

20 FRANKFURT Community FOTO: OP23, PEXELS.COM FOTO: JPH CAFÉ KARUSSELL Der Treff für Schwule ab 60 spielt im Juli „Fluss, Land, Kunst“. Gemeint ist nicht das beliebte Wortsuchspiel, sondern ein Blick auf das Rhein-Main-Gebiets im Stil bekannter Kultur-TV-Programme. Am 4. Juli liegt der Fokus auf der romantischen Rheinlandschaft, deren Image im 17. bis 19. Jahrhundert von Malern geprägt wurde und bis heute vorherrscht. Am 18. Juli steht dann der Main im Fokus, der im Gegensatz zum Rhein sehr viel nüchterner betrachtet wird. 4. und 18.7., Switchboard, Alte Gasse 36, Frankfurt, 14:30 Uhr FOTO: ARTHOUSE STUDIO, PEXELS.COM VOLLESROHR Der lockere Freundeskreis schwuler Motorradfahrer Frankfurt hat nach über 22 Jahren beschlossen, sich als Verein zu organisieren. Grund dafür waren vor allem rechtliche Probleme, die beim „Fahren in der Gruppe“ entstehen können. An der Idee des lockeren Zusammenkommens soll sich aber trotz der neuen Firmierung nichts ändern. Die Gruppe organisiert regelmäßige Motorradtouren, an denen man auch als nicht-Vereinsmitglied teilnehmen kann. *bjö www.vollesrohr.de KOLUMNE ZWISCHEN In dieser Ausgabe von „Zwischen den Zeilen“ denkt Jessica Purkhardt darüber nach, ob der Pride Month fortan einfach ein CSD-Advent ist oder ob da nicht noch mehr geht. „Die Dosis macht das Gift“ lautet das verkürzte Zitat des Theophrastus Bombast von Hohenheim, der als Arzt, Alchemist und Astrologe besser bekannt wurde als Paracelsus. Hinter dem Ausspruch steht der Gedanke, dass alles schädlich sein kann, wenn es im falschen Maße angewendet wird. Gerade haben wir den Pride Month hinter uns und ein weiterer Monat mit CSDs und Pride-Veranstaltungen liegt vor uns. Noch vor wenigen Jahren demonstrierten und feierten Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in den meisten deutschen Städten lediglich ein Wochenende lang. Das sind nun sehr viel Sichtbarkeit und noch mehr Regenbogenfähnchen, deren Omnipräsenz bei einigen Menschen nicht nur Zustimmung hervorgerufen hat – Lesben, Schwule und Transgender eingeschlossen. Objektiv betrachtet ist die Regenbogenflagge durch das Pinkwashing der letzten Jahre bedauerlicherweise zum Beliebigkeitssymbol auf „Hello Kitty“-Niveau geworden, mit dem man alles schmücken kann: nett, bedeutungslos und im schlimmsten Fall ein bisschen peinlich. Niemand sollte heute noch darauf vertrauen, dass dort, wo ein Regenbogen-Sticker draufklebt, auch Akzeptanz dahintersteht. PRIDE MONTH ALS CSD-ADVENT? Unterdessen werden der Pride Month und seine Symbole von queeren Aktivist*innen den zeilen ÜBERDOSIS REGENBOGEN und ihren Gegner*innen als Instrument im immer giftigeren Kulturkampf benutzt. Die Mehrheit der homo- und heterosexuellen Menschen im Land möchte daran aber nicht teilnehmen. Die Sorge ist groß, dass die über Jahrzehnte erarbeitete Akzeptanz und weitgehende Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen und Transgendern Kollateralschäden erleidet. Ist es nicht auch Hybris, dass ein Teil der Gesellschaft eine eigene Saison in Ergänzung zur Weihnachts- und Karnevals- Zeit ins Leben ruft? Ohne Frage gibt es noch viele andere Minderheiten und benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die nur einen Bruchteil der Sichtbarkeit bekommen, aber viel mehr verdienen. FANGNETZ GEGEN DAS ROLLBACK Schon die CSDs müssen immer wieder eine Balance von Party und Politik finden. Beim Pride Month scheint es, als müssten Maß und Mitte zwischen Deko und Inhalt noch gefunden werden. Mit einem Fähnchen am Auto reformiert man weder das Abstammungsrecht, bewahrt niemanden vor homofeindlicher Gewalt, noch verankert man den Schutz sexueller Identität im Grundgesetz. Dabei hat dieser Monat das Potenzial, viele der sonst nur im Elfenbeinturm geführten Debatten vier Wochen lang in den Alltag zu tragen und gesellschaftskompatibel zu gestalten. Neben der vierwöchigen Selbstvergewisserung für Lesben, Schwule und Transgender kann der Pride Month außerdem dazu beitragen, den soziokulturellen Beitrag von LGBTIQ* darzustellen und im Bewusstsein der Gesamtgesellschaft zu verankern. Viele Veranstaltungsideen haben im vergangenen Monat gezeigt, dass das möglich ist. Langfristig kann er so zu einem Fangnetz werden gegen das sich abzeichnende Rollback bei der Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Liebe und geschlechtlicher Vielfalt.

FRANKFURT 21 MainTapasLounge.com @ The Westin Grand Frankfurt Drink &Dine Cocktailkunst trifft lokale Gerichte im Tapas-Stil. SICHTBARKEIT DER FVV kooperiert zum CSD mit dem DFB Hessen größter queerer Sportverein nimmt auch in diesem Jahr wieder aktiv am CSD teil – und plant einen besonders großen Auftritt zur CSD-Demo. Dafür hat sich der Verein mit dem Deutschen Fußballbund DFB, dem Deutschen Olympischen Sportbund DOSB und der Sportjugend im Landessportbund Hessen zusammengetan und bildet unter dem Motto „Loud and Proud im Sport“ eine Gruppe, die gemeinsam ein starkes Signal gegen Vorurteile und Intoleranz im Sport setzt und sich für Respekt, Teilhabe, Offenheit, Chancengleichheit und Diversität engagiert. „Noch vor wenigen Jahren waren viele davon überzeugt, dass die vollständige Akzeptanz queeren Lebens nur noch eine Frage der Zeit ist“, meint FVV-Pressesprecher Matthias Krautinger. „Aber nicht nur weltweit, nein sogar im Herzen Europas geht es im Eiltempo wieder rückwärts! Umso mehr ist dem FVV die Präsenz bei Events wie dem Frankfurter CSD so immens wichtig. Zentrales Thema ist für den Verein dabei die Förderung von Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Sport und der Abbau von Diskriminierungen aufgrund der sexuellen und / oder geschlechtlichen Identität“. Auf dem CSD-Fest ist der FVV außerdem mit einem Infostand auf dem Basar der Vielfalt sowie mit einem Getränkestand samt Biergarten auf der Konstablerwache vertreten. Am CSD-Sonntag findet der beliebte Tanztee als Open-Air-Veranstaltung auf und vor der CSD-Hauptbühne statt. Und noch einen Termin kann man sich vormerken: Die FVV-Bootparty am Museumsuferfest-Wochenende Ende August kündigt sich schon jetzt an – der Vorverkauf für die heiß begehrten Tickets zur Partyboot- Tour auf dem Main startet am CSD-Wochenende. *bjö www.fvv.org CAFÉ GALERIE SALON FOTO: FVV.ORG GROSSER HIRSCHGRABEN 17 I 60311 FRANKFURT BE@UTOPIA-FRANKFURT.COM I 069. 90 23 31 03 Der FVV auf der CSD-Demo

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