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gab Juli 2022

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BUCH UNTERHALTUNG Lesen

BUCH UNTERHALTUNG Lesen macht GLÜCKLICH Es ist gerade nicht die Zeit, jeden Tag auf die Piste zu gehen, geimpft oder schon geboostert, man igelt sich doch eher zu Hause ein und genießt das hyggelige Heim. Entspannung geht dann mit Podcasts, YouTube, TikTok sowie mit TV und Streamingformaten – oder ganz oldschool mit einem Buch. Wir haben zwei Tipps für dich. FOTO: ISTOCKPHOTO.COM/DEANDROBOT DRAG COP CANDAS JANE DORSEY SIMON JAMES GREEN: „HEARTBREAK BOYS“. Was tun, wenn der Freund einen betrügt? Wenn er eine Affäre mit dem Freund eines guten Kumpels hat? Wenn sie das auch noch ganz öffentlich zelebrieren und sich von den alten Beziehungen lösen? Entweder trauern oder sich rächen. Jack und Nate ist so etwas passiert, sie sinnen auf Rache auf Social Media. Zusammen starten sie eine Seite auf Instagram (TheHeartBreakBoys), um ihr Leben möglichst interessant als Roadtrip zu inszenieren. Was natürlich erst mal gehörig schiefgeht … „Beim Schreiben dieses Buchs hatte ich so viel Spaß. Es ist eine LGBTIQ* Romance und beinhaltet einige meiner liebsten Tropes: Griesgram trifft auf Sonnenschein, Enemies to Lovers und – natürlich – gibt es nur ein Bett für zwei. Es passieren lauter kuriose Dinge auf diesem Roadtrip, die euch hoffentlich zum Lachen bringen werden. Aber die Geschichte beinhaltet auch eine wichtige Botschaft, denn es geht darum, ganz man selbst zu sein – stolz und authentisch – und sich nicht darum zu sorgen, was andere Menschen von einem halten könnten“, so der Autor über sein wirklich drolliges Buch. *rä www.luebbe.de CANDAS JANE DORSEY: „DRAG COP“. Queere Lebenswelten sind auch im Genre- Thriller angekommen, es war nur eine Frage der Zeit, wann endlich eine bisexuelle Sozialarbeiterin und ihre Katze Bunnywit als Ermittlerin in Buchform kriminalistische Erfolge feiern. Es geht (natürlich) um Mord, aber um den Mord an der geliebten Enkelin einer guten Freundin, um Menschen, die Böses im Schilde führen, um Sex und Sexarbeit und um Verrat. Das alles wurde von der 1952 geborenen Kanadierin Candas Jane Dorsey so erfrischend ironisch und witzig zu eianem Netz aus Spannung und Witz verwoben, dass es eine Freude ist. Lieblingsüberschrift: „Cherchez la Schwindlerin“. *rä www.suhrkamp.de TIPP „Der Mönch in High Heels – Du darfst sein, wer du bist“ „Du trägst eine besondere Schönheit in dir, die nur du in die Welt bringen kannst“: Die inspirierende Lebensgeschichte des berühmten Make-up-Artists und LGBTIQ*- Mönchs Kodo Nishimura. Geboren wurde er 1989, er wuchs also in einer Zeit auf, als mehr und mehr möglich war, als Queerness scheinbar möglich war. Kodos Vater war ebenfalls Mönch und Nishimura wuchs dadurch im Tempel auf. Nach der High School ging er in die USA und studierte dort am College. Während dieser Zeit entdeckte er seine Leidenschaft zu Mode und Make-up und bildete sich darin weiter fort. Er schminkt internationale Models für Fashion-Shows und gibt Make-up-Kurse für Transgender-Frauen. 2015 erhielt er die Mönchsweihe und teilt seine Zeit seitdem gleichmäßig auf das Leben im Tempel und auf seine Karriere in der Fashionwelt auf. www.droemer-knaur.de

VERLOSUNG Ein Band, der sie alle versammelt „Queer Cinema Now“ versammelt über 200 Liebeserklärungen an die zentralen Filme des nicht-heteronormativen Kinos aus zwölf Jahren. Der reich bebilderte Band bietet so einen repräsentativen Überblick über die wichtigsten Werke der jüngeren queeren Filmgeschichte. Ein Buch, das dafür sorgt, dass man merkt, dass es noch gar nicht SO weit her ist mit der Toleranz in der Medienlandschaft. Gerne zitieren wir daher großzügig: „Dass gefeierte Filme und Bücher, die von nicht-heterosexuellen Leidenschaften erzählen, zu ‚universellen Liebesgeschichten‘ erklärt worden sind, und Filme wie ,Carol‘, ,Blau ist eine warme Farbe‘ (2013) oder auch ,Call Me by Your Name‘ (2017) nicht als Filme über lesbische oder schwule Beziehungen beworben und besprochen wurden, gehört zu den Standard-Stilblüten deutscher Feuilletons. Queere Filmemacher*innen wie Ulrike Ottinger, François Ozon, Pedro Almodóvar, Gus Van Sant oder Apichatpong Weerasethakul sind zum Teil seit Jahrzehnten im Arthouse-Kino etabliert, ihre Filme werden dagegen nur selten als dezidiert nicht-heteronormativ kontextualisiert. Man wusste zwar von der Diversität der Filmszene, begriff das aber nicht als Reichtum und Reiz, sondern kam sich quasi tolerant vor, wenn man nicht explizit darüber schrieb.“ Danke für dieses Buch! www.maenner.media/gewinne

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.