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40 RHEIN-MAIN / NECKAR

40 RHEIN-MAIN / NECKAR COMMUNITY QUEER- KASTLE – ein queeres Zentrum für Karlsruhe Der Vorstand des Vereins queerKAstle: v.l.n.r. Alexandria Dritschler (Sprechende), Lorenzo Wormer (Beisitzender), Michael Lauk (1. Vorsitzender), Anica Abd-el-Ghani (2. Vorsitzende), Yannik Hödl (Schatzmeister), Susanne Schmidt (Beisitzende). FOTO: JÖRG RIEGER Auch in Karlsruhe wird der Bedarf nach einen Queeren Zentrum immer stärker – und hat mit der Vereinsgründung von „queer- KAstle“ einen großen Schritt Richtung Realisierung genommen. Bereits seit zwei Jahren treffen sich auf Initiative der AIDS- Hilfe Karlsruhe verschiedene Gruppen der Community zum regelmäßigen Austausch; im Rahmen einer Umfrage wurde hier zum Beispiel schon der Name des entstehenden Queeren Zentrums „queerKAstle“ gefunden. Wie die nächsten Schritte aussehen und welche Pläne es für queerKAstle gibt, erklärt Alexandria Dritschler, Sprechende des Vereins. *bjö Welche Möglichkeiten soll queer- KAstle bieten, die es bislang für die Karlsruher Community nicht gegeben hat? Was wir während der Umfrage am meisten festgestellt haben, ist der Bedarf nach Vernetzung. So wurden zum Beispiel Wünsche nach Angeboten aufgestellt, die es in Karlsruhe bereits gibt, die jedoch scheinbar nicht bekannt genug waren, da es an der Vernetzung untereinander fehlt. Hier wollen wir auch über unseren Beirat, der queeren Organisationen und Vereinen die Möglichkeit des Austauschens geben soll, Hilfe zur Vernetzung schaffen. Das soll auch dabei helfen, eine zentrale Anlaufstelle für queere Menschen zu schaffen, um für sie passende Beratungsangebote zu finden. Auch hat queerKAstle den Anspruch, damit die „Stimme“ der queeren Community zu bündeln und geeint zum Beispiel gegenüber Vertreter*innen der Politik aber auch gegenüber der Öffentlichkeit vorzutragen. Fehlende Angebote wie Beratungen, Freizeitangebote oder Ähnliches wollen wir dadurch ebenfalls identifizieren und neu schaffen. Getreu dem Motto „Alles unter einem Dach“. Soll der Ort auch einen öffentlichen Raum wie ein Café oder ähnliches bekommen? Ja. Ein Gastronomieangebot ist in Planung. Die konkrete Ausarbeitung hierzu wird in nächster Zeit zusammen mit der Suche nach einer Immobilie in Angriff genommen. Die Idee bisher geht in Richtung eines Cafés, in dem alle willkommen sind, um auch für mehr Kontakt mit der queeren Szene zu sorgen und um es Menschen zu ermöglichen, auch ohne Outing bei uns zum Beispiel einen Kaffee zu trinken. Was war deine Motivation, dich für ein queeres Zentrum in Karlsruhe zu engagieren? Als queere Transfrau war die ungerechte Behandlung durch den Gesetzgeber einer der Hauptgründe der mich politisiert hat. Daher kämpfe ich auch seit Jahren aktiv für eine besseres Leben für queere Menschen. QueerKAstle ist für mich eine Möglichkeit, viel von dem für das ich kämpfe konstruktiv umzusetzen. Vieles hatte mir in der Vergangenheit gefehlt, zum Beispiel Kontaktmöglichkeiten mit Gleichgesinnten oder ein Austausch über Themen, bei denen ich mir noch sehr unsicher war. Ich hoffe, dass ich dabei helfen kann, dass queerKAstle in Zukunft vielen Menschen dabei helfen kann, ihren Weg zu finden und zu gehen, da ich genau weiß, dass ich das früher sehr gebraucht hätte … und vieles vermutlich auch heute noch sehr brauche. www.queerkastle.de Das komplette Interview gibt’s auf www.männer.media/regional/gab schöne betten. schlafsofas. matratzen und futons. bios affair • Höhenstr. 16 • Frankfurt • www.biosaffair.de Sofa Magnolia von Brühl

RHEIN-MAIN / NECKAR 41 FOTO: MERCEDES MEHLING, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI FOTO: PAVEL DANILYUK, PEXELS.COM, GEMEINFREI FOTO: DJ SHERRYAERI CSD WÜRZBURG Vielfalt vereint „Friedlich die Liebe und das Leben in ihrer Vielfalt feiern“ – das möchte der CSD Würzburg unter dem Motto „Vielfalt vereint“. „Das zusammen und füreinander Einstehen der vielfältigen Lebensweisen und sexuellen Orientierungen“ steht im Mittelpunkt des CSD-Wochenendes. Los geht’s am Freitagabend mit dem Empfang im Rathaus mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt sowie den Schirmmenschen Patrick Friedl (MdL Bayern), Marion Schäfer Blake (Stadträtin Würzburg) und dem Chor Sotto. Die Demo startet am CSD-Samstag um 12 Uhr ab Hauptbahnhof und schlängelt sich durch die Innenstadt bis zum CSD- Festplatz am Hublandplatz 1 / Cube. Die CSD-Aftershow-Party steigt im Anschluss ab 22 Uhr im Club Labyrinth. *bjö 8. und 9.7., alle Infos über www.queerpridewue.de LADENBURG Dorfpride 2022 Queeres Leben findet nicht nur in den Metropolen statt. Um den Pride-Spirit auch fern der Großstädte zu erleben, organisiert das Team des „Dorfpride“ seit 2020 CSDs in der Provinz im Südwesten Deutschlands. In diesem Jahr zieht die Demo durch die Römerstadt Ladenburg im Rhein-Neckar-Kreis. Unter dem Motto „Loud and Proud“ hat man ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, inklusive eines Meet and Greet mit dem türkischdeutschen Percussion-Duo Al_e_v_ & Selay am Ladenburger Wasserturm auf der Festwiese. Nach der Eröffnungskundgebung um 14:30 Uhr startet der Zug um 15 Uhr durch die Altstadt und wird musikalisch von Miss Thunderpussy und DJane Käry begleitet. *bjö 9.7., Dorfpride in Ladenburg, www.dorfpride.de MAINZ Queering Migration Marsha P. Johnson, die trans*- Aktivistin, die und unter anderem maßgeblich an den Stonewall Riots 1969 in New York beteiligt war, stellt mit einem ihrer Zitate die Losung für die Mainzer Aktionswoche „Queering Migration“: „No Pride for some of us without Liberation for all of us“. In verschiedenen Veranstaltungen wird die Lebensrealität queerer geflüchteter Menschen thematisiert. In der Bar Jeder Sicht findet zum Beispiel am 2. Juli der Poetry Slam „Night of Spoken Word“ mit anschließender Party und DJ Sherryaeri (Foto) statt. Am 6. Juli wird die Filmdokumentation „Refugees under the Rainbow“ über queere geflüchtete aus Uganda gezeigt; die Regisseurin Stella Taub stellt ihren Film persönlich vor. *bjö 2. und 6.7., Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29, Mainz, www.barjedersicht.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.