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40 KULTUR KINO FOTO:

40 KULTUR KINO FOTO: WILD BUNCH GERMANY, 2021 ELDORADO GERETTET „Sommer 85“ von François Ozon Nach der Schließung der Berger Kinos währte die Trauer um die Eldorado-Schließung in Frankfurt zum Glück nur kurz: Die Arthouse Kinos haben den Filmpalast im Bermudadreieck übernommen. Das traditionsreiche Eldorado existiert bereits seit 1912 und wurde zuletzt von der Familie Jäger betrieben, als Teil der Frankfurter E-Kinos an der Hauptwache. Die Übernahme in den Verbund der Arthouse Kinos Frankfurt (das Cinema am Roßmarkt und die Harmonie in Sachsenhausen), passt inhaltlich perfekt, wurden im Eldorado in den letzten Jahren bereits viele Arthouse Filme gezeigt. Die Frankfurter Arthouse Kinos zeichnen sich neben ihrem ausgewählten Filmprogrammen auch durch ihre Filmreihen aus: Zum Beispiel „Cinema Nostalgica“, „audiophil“, „(Dis)harmonie“ oder „Schamlos Harmlos“, der Reihe für Queer, Sex- und Subkultur. Falls alles klappt, zeigen die Arthouse- Kinos Frankfurt im Juli unter anderem den aktuellen Film von François Ozon „Sommer 85“: Im Sommerurlaub lernt der 16-jährige Alexis den 18-jährigen David kennen; das Kennenlernen ist ungewöhnlich, denn David rettet Alexis im Meer vor dem Ertrinken. Der schüchterne Alex ist schnell vom forschen David beeindruckt und verliebt sich in ihn. Ein Sommer mit Motorradausflügen und Badespaß – doch da ist auch Davids etwas morbide Seite, die auffällig mit dem Tod flirtet … Ozons Coming of age-Film basiert auf dem Roman „Dance on my Grave“ des britischen Schriftstellers Aidan Chambers; François Ozon konnte sich sofort mit dem schüchternnaiven Alex (im Roman-Original Hal) identifizieren.*bjö „Sommer 85“ ab dem 8.7. in den Arthouse-Kinos Frankfurt, www.arthouse-kinos.de FILMFESTIVAL Queer Film „his“ gewinnt den Nippon Award Das rührende Familiendrama „his“ des Tokioter Regisseurs Rikiya Imaizui hat den diesjährigen Zuschauer*innenpreis „Nippon Cinema Award“ des japanischen Filmfestivals Nippon Connection gewonnen. Szene aus „his“, den Gewinner des Nippon Cinema Award 2021 Regisseur Rikiya Imaizui im Video-Interview bei der Preisverleihung des diesjährigen Nippon Connection Filmfestvals FOTOS: NIPPON CONNECTION Aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung verlässt Nagisa nach seiner Studienzeit seinen Freund Shun, um in Australien ein neues Leben zu beginnen: Er heiratet eine Frau und das Paar bekommt eine Tochter. Doch Nagisa wird nicht glücklich; nach acht Jahren trennt er sich von seiner Frau und kehrt zurück nach Japan, zu Shun, der inzwischen in einem Dorf in der Provinz lebt. Das Paar findet wieder zusammen, muss sich aber mit dem Sorgerechtsstreit um Nagisas Tochter Sora auseinandersetzen. Unterstützung finden die beiden überraschenderweise in der überalterten Dorfgemeinschaft. „Ich wollte die Geschichte anders erzählen als sie vielleicht üblicherweise gezeigt wird“, erklärt Regisseur Rikiya Imaizui im Rahmen der Nippon-Preisverleihung, die online via Zoom stattfand. „Gleichgeschlechtliche Paare in Japan haben immer noch große Probleme. Das schwule Paar in „his“ findet wieder zusammen, aber Nagisa hat auch eine Ex-Ehefrau und eine Tochter. Es wäre einfach gewesen, die Ex-Ehefrau als Feindin darzustellen, aber der Autor Atsushi Asada und ich wollten auch ihre Situation als geschiedene Frau und alleinerziehende Mutter zeigen. Normalerweise sind Filme, die solche Themen behandeln eher traurig, aber wir wollten auch das Glück des Paares zeigen. Und selbst wenn wir kein super-Happy-End haben, gibt es zum Schluss zumindest einen Silberstreif am Horizont“. *bjö www.nipponconnection.com

FILMFEST Queer Sci-Fi: Manny Das Indische Filmfest Stuttgart findet in diesem Jahr noch einmal als digitale Version statt. Vom 21. bis 25. Juli kann man gut 40 aktuelle indische Filme per Stream sehen, die jenseits der Bollywood- Blockbuster auch einen kritischen Blick auf die Entwicklung der (indischen) Gesellschaft werfen. Mit dabei ist der queere Sci-Fi- Thriller Manny: Maya hat einen Autor*innen-Workshop belegt, den sie sie fürs Schreiben ihrer Autobiografie braucht. Im Verlauf mit der Arbeit muss sie sich auch mit ihrer versteckten Homosexualität auseinandersetzen. Eigentlich hat sie sogar drei Liebesbeziehungen: eine reale zu einem Mann, eine imaginäre zu einer Frau sowie eine zur künstlichen Intelligenz „Manny“, der Workshop-App. Die indische Schauspielerin Sonal Sehgal hat die packende Story geschrieben spielt auch die Hauptrolle im Film des lettischen Regisseurs Dace Puce. *bjö FOTO: SONAL SEHGAL, MARANA PRODUCTIONS KULTUR 41 12. – 25.7., 18. Indisches Filmfest Stuttgart, Streams und Tickets über www.indisches-filmfest.de FOTO: SALZGEBER KABARETT & TRAVESTIE QUEERFILMNACHT „Glück“ im Juli Die queerfilmnacht ist zurück in den Kinosälen! Im Juli wird der mitreißende Liebesfilm „Glück“ von Regisseurin Henrika Kull gezeigt: Die 42-jährige Sascha arbeitet im Berliner Bordell Queens. Sie ist beliebt bei Kunden wie Kolleginnen, und trotzdem fühlt sie eine innere Leere. Auch zu ihrem Freund Stefan und ihrem Sohn Max hat sie ein schwer zu greifendes unterkühltes Verhältnis. Als mit der lebenslustigen wie unangepasst-queeren Italienerin Maria eine neue Kollegin ins Queens kommt, scheint sich Saschas diffuse Gefühlswolke zu lichten; sie ist sofort fasziniert von Marias Art und die beiden Frauen entdecken eine Liebe, die sie zuvor noch nicht gekannt haben. „Sehnsucht und Körperlichkeit, aber auch Orte sozialer Grenzerfahrung und Stigmatisierung sind Themen, die mich schon immer faszinieren“, sagt die Regisseurin Henrika Kull, die für ihre Filmrecherche in Bordellen als Barfrau und Assistentin der Hausdamen gearbeitet hat. *bjö 14.7., Mal seh’n Kino, Adlerflychtstr. 6, Frankfurt, 20 Uhr, www.malsehnkino.de, weitere Termine über www.queerfilmnacht.de Jetzt aber! 29.07. - 12.09.2021 Theater der Altstadt Stuttgart Infos: www.wommy.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.