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22 RHEIN-MAIN-NECKAR

22 RHEIN-MAIN-NECKAR FOTO: FRANSA, PEXELS.COM, GEMEINFREI CSD WIESBADEN FOTO: CSD WIESBADEN E.V. Die Zeit ist reif für einen Mutausbruch! Thorsten Buschmeier vom Verein Warmes Wiesbaden Der Wiesbadener CSD 2021 steigt am 31. Juli. Es soll wenn möglich eine pandemiegerechte Demo durch die Innenstadt und ein Sommerfest auf dem Gelände des Schlachthofs in unmittelbarer Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofs geben. Das diesjährige Motto „Mutausbruch“, das aus der Wiesbadener Community stammt, die zum ersten Mal eigene Mottovorschläge einreichen konnte, soll vor allem verdeutlichen, dass es auch heute noch jede Menge Mut braucht, um als LSBTIQ*-Person zu seiner sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung zu stehen; der CSD möchte Mut machen, sich für die eigenen Rechte zu engagieren. Ein wichtiges Element des queeren Empowerments ist nach wie vor die Sichtbarkeit der LSBTIQ*-Community im Alltag. Wie der CSD das in Zeiten von Corona umsetzen möchte, erklärt Thorsten Buschmeier vom Verein Warmes Wiesbaden, der den CSD organisiert. *bjö Thorsten, ursprünglich wollte der CSD Wiesbaden in diesem Jahr zweigleisig fahren: Es soll sowohl ein digitales Programm geben als auch eine coronagerechte Demo und ein ebensolches Straßenfest. Wie ist der aktuelle Stand der Planungen? Wir planen eine coronagerechte Demo, die, wie auch immer sie dann letztendlich aussehen wird, definitiv stattfindet. Von den digitalen Ideen haben wir uns inzwischen komplett verabschiedet, da wir in der CSD- Orga alle das Gefühl haben, das man eher satt ist von digitalen Veranstaltungen und Content. Vor allem Livestreams, die dann über mehrere Stunden gehen, sind, glaube ich, vor allem im Sommer eher schwierig. Deshalb haben wir davon Abstand genommen. Wir planen in Kooperation mit dem Schlachthof ein Open Air CSD Picknick mit Bühnenprogramm, Bands, einer Podiumsdiskussion mit den Wiesbadener Direktkandidaten der demokratischen Parteien der Bundestagswahl sowie Show-Acts. Momentan planen wir für 900 Leute. Das hängt aber natürlich davon ab wie sich die Inzidenz-Situation entwickelt. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir das ausgeklügelte Hygiene-Konzept vom Schlachthof übernehmen können und sind extrem happy, dass wir dort mit absoluten Profis der Veranstaltungs-Szene zusammen arbeiten. Das macht es für uns natürlich sehr viel einfacher, und wir sind unglaublich dankbar, seit Jahren so einen starken Partner an unserer Seite zu haben. Vor allem Carsten Roth, der Booker vom Schlachthof ist da immer sehr stark involviert. Mit dem „Queeren Sommer“ soll es auch wieder ein Rahmenprogramm im Vorfeld des CSD Wiesbaden geben. Was ist da geplant? Der Queere Sommer in Wiesbaden erstreckt sich dieses Jahr von Juni bis Oktober. Wir haben ein sehr vielschichtiges Programm von Bowling, Fahrradtouren, Wanderungen und Lesungen. Wir planen auch einen Bondage Workshop mit den Bondage Guys und Kooperationen mit der Jugendkirche KANA, unter anderem mit einem Filmabend mit anschließender Diskussion über Konversionstherapien. Hervorheben möchte ich folgende Termine: Das Rainbow Shipping am 15. Juli: Eine Bootstour auf dem Rhein, organisiert von

RHEIN-MAIN-NECKAR 23 Warmes Wiesbaden. Außerdem wird es am 25. August ein Info-Event zu der Situation von LGBTIQ*-Menschen in Polen und unserer Partnerstadt Breslau geben. Unter anderem plant Warmes Wiesbaden am Gleichheits-Marsch in Breslau am 3. Oktober teilzunehmen. Wir sind mitten in den Planungen. Das ist natürlich schon ein Thema was uns auch als CSD Orga sehr am Herzen liegt und einfach maximale Aufmerksamkeit verdient. Wie wichtig ist die Sichtbarkeit für die Community gerade an Tagen wie dem CSD und dem IDAHOBIT* und welche besonderen Auswirkungen haben die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen für die LSBTIQ*-Community? Ich bin davon überzeugt, dass Sichtbarkeit momentan das A und O ist. Unser Motto „#Mutausbruch“ und die dazugehörige Kampagne „#Mutmacher_innen“ setzt ja auch genau da an. Natürlich ist es sehr wichtig, an diesen speziellen und wichtigen Tagen sichtbar zu sein. Ich glaube aber, dass es viel wichtiger ist, im Alltag, also auch an den anderen 364 Tagen, sichtbar zu sein. Wir als LGBTIQ* Community müssen mutig sein und wir müssen es schaffen, dass sich alle Menschen in der Community so stark fühlen und sich maximal von der Community unterstützt fühlen, damit sich so viele Menschen wie möglich im Alltag offen zeigen und outen, sich mutig in die Welt stellen und sagen: Genau so bin ich! Nur Sichtbarkeit führt langfristig zum Abbau von Vorurteilen und wird dazu führen, dass es irgendwann absolut selbstverständlich ist, anders zu sein. Auch wenn es bis dahin noch ein langer Weg ist, aber für so einen Mutausbruch ist es nie zu spät. Ich glaube, die Zeit ist reif dafür. Ich kann da nur für mich und meinen Freundeskreis sprechen. Ich habe einige Menschen meiner Wahl- Familie seit Monaten, einige seit über einem Jahr nicht mehr gesehen. Und das ist schon schwierig und auch psychisch nicht so einfach. Ich weiß, dass ganz viele Menschen sich isoliert fühlen, nicht nur LGBTIQ* Personen, aber ich glaube schon, dass es viele aus der Community doppelt trifft, weil ganz viele Schutzräume und Häfen fehlen, die normalerweise ohne die Pandemie zur Verfügung stehen. 31.7., CSD Wiesbaden, alle Infos und Updates über www.csd-wiesbaden.de, www.facebook.com/CSDWiesbaden, www.instagram.com/csdwiesbaden/ und www.warmeswiesbaden.de Das komplette Interview gibt’s auf www,männer.media/regional/gab WAS DIESEM BETT FEHLT? Du! Scanne den QR-Code, um dieses Bett zu testen. Über einige Entscheidungen im Leben sollte man eine Nacht schlafen. Dies ist eine davon – aber nicht aus den Gründen, die du denkst. BE AWAKE FOR THE FIRST TIME IN YOUR LIFE ® | HASTENS.COM HÄSTENS STORE FRANKFURT Kirchnerstraße 3-5 | 60311 Frankfurt | T +49 (0)69 21 99 73 76

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.