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40 FITNESS FOTO: MVD

40 FITNESS FOTO: MVD MANNHEIM FIT PER SCREEN Fitnesstraining vor Corona Aus der Not eine Tugend gemacht: Der MVD, Mannheims queerer Sportverein, musste erfinderisch sein, um auch in Pandemiezeiten Trainings anzubieten. Das war nicht immer leicht, aber dennoch hat der Verein seine Mitglieder bereits ab April mit Trainingsplänen zu Hause versorgt. Ab Mai konnte man mit mindestens einem Online-Training pro Woche aufwarten, das per Stream gesendet wurde. Weitere online-Trainings folgten, über den Sommer kamen dann auch Outdoor- und später auch Hallen-Trainingsangebote dazu. Seit dem zweiten Lockdown und dem Wintereinbruch mussten letztere allerdings wieder entfallen. „Zurzeit bieten wir ausschließlich online-Trainings an, die aber gut angenommen werden“, erzählt Volker Desch, Trainer und Pressesprecher des MVD. „Das hat sich alles wirklich gut eingespielt: Sobald die Hallen geschlossen sind, gehen wir stante pede online“. Und das mit einem richtig guten Programm: Drei Mal wöchentlich mit drei Schwerpunkten in drei Levels, angeleitet von drei Trainern. Im leichten Level gibt’s montags Funktionstraining mit Volker und dem Schwerpunkt auf Beweglichkeit, mittwochs Wirbelsäulenfitness mit Trainer Andreas im mittleren Level mit dem Schwerpunkt Stabilisation und donnerstags im oberen Leistungslevel Functional-Training-Power, bei dem Trainer Patrick Kraft und Ausdauer trainiert. Alle Übungen sind nicht raumgreifend – der Platz im eigenen Wohnzimmer reicht zum Trainieren aus. Benötigt werden lediglich ein Handtuch, eventuell eine Matte, manchmal ein Stuhl: „Zum Aufwärmen gibt es Übungen im Stehen, später auch auf dem Boden“, erklärt Volker Desch. „Wenn du im Stehen beide Arme ausstreckst und dich drehst – das ist der Raum der benötigt wird“. Die online-Kurse dauern jeweils eine Stunde und starten um 19 Uhr. Nach den Weihnachtsferien (ab dem 21.12.) starten die Online-Trainings wieder am 4.1.2021. Das Angebot gilt übrigens nicht nur für MVD-Mitglieder – alle Sportfreund*innen sind eingeladen! Den Link gibt’s über fitness@mvd-mannheim.de. *bjö Mehr Infos zu den aktuellen Angeboten und den online-Trainings über www.mvd-mannheim.de STUTTGART ABSEITZ TRAINIERT MIT ONFIT Der neue Lockdown ist für Stuttgarts queeren Sportverein Abseitz keine Ausrede: „Wir stehen mit OnFit erneut bereit“ heißt es auf der Website und in der Tat bietet der Verein seit März wöchentlich acht Sportkurse an, in die man sich einklicken kann und mit verschiedene „virtuellen Trainern“ das eigene Wohnzimmer zum Fitnessstudio wird. Zur Auswahl stehen Yogakurse für Anfänger und Geübte, Body Workout, Cardio Fitness, Fitness und Pilates und der mit Kampfsportelementen kombinierte Fitnesskurs Tôsô X. Die Kurse starten in den Abendstunden und dauern von einer bis zu eineinhalb Stunden. Trainer Ono, der Body Workout und Cardio Fitness betreut, meint: „Für mich war es neu, allein vorm Laptop zu stehen und Teilnehmende zu motivieren, die ich nicht sehe. Aber man gewöhnt sich schnell dran, und auch ihr werdet schnell vergessen, dass ihr allein vor eurem Laptop/Fernseher sportelt“. Und Yoga-Lehrer Helmut bestätigt: „Ich vermisse etwas das unmittelbare Feedback vor allem auf der non-verbalen Ebene. Ich war aber durchaus überrascht, wie viel Freunde mir auch das Unterrichten auf diesem Wege bereitet. Ich bin gespannt wie viel von dem, was ich gerne geben möchte, sich auch virtuell übertragen kann“. Kerstin von Team ergänzt: „Es ist uns wichtig, unsere Trainer*innen in Lohn und Brot zu halten und natürlich unseren Mitgliedern überhaupt etwas bieten zu können. Daneben ist die soziale Komponente entscheidend – die Leute, die sich kennen, bleiben in Kontakt. Zu jedem Kursbeginn gibt es ein Hallo und zum Ende eine Verabschiedung, alle schalten sich nochmal ein und wechseln ein paar Worte“. Der Verein freut sich, wenn noch mehr Sportler*innen die Angebote wahrnehmen – auch Nicht- Mitglieder können sich übrigens in die Online-Kurse reinklicken. „Viele vermissen ihre Sportarten die nicht online angeboten werden. Das ist und macht traurig und wir alle hoffen sehr, dass es im neuen Jahr bald wieder mit dem vollen Sportbetrieb weiter gehen kann“, meint Kerstin. *bjö Mehr Infos über www.abseitz.de FOTO: IVAN SAMKOV, PEXELS.COM, GEMEINFREI

WARUM N=N JEDEN BETRIFFT ANZEIGE 41 WAS BEDEUTET EIGENTLICH N=N? Wenn Menschen mit HIV eine Therapie erhalten und dadurch erfolgreich „unter der Nachweisgrenze“ sind, können sie das Virus nicht mehr übertragen. In diesem Zusammenhang begegnet man häufig der Abkürzung n=n (“nicht nachweisbar = nicht übertragbar“) - oder Englisch U=U („Undetectable = Untransmittable). 1,2 Der Begriff der Nachweisgrenze - also der Wert, unter dem das HI-Virus im Blut nicht mehr nachgewiesen werden kann - ist allerdings nicht einheitlich definiert. Das liegt daran, dass sowohl die Messmethoden immer genauer werden als auch unterschiedliche Messgeräte in Verwendung sind. Die Zuverlässigkeit der Messung ist jedoch immer gleich. Zwei große wissenschaftliche Studien, die sich mit dem Thema n=n beschäftigen (die sog. PARTNER-Studien), haben das genauer untersucht. Dabei wurden insgesamt mehr als 135.000 Sexualkontakte ohne Kondom ausgewertet, bei denen ein*e Partner*in HIV-positiv und der/die andere HIV-negativ war. Hier wurde bei einer Viruslast (das ist die Menge der HI-Viren im Blut) von < 200 Viruskopien pro Milliliter Blut von einer Nicht- Nachweisbarkeit gesprochen. 3 Die Ergebnisse dieser Studien zeigten, dass es dabei in keinem Fall zu einer Übertragung von HIV kam, wenn der/die HIV-positive Partner*in durch Therapie erfolgreich unter der Nachweisgrenze war. Als HIV-positiver Mensch kann man also unter einer erfolgreichen Therapie selbst durch Sex ohne Kondom niemanden mit HIV infizieren. Dieses Wissen ist für alle Menschen wichtig - ganz unabhängig vom eigenen HIV-Status. WENN WISSEN ZUNIMMT, NIMMT STIGMATISIERUNG AB. Als HIV-negativer Mensch zu wissen, dass HIV unter erfolgreicher Therapie nicht mehr übertragbar ist und ein Bewusstsein dafür zu haben, wie das Leben von Menschen mit HIV heutzutage aussieht, kann die unbegründeten Ängste im Umgang mit HIV-positiven Menschen nehmen. Diese beruhen vor allem auf der Furcht, sich im Alltag und beim Sex mit HIV-Positiven anstecken zu können. Aktuelles Wissen und die kontinuierliche Aufklärung der Gesellschaft – beispielsweise durch Kampagnen wie #HIVERSITY, welche die Vielfalt von HIV-positiven Menschen und deren Leben zeigt - sind essenziell, um überholte Vorstellungen und Stigmatisierung abzubauen. Für Menschen mit HIV führt das Wissen um n=n zu einem gelasseneren Umgang mit der eigenen Sexualität. Denn es verschwinden Zweifel und Ängste, Sexualpartner*innen anstecken zu können, was sich auch vorteilhaft auf die persönliche mentale Gesundheit auswirkt. Und wenn man sexuell und mental gesund ist, steigt auch die eigene Lebensqualität und Zufriedenheit. Als Mensch mit HIV trägt auch der offene Austausch mit seiner/m Ärzt*in zu mehr Lebensqualität bei. Denn wenn man als HIV-positiver Mensch selbst die eigenen Bedürfnisse und auch deren Veränderung im Arztgespräch thematisiert, kann diese*r die beste Unterstützung leisten. So kann man zum Beispiel gemeinsam die Therapie auswählen, die am besten zum aktuellen Lebenstil passt. Weitere Informationen zu n=n und persönliche Geschichten zum Leben mit HIV unter www.livlife.de. Unterstützt von ViiV Healthcare 1 Eisinger et al., HIV Viral Load and Transmissibility of HIV Infection - Undetectable Equals Untransmittable, JAMA February 5, 2019 Volume 321, Number 5 (Reprinted). 2 European AIDS Clinical Society Guidelines, Version 10.1, Stand Oktober 2020. Last accessed: November 2020 3 Rodger AJ, Cambiano V, Bruun T et al. Sexual Activity Without Condoms and Risk of HIV Transmission in Serodifferent Couples When the HIV-Positive Partner Is Using Suppressive Antiretroviral Therapy. JAMA 2016, 316(2). # HIVersity Weil wir mehr sind als nur HIV-positiv: LiVLife.de NP-DE-HVU-ADVT-200009-11/2020

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.