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gab Januar 2020

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6 FRANKFURT Kolumne

6 FRANKFURT Kolumne gratuliert ILLUSTRATION: BLU Nun ist es 2020. Nach den Erwartungen, die man in den 1950er Jahren an unsere Gegenwart gerichtet hatte, sollten wir heute Morgen alle mit Raketenrucksäcken zur Arbeit geflogen sein. Stattdessen bewegen wir uns auf Elektro-Rollern fort, dir wir nach Gebrauch dem Nachbarn vor die Haustür werfen und die nach wenigen Monaten ihre Lebensdauer erschöpft haben. Darüber hinaus verfügen wir über Telefone, mit denen wir sowohl uns als auch unser Essen hochauflösend fotografieren können. Oftmals fällt das ästhetische Werturteil bei Aufnahmen von Mensch und Mittagessen allerdings gleich aus. Der Bildungssender ARD alpha, den die allermeisten von uns in den hohen zweistelligen Senderplätzen abgespeichert haben, widmete sich unlängst einen Abend lang den Visionen und Erfindungen, von denen man sich früher versprach, dass sie die Zukunft prägen würden. Fest überzeugt war man zum Beispiel in einem Beitrag von 1969, dass der Individualverkehr heutzutage in einzelnen Kabinen einer Magnetschwebebahn organisiert sein würde. Niemand ahnte damals, dass die wesentliche Erfindung jener Jahre nicht der Ingenieurskunst der bodengebundenen Mobilität entstammen werde, sondern der der Raumfahrt. So freuen wir uns heute tagein tagaus über die daraus hervorgegangene Anti-Haft- Beschichtung aus Teflon, die zumindest unsere Pfannengerichte tadellos aussehen lässt ... ... weiterlesen auf www.blu.fm/gab MR. FETISH GERMANY TORSTEN BURANDT Der amtierende Mr. Leather Hessen Torsten Burandt wurde Ende November im Rahmen des LFC Fetish Unity Weekend, zu dem in diesem Jahr der Münchener MLC einlud, auch zum Mr. Fetish Germany 2019/2020 gewählt. Torsten ist nach Claus Wagner und Manuel „Suri“ Fricke-Brasch der dritte Mr. Leather Hessen, der auch die bundesweite Schärpe des Mr. Fetish Germany trägt. Wir haben Torsten zum Interview getroffen. *bjö Herzlichen Glückwunsch zum Titel Mr. Fetish Germany. Was bedeutet dies für dich? Dass mir durch die Community so viel Vertrauen übertragen worden ist, macht mich sprachlos, denn mein guter Freund Joachim Beckert ist ein sehr starker Kandidat gewesen. Das Amt und der bundesweite Titel bedeuten natürlich nicht, das hier eine Art Staatsoberhaupt gewählt wurde, sondern er definiert sich als repräsentatives Amt um die deutsche Fetisch-Community öffentlich zu vertreten, Bindeglied zu sein und zusammen mit meinen regionalen Amtskollegen und den Clubs und Vereinen enge Beziehungen zu bewahren und auszubauen, aber auch international Flagge zu zeigen und enger zusammenzuarbeiten, denn nur zusammen sind wir stark. Welche Erfahrungen hast du als Vertreter der Fetisch-Szene bisher gesammelt? Als Mr. Leather Hessen 2019 habe ich weitestgehend nur positive Resonanz erfahren, es liegt aber auch daran, dass der FLC als der sympathische Club in Deutschland gilt und mir einen enormen Rückhalt bietet. Es ist immer wieder schön mit interessierten Passanten zu sprechen, durch Präsenz Vorbehalte und Barrieren abbauen zu können. Aber in der so viel gepriesenen Brotherhood der Leder- und Fetischszene habe ich auch schlechte Erfahrungen gemacht, die mich persönlich sehr nachdenklich gestimmt haben. Wenn es nur um Oberflächlichkeiten, übertriebene Selbstdarstellung, Narzissmus einzelner und Posts in den Social Media geht, dann läuft irgendetwas gehörig schief. Gibt es Anliegen, die du in deiner Funktion als Mr. Leather oder Mr. Fetish noch umsetzen möchtest? Hat sich das durch die Wahl zum Mr. Fetish Germany gewandelt? „Together we are strong“, ein schöner Slogan vom ESC. Wir müssen übergreifend mit den Clubs und Kollegen zusammenhalten und -arbeiten und Erfahrungen austauschen. Die Community mit ihren Clubs braucht neue Mitglieder die sich engagieren, und die heißt es zu erreichen. Denn Treffen, Events, Freizeitangebote kann man nur mit fleißigen Helfern organisieren und ohne entsprechende Besucher verliert die schönste Party an Reiz. Die regionalen Clubs und Bars müssen unterstützt werden, nur so lebt die Community weiter. www.flc.de Kontakt zu Torsten über mlh2019@flc-frankfurt.de Das komplette Interview gibt’s auf www.blu.fm/gab FOTO: DEXTER SMITH / MLC MÜNCHEN

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.