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gab Februar 2020

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4 FRANKFURT Kolumne Ist

4 FRANKFURT Kolumne Ist Queer sein in? Um diese Frage zu beantworten, wäre zunächst zu klären, was Queer bedeutet. Um das zu leisten, müsste diese Kolumnenspalte jedoch mehrere Meter nach unten verlängert werden. Die Lebensrealität zeigt jedenfalls, dass Queer und LGBT*IQ nicht zwangsläufig deckungsgleich sein müssen. Beispielsweise haben viele Schwule, Lesben und transidente Menschen einen Lebensentwurf gewählt, der von Queerness im Sinne der Wortbedeutung (leben und lieben jenseits der Mehrheitsgesellschaft) deutlich entfernt liegt. Anderseits leben und lieben viele Menschen sehr anders als die Mehrheitsgesellschaft. Sie durchkreuzen Normen und stehen aber dennoch fest auf dem Boden von Heterosexualität und Cisgeschlechtlichkeit. Zu LGBT*IQ zählen sie genau genommen also nicht. Queer sind sie aber ohne Frage. Dass sich die Popkultur aus dem Fundus lesbischer, schwuler und trans* Ausdrucksformen bedient, ist bekanntlich nichts Neues. In den 70er und 80er Jahren waren viele internationale Pop-Stars von Transvestiten aus dem Cabaret kaum zu unterscheiden. Der Bigotterie in der Musikindustrie tat das freilich keinen Abbruch. Denn während sie für die Inszenierung ihrer Protegés reichlich aus der LGBT*IQ-Ikonographie schöpfte, bedeutete ein homosexuelles Outing gleichzeitig trotzdem das Karriereende. Die Aneignung von LGBT*IQ-Subkultur aus Marketing-Motiven muss man deswegen immer auch kritisch hinterfragen ... ... weiterlesen auf www. männer.media/regional/gab ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS FVV SPORT FOTO: S. MAGNANI FOTO: WWW.STALL-FRANKFURT.COM FOTO: FVV / MIRIAM WROBEL Stall Cruising Im Takt übers PARKETT Die Tanzkurse des FVV sind beliebt, denn das Tanzlehrerduo Berk und Norman bringt die Freude am Tanzen rüber. Der neue Grundkurs in Standardund Latein startet am 3.3. und läuft über 12 Wochen, immer dienstags ab 20:30 Uhr in der Sporthalle der Textorschule. Wer sich für einen bestimmten Tanz interessiert, kann auch einen der vierwöchigen Workshops für Salsa (ab dem 2.3.), Paso Doble (ab dem 20.4.) oder Quickstep (ab dem 18.5.) besuchen. Singles sind herzlich willkommen! *bjö Anmeldungen über tanzen@fvv.org, mehr Infos über www.fvv.org Tipp: Am 9.2. steigt ab 19 Uhr der Tanztee, die neue Paartanzparty im Switchboard in Kooperation mit dem FVV. Ab März kommt der Tanztee dann auch im festen Rhythmus am zweiten Sonntag im Monat. Music sounds better with you – und cruisen klappt besser mit treibenden Beats. Ab sofort lädt der Stall, Frankfurts Men-only Cruising-Bar, regelmäßig DJs hinter die Bar, die mit abwechslungsreichen House-Sounds und härteren Beats für Stimmung sorgen; am 29.2. ist DJ Tommy Li am Start. Checkt das! *bjö 29.2., Stall, Stiftstr. 22, Frankfurt, 22 Uhr, www.stall-frankfurt.com Frühlingsball mit Adel Tawil Am 25.4. steigt im Ballsaal des Palmengarten-Gesellschaftshauses zum siebten Mal der Frühlingsball. Stargast ist Sänger Adel Tawil. Freuen kann man sich außerdem auf das Gourmetmenü von Küchenchef Steffen Haase und Sterne-Koch Andreas Krolik, auch die Flanier-Gäste dürfen ein deutlich umfangreicheres Speise- und Getränke- Angebot sowie erstmals auch das hochkarätige Entertainmentprogramm genießen. Neben Adel Tawil sorgen unter anderem die 13-köpfige Dance-Combo Muzika aus England, Artisten aus dem Tigerpalast Varieté sowie DJane Simoné für Stimmung. *bjö Frühlingsball am 25.4., Tickets und Infos über www.fruehlingsball-palmengarten.de

DOPPELPASS MIT MR GAY GERMANY FRANKFURT 5 Mit Benjamin Näßler ist ein Frankfurter zum Mr Gay Germany 2020 gewählt worden, der sich mit seiner Kampagne „Doppelpass“ tatkräftig gegen Homophobie im Fußballsport engagieren möchte. Im Interview erklärt der 30-jährige, was er tun will. *bjö Du möchtest dich gegen Homophobie im Fußball einsetzen. Was ist dein Plan? Meine Kampagne „Doppelpass“ hat drei Ziele. Das erste ist, dass ich Ansprechpartner für Betroffene bereitstellen möchte. Dies bedeutet, jeder Landesverband installiert einen Ansprechpartner. In den Vereinen wird ein Aushang am schwarzen Brett aufgehängt, mit dem jeweiligen Ansprechpartner. Sollte sich ein betroffener Spieler an den Verband wenden, fungiert der Ansprechpartner als eine Art Koordinator. Er vermittelt entweder intern an die zuständige Stelle, wie zum Beispiel bei homophoben Äußerungen, oder an externe Partner, wie zum Beispiel beim Thema Unterstützung beim Coming-out. Somit möchte ich eine größere Sichtbarkeit schaffen und das Thema auch für die Betroffenen sichtbarer machen. Das zweite Ziel ist, dass auch die Trainer, Vereinsfunktionäre und so weiter aufgeklärt und sensibilisiert werden. Dies hat den großen Vorteil, dass diejenigen, die tagtäglich mit den Spielern zu tun haben, wissen wie sie mit Sprüchen und Personen umzugehen haben oder können. Optional können hier auch ganze Workshops für Mannschaften stattfinden. Das dritte und letzte Ziel ist, dass ich Aktionsspieltage mit Vereinen durchführen möchte. Eckfahnen, Kapitänsbinde und Fahnen sind dann in Regenbogenfarben, es gibt eine Ansprache vor dem Spiel und Aktionsstände vor dem Stadion. Auch die Fans sollten und müssen bei dem Thema abgeholt und integriert werden. Erreicht habe ich bisher, dass neun Landesverbände bereit sind, die Aushänge umzusetzen, Darmstadt 98 wird einen gemeinsamen Aktionsspieltag durchführen, ein Landesverband hat mich zu einer Sitzung eingeladen, um über das Thema zu sprechen und die Projekte zu integrieren, und es gab viele Zeitungs- und Fernsehbeiträge. Du spielst Fußball beim FVV, hast aber in den Jahren zuvor keine guten Erfahrungen in Sportvereinen gesammelt. Welchen Rat kannst du Spielern in ähnlicher Situation geben? Wichtig ist aus meiner Sicht ist, dass sie sich wohlfühlen. Ich war damals zu unsicher und nicht selbstbewusst genug, um mich öffentlich zu outen. Heute, mit mittlerweile 30 Jahren und einem Ehemann, stehe ich mitten im Leben und würde mich in einem Sportverein als Schwuler outen. Es gibt also keinen allgemeingültigen Rat – leider! Jeder Mensch und jeder Verein ist anders. Wenn ein Spieler das Gefühl hat, dass es kein Problem ist, dann kann er sich einer Person im Verein anvertrauen und mit ihm besprechen, was er davon hält. Ich persönlich würde mir wünschen, dass es in Zukunft nicht mehr eine relevante Fragestellung ist, ob jemand mit einer Frau oder einem Mann zusammen ist. Wichtig ist doch schlussendlich, dass der Erfolg des Teams im Vordergrund steht und nicht die sexuelle Orientierung! Kontakt zu Benjamin Näßler: Instagram: 3ensta oder bei Facebook über „Benjamin Näßler (mrgaygermany)“ und „Doppelpass“ Das komplette Interview gibt’s auf www.männer.media/regional/gab FOTO: GLEICHLAUT Ihr Reiseveranstalter im Frankfurter Westend • Nachhaltig zertifiziert Traumurlaube weltweit Urlaubsdesign auf Maß Eheschließungen im Ausland www.atambo-tours.de | info@atambo-tours.de | Tel.: 069-74 22 09 86

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