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22 BÜHNE DARKROOM der

22 BÜHNE DARKROOM der neue Rosa von Praunheim-Film KINO FOTOS: MISSINGFILMS Für seinen Spielfilm „Darkroom“ hat sich Queer-Cinema-Altmeister Rosa von Praunheim von einer wahren Begebenheit inspirieren lassen: Der Fall eines schwulen Berliner Serienmörders. Nach außen scheint alles ganz friedlich: Der ehemalige Krankenpfleger Lars lebt in Berlin in einer harmonischen Beziehung und führt ein eher unauffälliges Leben. Als er mit der Szenedroge GBL in Berührung kommt, entfacht dies eine mörderische Lust: Er verabreicht innerhalb von drei Wochen fünf Männern heimlich eine Überdosis der K.o.- Tropfen. Drei der Männer sterben, zwei überleben durch glückliche Umstände. Unter den Opfern befinden sich sowohl Freunde als auch Zufallsbekanntschaften. Sein Partner Roland ahnt indes nichts vom mörderischen Treiben seines Freundes. Überführt werden kann der Täter nur, weil er die entwendeten Kreditkarten seiner Ofer benutzt. Nach seiner erfolgreichen Doku „Männerbekanntschaften“, die sich mit homoerotischen Tendenzen von Goethe, Schiller und Co. auseinandersetzte und 2018 mit dem LICHTER Filmpreis als bester regionaler Langfilm ausgezeichnet wurde, ist „Darkroom“ wieder ein echter Oldschool- Praunheim-Spielfilm geworden. „Darkroom“ feiert Improvisation und DIY- Attitüde. Von Praunheim inszeniert die auf einer wahren Begebenheit beruhende Kriminalgeschichte mit neckischen schwulen Dialogen und seinem gewohnt wohlwollend-voyeuristischen Blick auf nackte Männerkörper. Das wirkt mitunter wie eine schräge Folge von „Aktenzeichen XY ungelöst“, weiß im Verlauf der Story aber zu fesseln. Hinter der Fassade des spießigen Schwulenlebens mit Barock-Couch und mehr oder weniger geduldeten Seitensprüngen kauert der Schrecken! Bozidar Kocevski spielt überzeugend den psychisch angeschlagenen Lars und Heiner Bomhard darf in der Rolle des urban-naiven Roland sogar die Musik zum Film in Form eines leichtbekleideten Ukulele/Triangel/Säge-Trios beisteuern. Herrlich böse ist Katy Karrenbauer in der Rolle der aggressiven Staatsanwältin. „Bei dem Dreh stellte sich heraus, dass beide Hauptdarsteller genial waren, höchst konzentriert und voller Einfälle. Das ist sehr wichtig in meiner Filmarbeit, denn ich bin kein autoritärer Regisseur, der alles im Kopf hat. Ich brauche die Fantasie und die Spontanität meiner Darsteller“, kommentiert Rosa von Praunheim seinen Film und ergänzt: „Ich glaube, dass man heute auch böse Schwule zeigen kann, nachdem die Schwulenbewegung viel Positives verändert hat. Mein übernächster Film wird über die homoerotische Freundschaft von Hitler zu seinem Jugendfreund in Linz und Wien sein – hoffentlich ein Skandal, der zu meinem 80. Geburtstag 2022 ins Kino kommen soll“. *bjö „Darkroom“ von Rosa von Praunheim, Frankfurt-Premiere in Anwesenheit von Rosa von Praunheim am 30.1. im Rahmen der Arthouse-Reihe „Schamlos Harmlos“ für Queer-, Sex- und Subkultur in der Harmonie, Dreieichstr. 54, 20:30 Uhr, der Film ist im Anschluss im regulären Programm zu sehen, www.arthouse-kinos.de FOTO: HAND IN HAND KINO Erotisches Kino zum Valentinstag Das Filmkollektiv Frankfurt, der seit 2013 agierende ehrenamtliche Verein für gewagt kuratierte Filmprogramme mit unterrepräsentierten Filmen, zeigt jedes Jahr rund um den Valentinstag eine erotische Filmreihe. In diesem Jahr wird der legendäre US-Hardcore- Gayfilm „Adam & Yves“ aus dem Jahr 1974 in einer seltenen 16mm-Kopie gezeigt. Der Film von Regisseur Peter de Rome wurde nicht nur wegen der Sexszenen berühmt, sondern auch wegen der Verwendung von heimlich gedrehtem und unautorisiert verwendetem Filmmaterial, das die Hollywood-Diva Greta Garbo zeigt. Zusätzlich wird die Publikation „Good Hot Stuff: The Life and Times of Gay Film Pioneer Jack Deveau“ von Marco Siedelmann vorgestellt. *bjö 13.2., Studierendenhaus Campus Bockenheim, Mertonstr. 26, Frankfurt, 21 Uhr, www.filmkollektiv-frankfurt.de

KONZERT Live on Stage: WURST Immer wieder neu: Musiker Tom Neuwirth, besser bekannt als der schillernde Phoenix Conchita Wurst, hat sich nach seinem Sieg beim Eurovision Song Contest 2014 nicht auf den Erfolgslorbeeren ausgeruht, sondern bleibt weiterhin neugierig auf der Suche nach immer wieder veränderten musikalischen wie optischen Ausdrucksmitteln: „Früher wollte ich immer Céline Dion sein und war nach meinem Eurovision-Sieg wie eine brave Präsidentengattin“, meint Neuwirth rückblickend. Über sein neuestes Elektro-Pop-Album „Truth Over Magnitude“ sagt er: „Nun mache ich endlich Musik, die ich auch selbst gerne höre“. Unter dem neuen, schlicht wie brachialen Künstlernamen WURST setzt der „Queen of Drags“-Juror auch optisch wieder verstärkt auf ein androgynes Erscheinungsbild. Tipp: Im Vorprogramm seines Konzerts in Heidelberg ist die Singer/Songwriterin Amy Wald zu hören, die mit „Liebesleben“ einen Hit in der LGBTIQ*-Szene landen konnte. *bjö 11.2., Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, Heidelberg, 21 Uhr, www.conchitawurst.com, www.amyald.at, www.karlstorbahnhof.de FOTO: NIKLAS VAN SCHWARZDORN KINO Queerfilmnacht: Taxi zum Klo BÜHNE Einen schwulen Kinoklassiker präsentiert die Queerfilmnacht im Februar: „Taxi zum Klo“ von Frank Ripploh erzählt die Geschichte des schwulen Paars Bernd und Frank. Frank lernt Bernd im Kino kennen und nimmt ihn gleich mit nach Hause. Die beiden werden ein Paar, doch Bernd kommt mit Franks promiskem Leben und der offenen Beziehung nicht klar. Es kommt zum Eklat ... 1980 löste Ripplohs Film wegen der offenen Darstellung homosexueller Liebe einen Skandal aus. Trotzdem wurde er kurze Zeit später aus dem gleichen Grund mit dem Max Ophüls Preis ausgezeichnet. „Taxi zum Klo“ feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum und kommt in einer digital restaurierten Fassung zurück in die Kinos! *bjö Zu sehen am 11.2. im Cineplex Mannheim, am 26.2. im Mal seh’n Kino in Frankfurt sowie am 28.2. in der Stadtbibliothek Kulturforum in Hanau und im Kommunalen Kino Weiterstadt, weitere Termine über www.queerfilmnacht.de FOTO: SALZGEBER 23 LUST AUF WAS NEUES IM BETT? UNWIDERSTEHLICH ist unser vielfältiges Sortiment in allen Bereichen des Schlafs. 2X IN FRANKFURT UND 1X IN BAD HOMBURG www.betten-zellekens.de

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