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GAB Dezember 2020

gab – das Gaymagazin

22 BÜHNE FOTO: HARPER

22 BÜHNE FOTO: HARPER COLLINS PSYCHOLOGIE FOTO: M. RÄDEL WIR BRAUCHEN MÄNNER WIE IHN Günther Krabbenhöft ging in Zeiten von Social Media als „Hipster Opa“ in die noch junge virtuelle Geschichte ein. Er ist aber mehr als das. So amüsant dieser Titel für den „unfreiwilligen Influencer“ auch ist. Geboren 1945 in der Provinz bei Hannover, zog es den gelernten Koch Günter Krabbenhöft 1968 nach Berlin, er heiratete, wurde Vater und war schon Anfang der 1980er einer der ersten Mitglieder des Vereins „Schwule Väter“. 1994 hatte Günther Krabbenhöft dann bei Alfred Biolek sein bundesweites Coming-out – an der Seite seiner Tochter und Ex-Frau. Seine Liebe zu Techno, Rave und Elektro entdeckte er erst mit ca. 70, im selben Jahr, 2015, ging es auch so richtig los mit dem Kult um den liebenswerten und immer höflichen Queer. Ein Schnappschuss in Kreuzberg, das Bild ging viral, man beachtete ihn, er selbst wurde zum Thema, seine Person zum Star. Schwule, queere Sichtbarkeit und Lebensfreude, gepaart mit entspannter Weisheit. Seinen über 100.000 Followern auf Instagram bietet Günther Krabbenhöft mehr als bloße Angeberei, das überlässt er anderen. Günther sorgt für lebenbejahende Impulse und er nimmt einem die Angst vorm Alter. Denn es gibt sie kaum, die schwulen und queeren Vorbilder. Wenn man die 40 erreicht hat, denkt man schon mal drüber nach, was sein wird, wenn man 45, 50 oder auch 60 und 70 Jahre alt sein wird. Günther entspannt – und das einfach durch sein Sein. Danke. 2016 etwa wurde er von einem Magazin zu den „100 bestangezogenen Männern in Deutschland“ gewählt. Mit 71. „Ich habe einen eigenen Stil, den ich gerne trage, da ist Mode, also sind die aktuellen Modeströmungen, nie so das Thema“, verriet er uns einmal im Interview. „Wer mich sieht, lächelte meist oder zeigt mir ‚Daumen rauf‘ ...“ Unlängst erschien sein Buch „Sei einfach du! Zum Jungsein bist du nie zu alt“, das auf über 170 Seiten erfreut, informiert und erhellt. „Nie hätte ich gedacht, dass ich eines Tages ein Buch schreiben würde. Früher hätte ich nicht für möglich gehalten, dass sich jemand dafür interessiert, was mich antreibt und bewegt. Genau das passiert mir mittlerweile täglich“, so Günther in seinem Buch. „Dein Leben ist kompliziert, der Alltag strengt dich an, noch dazu willst du es allen recht machen. Da bleibt die Lebenslust wie von selbst auf der Strecke? Glaubst du das? Dann vergiss alles Negative, was du über dein Leben denkst. Hör nicht hin, wenn man dir einredet, dass du auf der großen Party des Lebens immer nur ein Mauerblümchen sein wirst. Glaub an deine ganz persönlichen Wünsche und Träume.“ *rä JOIN YOUR LOCAL UNION! GEWERKSCHAFT MACHT AUCH LSBTTIQ COMMUNITY ARBEITSKREISE GIBT ES BISHER IN: BERLIN, BIELEFELD/OWL, FRANKFURT, FREIBURG HAMBURG, KIEL, KÖLN, MÜNCHEN, STUTTGART WWW.MITGLIEDWERDEN.VERDI.DE MEHR INFOS UNTER: WWW.REGENBOGEN.VERDI.DE REGENBOGEN@VERDI.ORG

AUSSTELLUNG Zimmers Kristallwelten Noch bis zum 21. Februar zeigt die Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg ihre Ausstellung zum Oeuvre des Malers Bernd Zimmer mit Gemälden und Holzschnitten der vergangenen 20 Jahre. Die Natur ist ein prägendes Thema, das sich fortwährend durch Zimmers Werk zieht; dabei erscheint die Natur auch als ein von Zerstörung gefährdeter Lebensraum. Gezeigt werden Werke der Themenfelder „Wüste“, „Cosmos“, „Reflexion“, „Kristallwelt“ und „Alles fließt“. Seine Motive stehen miteinander in Bezug und entwickeln sich kontinuierlich weiter: Die Serie „Reflexionen“ mit Spiegelungen in Seen führte den Künstler zum Beispiel zur Serie mit Motiven aus dem Kosmos. bjö noch bis 21.2., Kunsthalle Jesuitenkirche, Pfaffengasse 26, Aschaffenburg, www. museen-aschaffenburg.de BÜHNE 23 THAILÄNDISCHE UND VIETNAMESISCHE SPEZIALITÄTEN RESTAURANT MIT SOMMERGARTEN TÄGLICH AB 12 UHR – AUCH SONN- UND FEIERTAGS Schopenhauerstraße 5 / Ecke Berger Straße 60316 Frankfurt am Main · Telefon +49 69 432500 www.restaurant-hue.de www.restaurantguide-frankfurt.com/detail/restaurant/restaurant-hue FOTO: BERND ZIMMER STREAM In anderen Schuhen Bernd Zimmer „Magic tree IV“, 2013/14 Die 26. Filmschau Baden-Württemberg zeigt im Rahmen ihres Programms den Kurzfilm „In anderen Schuhen“, der von Student*innen des Studiengangs Medienwirtschaft der Hochschule der Medien in Stuttgart gedreht wurde. Im Mittelpunkt steht Raymund. Der 81-jährige hat jahrelang seine an Alzheimer erkrankte Frau gepflegt, mit Corona kommt nun eine weitere Belastung dazu. Jetzt oder nie – Raymund beschließt, ein sorgsam gehütetes Geheimnis zu offenbaren. Ein Film über Mut und Offenheit, für die es nie zu spät ist. Alle Filme der Filmschau Baden-Württemberg werden in diesem Jahr komplett online zu sehen sein – Infos gibt’s über die Website. *bjö 2. – 6.12., www.filmschaubw.de Eliá Restaurant, Inh. Pavlos Maios Frankenallee 111, 60326 Frankfurt a.M. Tel.: 069-9731-9661 restaurant@elia-frankfurt.de Öffnungszeiten: Mo. bis Fr.: 11 30 -14 30 und ab 17 00 Uhr Warme Küche bis 14 00 bzw. bis 22 30 Uhr Sa. ab 17 30 Uhr warme Küche bis 22 30 Uhr So. ab 11 30 Uhr durchgehend warme Küche bis 21 00 Uhr Wer etwas Gutes liebt, trinkt Wacker`s Kaffee FOTO: HOCHSCHULE DER MEDIEN STUTTGART Das Traditions-Kaffeehaus in Frankfurt! • Café Wacker Kornmarkt 9 • Café Wacker Schweizer Straße 18 • Café Wacker Grüneburgweg 29 • Café Wacker Berger Straße 185 www.wackerskaffee.de SEIT 1914

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