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GAB Dezember 2020

gab – das Gaymagazin

12 ANZEIGE Nick Jue,

12 ANZEIGE Nick Jue, Vorstand ING Deutschland Charity: Die RainbowLions helfen NACHGEFRAGT ING Deutschland & Nick Jue, Vorstandschef der ING Deutschland und Alexander Piur, Mitglied des Diversity-Netzwerkes der ING „RainbowLions“, im Interview. Seit wann besteht die Gruppe? Und wie viele Mitglieder seid ihr? Alexander Piur: Wir sind 2017 mit einer kleinen Gruppe motivierter Kollegen/innen gestartet und haben im Oktober 2018 unser Coming-out in der Bank gefeiert. Aktuell sind wir ein Kernteam von neun Rainbow- Lions, verteilt über die Standorte Frankfurt, Hannover und Nürnberg, die sich um die Aktionen vor Ort kümmern, dazu kommen ca. 100 Kollegen/innen, die sich in unserer Community registriert haben. Du bist aus den Niederlanden. Wann und wie hast du das erste Mal von der Gruppe gehört, nachdem du im Juli 2017 den Posten des CEO der ING Deutschland übernommen hast? Nick Jue: Ich war vorher elf Jahre CEO der ING Niederlande, dort gab es bereits ein LGBTIQ*-Netzwerk neben anderen Diversity-Netzwerken wie zum Beispiel für Young Professionals, Frauen oder Ü55. Nach ca. einem Jahr in Deutschland kamen die RainbowLions auf mich zu und fragten, ob ich ihr Sponsor werden möchte. Ich habe nicht eine Sekunde gezögert und zugesagt. Welche Rolle spielt das Netzwerk für dich im Unternehmen? Nick Jue: Wir sind eine Bank für jeden Menschen in Deutschland, egal wie er sich fühlt oder wen er liebt. Dazu gehört auch, dass wir das in unserer Kommunikation – auch für die LGBTIQ*-Community – deutlich machen. Wie ist die Akzeptanz für eure Diversity-Arbeit bei euren Kunden, RainbowLions es gibt ja keine Filialen? Welche Reaktionen bekommt ihr von außen? Nick Jue: In den Niederlanden haben wir zum Gay Pride zum Beispiel unsere Filialen und Geldautomaten im Regenbogen-Look gestaltet. Darauf gab es fast nur positives Feedback. Auf unsere erste Teilnahme beim CSD in Frankfurt hatten wir ebenfalls fast ausschließlich positive Rückmeldungen. Alexander Piur: Das kann ich bestätigen. Die Reaktionen auf Social-Media-Postings waren durchweg positiv. Kunden und Mitarbeiter freuen sich zu sehen, dass die ING solche Zeichen setzt. Wie ist eure Rolle in der internationalen Kooperation mit den anderen ING Einheiten? Alexander Piur: Das Netzwerk in den Niederlanden heißt seit Kurzem auch RainbowLions (worauf wir hier in Deutschland ein kleines bisschen stolz sind). Somit haben wir international einen einheitlichen Auftritt nach innen und außen. Wir stimmen uns mit den Netzwerken aus den anderen ING Ländern, zum Beispiel den Niederlanden, Belgien, aber auch Australien und den Philippinen, regelmäßig ab. Wir besprechen Aktionen zu bestimmten Events wie PrideMonth oder IDAHOT und geben uns gegenseitig Tipps. Wir diskutieren auch, inwiefern wir politische Themen aufgreifen können. Als RainbowLions haben wir natürlich keinen Einfluss auf die politische Situation der LGBTIQ*-Community in anderen Ländern. Aber wir können zumindest versuchen, dort, wo Homosexualität verboten oder Die RainbowLions beim CSD diskriminiert wird, LGBTIQ*-Kollegen/innen ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen, das sich durch Akzeptanz auszeichnet. Welche Ziele verfolgt das Netzwerk nach innen und nach außen? Alexander Piur: Eine Welt ohne Labels. Labels sind wohl eher für Klamotten, aber bitte nicht für Menschen. Jeder soll so sein, wie er ist. Die LGBTIQ*-Community ist in sich sehr divers. Wir als Netzwerk wollen zusammen mit der ING Deutschland die Community stärken, indem wir ganz verschiedene Projekte unterstützen. Nick Jue: Für mich ist das wichtigste Ziel, dass die Menschen, die bei uns arbeiten, sich wirklich frei und akzeptiert fühlen. Wir sind ein offenes Unternehmen und wir wollen „the coolest place to work“ sein. Was sind die zukünftigen Bemühungen des Netzwerkes? Welche Aktionen plant ihr auch nach Corona? Alexander Piur: Wir arbeiten an digitalen Formaten für interne Trainings zum Thema LGBTIQ* für die ING Kollegen/innen und Führungskräfte. Darüber hinaus erhöhen wir unsere Kommunikation im Intranet zu aktuellen Themen der LGBTIQ*- Community, um weiter auf uns aufmerksam zu machen. Wir planen eine Bärchen-Aktion zum Welt-AIDS-Tag, um die Aids-Hilfen zu unterstützen. Natürlich hoffen wir, in 2021 auch wieder einen CSD feiern zu können oder Veranstaltungen mit anderen Unternehmensnetzwerken gemeinsam organisieren zu können. *Interview: Ulli Pridat

SAARLAND Aktionsplan vorgestellt Unter dem Titel „Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identität akzeptieren – gegen Homo- und Trans*feindlichkeit hat die Saarländische Landesregierung nun auch einen Aktionsplan für mehr Gleichberechtigung beschlossen. Der Aktionsplan – kurz LAP – wurde bereits seit langem vom LSVD Saar gefordert. Gemeinsam mit der Interministeriellen Arbeitsgruppe der Landesregierung hat der Verband nun zweieinhalb Jahre am LAP gearbeitet. „Mein Haus wie auch die gesamte Landesregierung hat sich zum uneingeschränkten Ziel gesetzt, diskriminierungs- und gewaltfreie Lebensbedingungen zu schaffen und die Akzeptanz von Vielfalt zu fördern“, erklärte Sozialministerin Monika Bachmann. Auch der LSVD begrüßt den Aktionsplan, betont aber, dass nun der Fokus darauf liegen müsse, die Maßnahmen auch umzusetzen. Der LAP ist online sowie im LSVD Checkpoint als Broschüre erhältlich. Außer Bayern hat nun jedes Bundesland entsprechende Aktionspläne verabschiedet. *bjö www.saar.lsvd.de FOTO: ECE AK, PEXELS.COM, GEMEINFREI RHEIN-MAIN-NECKAR 13 KARLSRUHE Checkpoint- Start in Bruchsal Ab dem 14. Dezember bietet die AIDS- Hilfe Karlsruhe monatlich einen neuen Checkpoint-Termin für STI-Tests an. Das Angebot wurde von der AIDS-Hilfe Karlsruhe geschaffen, da das Gesundheitsamt in Bruchsal keine Tests mehr angeboten hatte. An jedem zweiten Montag im Monat kann man sich nun von 18:30 Uhr bis 20 Uhr im Bürgerzentrum Bruchsal auf HIV sowie andere sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen. Alle Tests sind anonym, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. *bjö 14.12., Bürgerzentrum, Am Alten Schloss 2, Bruchsal, 18:30 – 20 Uhr, www.aidshilfe-karlsruhe.de FOTO: COTTONBRO, PEXELS.COM, GEMEINFREI LUST AUF FLAUSCHIG? In unseren Bettenhäusern finden Sie nicht nur das Kissen Ihrer Träume, sondern die größte Auswahl in allen Bereichen des Schlafs. 2X IN FRANKFURT UND 1X IN BAD HOMBURG www.betten-zellekens.de

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.