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gab August 2021

46 REISE ADÉ FERNWEH!

46 REISE ADÉ FERNWEH! Nach monatelangen Einschränkungen kann man – wenn auch vorsichtig – nun wieder Urlaub planen. Auf den folgenden Seiten stellen wir nicht nur tolle Destinationen vor, sondern geben auch Tipps für’s ökologische Reisen und Wellness-Erholung. *bjö FOTO: VICTOR RODRIGUEZ, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI ÖKOLOGIE Umweltgerechter Urlaub – so geht’s! Nachhaltiges Reisen wird für immer mehr Urlauber*innen zum wichtigen Aspekt ihrer Planung. Karen Wittel ist Expertin für Nachhaltigkeit und bietet als Inhaberin des Reiseveranstalters atambo tours schon seit Jahren sanften Tourismus. Im Interview gibt sie Tipps für umweltgerechten Urlaub. Was verbirgt sich hinter den Begriffen „sanfter Tourismus“ und „nachhaltiges Reisen“? Nachhaltiges Reisen ist kein geschützter Begriff, wie zum Beispiel „bio“. Für mich bedeutet es im Einklang mit Mensch, Tier und Natur zu reisen. Es geht also nicht „nur“ um den CO 2 -Fußabdruck. Es bedeutet, dass uns die Menschen in den Zielländern wichtig sind. Wir arbeiten als Reiseveranstalter mit den Leistungsträgern in den Zieldestinationen direkt zusammen. Deshalb können wir sicherstellen, dass die Kollegen die gleichen Kriterien an Nachhaltigkeit haben wie wir selbst. Gemeinsam identifizieren wir zum Beispiel ökologisch geführte Unterkünfte, passende Guides und neue Ziele jenseits der Massen und wir unterstützen Umwelt- und Artenschutzprojekte. Unsere Partner bieten ihren Mitarbeitern faire Arbeitsbedingungen und stehen für Kinderschutz ein. Um auf den CO 2 -Fußabdruck zurückzukommen: Wir kompensieren die entstandenen Emissionen der An- und Abreise mit „atmosfair“. Das sind bei einer Fernreise schnell mal weit über 100 Euro. Ist nachhaltiger Urlaub ein Luxus, den sich nur wenige leisten können? Die Antwort lautet klar: nein! Nachhaltigkeit bedeutet einfach „bewusst“ reisen. De facto ist es im ersten Schritt auch ein wenig Fleißarbeit. Denn anders als im Supermarkt, wo ich die Wahl habe zwischen „bio“ und „nicht-bio“ ist es beim Reisen nicht so einfach, zwischen greenwashing und gelebter Nachhaltigkeit zu unterscheiden. In jedem Fall gilt: Mit ein paar wenigen Regeln lässt sich viel bewirken. Muss man, wenn man nachhaltiges Reisen ernst nimmt, nicht zu Hause auf dem Balkon bleiben? Aus meiner Sicht ist das A und O die clevere Planung. Lieber nicht so oft verreisen, dafür dann länger. Bei den Reisezielen kreativ sein – es muss doch nicht unbedingt Barcelona sein, richtig? Und dann ist da noch die Frage des „wie bewege ich mich fort“? Mobilität ist ganz klar die Achillesferse des Reisens. Wer nicht kompensieren kann oder will, könnte bei der Fernreise den Direktflug wählen anstatt die Umsteigeverbindung. Denn bei Start- und Landung wird besonders viel CO 2 emittiert. Auf der Kurzstrecke bis 800 km sollten Alleinreisende die Bahn oder den Bus wählen oder sich mit anderen ein Auto teilen. atambo tours ist Mitglied und ich bin die Regionalleiterin im Verband für Nachhaltiges Reisen „forum anders reisen“ und wir verfolgen die Vier-Säulen-Strategie: 1. Vermeiden, 2. Reduzieren, 3. Informieren, 4. Kompensieren – für alle Emissionen, die sich trotz sorgsamer Reiseplanung nicht vermeiden lassen. www.atambo.de Das komplette Interview mit weiteren Tipps zu den verschiedenen Zertifizierungen gibt’s auf www.männer.media/ regional/gab FOTO: ATAMBO.DE

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.