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GAB August 2019

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30 GESUNDHEIT Gesund und

30 GESUNDHEIT Gesund und Fit In unserem Gesundheits-Special bringen wir nicht nur News aus den Bereichen HIV und Aids, sondern geben auch Tipps zur Zahngesundheit – alles für ein besseres Wohlbefinden! FOTO: STEFAN STEFANCIK, PEXELS.COM, GEMEINFREI PREP VS. REALITÄT Seit gut einem Jahr gibt es die PrEP als offizielles Medikament im Portfolio der HIV-Prävention. Dr. med. Alexander Bodtländer von der Praxis im Nordend zieht eine Zwischenbilanz. Welche Erfahrungen hast du in eurer Praxis mit der PrEP gemacht? Wenn wir beraten, empfehlen wir die PrEP immer als eine zusätzliche Maßnahme um sich vor HIV zu schützen. Wir empfehlen immer auch das Kondom, zum einen wegen des Schutzes vor anderen STIs, aber auch, weil keine Präventionsmaßnahme 100 prozentigen Schutz bietet. Darauf reagieren die meisten mit Verwunderung. Und ohne jetzt moralisch zu sein, habe ich das Gefühl, dass es da eine gewisse Diskrepanz in der Wahrnehmung gibt. Ich habe Patienten, die jahrelangen Safer Sex mit Kondomen gewohnt sind und wo nie was passiert ist, und die sich jetzt wundern, wenn sie mit der PrEP plötzlich eine andere Geschlechtskrankheit bekommen. Andersrum gibt es gerade bei jungen Leuten das Phänomen, dass sie die PrEP unbedingt haben wollen, weil sie ansonsten keine Dates mehr bekommen. Wer auf Kondome besteht, wird fast schon diskriminiert. Und dann hatte ich auch schon einen Fall, wo ein Hetero die PrEP für einen geplanten Sexurlaub in Asien verschrieben haben wollte und sich wunderte, was da an Vor- und Nachuntersuchungen dranhängt. Die Wahrnehmung der PrEP ist also oftmals sehr selektiv. Was sagst du solchen Patienten? Wenn wie beim Urlaubsfall gar keine Indikation für die Verschreibung von PrEP besteht, sage ich das auch ganz klar. Und wer von Dritten dazu gedrängt wird, den bestärke ich darin, es so zu machen, wie er sich wohl und sicher fühlt. Ganz ehrlich: So viele Leute, wie im Netz behaupten, PrEP zu nehmen, kann es gar nicht geben! Wieso ist die PrEP in manchen Fällen nicht sicher? Das kann an vielen Faktoren liegen. Meistens lässt es sich auf Einnahmefehler zurückführen, es gibt aber auch andere Fälle, die derzeit noch erforscht werden müssen. Das war im HIV-Bereich eigentlich auch schon immer so ... Ja, wobei wir uns heute in einer ganz anderen Sphäre bewegen. Früher ging es darum, den Tod zu verhindern. Heute geht es darum, etwas zu verhindern, was noch gar nicht da ist. *Interview: Björn Berndt www.praxis-im-nordend.de FOTO: BJÖ

GESUNDHEIT 31 FOTO: ALLINONEMOVIE, PIXABAY.COM, GEMEINFREI PREP Ein Infoabend Seit gut einem Jahr ist die PrEP in Deutschland offiziell erhältlich und gehört zur Auswahl der Präventivmaßnahmen, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Konkret bedeutet die PrEP, als HIV-negative Person ein HIV- Medikament einzunehmen, um sich vor einer Ansteckung mit HIV zu schützen. Um die neue Präventionsmöglichkeit genau verstehen zu können, lädt KOSI.MA, das Kompetenzzentrum für sexuell übertragbare Krankheiten in Mannheim, zu einem Infoabend. Die Referenten Patrick Deege und Jörn Valldorf erklären, wie die PrEP wirkt, wie sicher sie ist und für wen sie überhaupt geeignet ist. Außerdem bekommt man Informationen darüber wie man die PrEP erhalten kann, welche Maßnahmen vor und im Verlauf der Einnahme zu beachten sind. Im Schluss an den Vortrag bleibt Zeit genug, um sich mit PrEP-Nutzerinnen und -Nutzern über die Methode auszutauschen. *bjö 7.8., KOSI.MA, Max-Joseph-Str. 1, Mannheim, 19 Uhr, www.kosima-mannheim.de Let’s talk about Chemsex FOTO: NORIDAH YAZID, PEXELS.COM, GEMEINFREI Sex und Drogen – für einige Menschen hat diese Kombination einen hohen Stellenwert bei der Auslebung ihrer Sexualität. Da das Phänomen in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen hat, hat die AIDS-Hilfe Frankfurt reagiert und klärt mit gesonderten Beratungsangeboten über ChemSex auf. Neben einer Gesprächsgruppe, die sich einmal wöchentlich zum offenen Austausch von Informationen, Erfahrungen und Risiken trifft, gibt es die Info-Reihe „Let’s talk about ChemSex“, die ein offenes Forum bietet, das neben der Möglichkeit zur Diskussion auch Aufklärung über Risiken von Drogengebrauch im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Krankheiten beinhaltet. Zwei Veranstaltungen der Reihe „Let’s talk about Chemsex“ gab es bereits im Switchboard und in der bASIS, die dritte findet im August im Stall statt. Als Referent*innen sind Dr. Martin Viehweger von der Praxis Cortes in Berlin und Kitty Bambule von den Love Rebels Frankfurt vor Ort. Der Eintritt ist frei, auch Frauen sind zur Veranstaltung willkommen. *bjö 1.8., Stall, Stiftstr. 22, Frankfurt, 19 Uhr, www.frankfurt-aidshilde.de N = N Nicht nachweisbar = Nicht übertragbar Menschen mit HIV und einer nicht nachweisbaren Viruslast übertragen HIV nicht auf ihre (Sex-) Partner*innen! AIDS-Hilfe Baden-Württemberg Mit Unterstützung von:

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