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GAB April/Mai 2020

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Das schwul/lesbische Magazin für die Region Rhein Main Neckar und Stuttgart

REISE FOTO: SPARTACUS

REISE FOTO: SPARTACUS SCHWUL IN JAPAN Mit seiner jahrtausendealten Kultur, die sich zum Teil bis heute modernen Einflüssen widersetzt, gilt Japan als eines der faszinierendsten Reiseländer Asiens. GRUPPENREISEN NACH THAILAND & ISRAEL Der deutsche LGBTIQ*-Reisespezialist Pinktours hat für 2020 zwei Gruppenreisen im Programm. Bereits im April startet eine „Men only“-Reise zum thailändischen Neujahrsfest „Songkran“ nach Bangkok und Koh Samet. Auf dem Programm der zwölftägigen Reise stehen unter anderem Aktivitäten in Bangkok, ein Besuch der alten Hauptstadt Ayutthaya sowie die Teilnahme an der zu Songkran üblichen Wasserschlacht. Im Anschluss geht es zum Baden auf die Insel Koh Samet. Anfang Juni findet zudem eine Gruppenreise zum Pride nach Tel Aviv statt. Neben der Teilnahme am Pride stehen Ausflüge nach Jerusalem, Masada und ans Tote Meer auf dem Programm der neuntägigen Reise. Beide Touren finden mit Airlines der Lufthansa-Group statt und beinhalten vor Ort eine deutschsprachige Reiseleitung. *dax Wer vor Ort einen Ausflug in die vielfältige LGBTIQ*-Szene unternehmen will, tut sich jedoch oft schwer. Helfen soll dabei die neue Website Rainbow- NightOut – ein von der Japan Tourism Agency und regionalen Regierungen unterstütztes Projekt, das Besuchern die Orientierung in der Szene erleichtern soll. Die Website gibt einen Überblick über Bars, Klubs, Restaurants sowie anstehende Termine. Aktuell gibt es dort Informationen über die Präfektur Okinawa sowie die Millionenmetropole Osaka. Während die Inselwelt von Okinawa als tropisches Paradies mit einigen der schönsten Strände des Landes gilt und man in der Hauptstadt Naha an die vierzig Szenebars findet, blickt Osaka auf eine lange Tradition hinsichtlich Japans LGBTIQ*-Geschichte zurück. 1950 eröffnete hier Japans erster schwuler Cruisingspot, und auch die erste Dragqueen-Party des Landes, „Diamonds Are Forever“, debütierte hier im Jahr 1989. Heute ist Osaka mit über einhundert Szenebars nach Tokio die Stadt mit der zweitgrößten LGBTIQ*-Community Japans. *dax www.rainbownightout.jp FOTO: OUTASIATRAVEL.COM www.pinktours.de FOTO: GOTHAIBEFREE.COM NEUE LGBTIQ*-BROSCHÜRE Mit einer neuen Broschüre für LGBTIQ*-Touristen informiert die Tourism Authority of Thailand (TAT) über die Vielfalt unterschiedlicher Regionen und zu verschiedenen Themenbereichen. THAILAND Neben „Strand & Wellness“ mit Tipps für Inseln wie Koh Samui, Phuket oder Koh Phayam, finden sich unter dem Bereich „Natur & Abenteuer“ Hinweise auf Nationalparks wie den Doi Ithanon bei Chiang Mai oder die Inselwelt von Ang Thong. Weitere Themenbereiche sind „Kunst & Kultur“, „Kulinarik“ sowie „Lifestyle & Shopping“. Natürlich kommen auch Tipps für Thailands abwechslungsreiche LGBTIQ*-Szene nicht zu kurz – etwa der auf Phuket, in Chiang Mai oder Pattaya. Der Hauptstadt Bangkok wird ein eigenes Kapitel gewidmet, inklusive Tipps für Bars und Partys für Schwule, Lesben und Queers. Die Broschüre „Open to the New Shades“ gibt es über das Thailändische Fremdenverkehrsamt in Frankfurt, am Thailand-Stand während der Internationalen Tourismusmesse ITB (4. bis 8. März) sowie als Download unter www.männer.media/gothaibefree. *dax www.gothaibefree.com

„ WIR SETZEN AUF DIALOG“ FOTO: ITB Rika Jean-François, Commissioner Corporate Social Responsibility bei der Internationalen Tourismusbörse ITB in Berlin, über das Verhältnis der weltgrößten Reisemesse zu Homophobie. Im letzten Jahr sorgte das ITB-Partnerland Malaysia in Zusammenhang mit dessen LGBTIQ*-feindlicher Gesetzgebung für einige Negativschlagzeilen, nicht zuletzt, weil der bei der Eröffnungspressekonferenz anwesende Tourismusminister die Existenz von Schwulen, Lesben und Queers in seinem Land schlicht leugnete. Welche Konsequenzen hat die ITB aus diesem Vorfall gezogen? Wir haben dies nicht unkommentiert gelassen und haben ja bereits während der ITB im letzten Jahr das Thema aktiv angepackt. So haben wir z. B. in Zusammenarbeit mit dem LSVD einen asylsuchenden malaysischen Transmann mit seiner Partnerin eingeladen, der auf zwei ITB-Veranstaltungen aus erster Hand von der Situation in Malaysia berichten konnte. Die ganze Debatte führte darüber hinaus aber auch zu der Konsequenz, dass wir inzwischen im Bewerbungsverfahren für zukünftige Gastländer Kriterien mit aufgenommen haben, die ein Commitment zu Menschenrechten, Nachhaltigkeit und der Entwicklung einer entsprechenden touristischen Strategie einfordern. Diese Compliance-Vereinbarung drückt unsere klare Erwartungshaltung an zukünftige Partnerländer aus, sich mit dem Aspekt Menschenrechte aktiv auseinanderzusetzen. Auch im diesjährigen Partnerland Oman steht Homosexualität – zumindest offiziell – noch unter Strafe. Wie geht die ITB diesmal mit dem Thema um? Der Oman wurde bereits vor unserem Beschluss, eine Compliance-Vereinbarung mit in unsere Bewerbungsunterlagen aufzunehmen, Partnerland der ITB Berlin 2020. Wir haben aber mit den omanischen ITB-Vertretern und dem Ministerium mehrmals und sehr offen darüber gesprochen. Wir setzen auf Dialog. Es gibt zahlreiche Berichte von gleichgeschlechtlichen Paaren, die regelmäßig und sehr gerne in den Oman reisen und das Land und die Menschen als sehr offen erlebt haben. Die Gesetzgebung hinkt da der Realität offenbar hinterher. Das bedeutet natürlich nicht, dass das Thema deshalb nicht mehr angesprochen werden müsste. Wir glauben durchaus, dass der Gastland-Status indirekt zu einer Verbesserung der Menschenrechtslage in dem jeweiligen Land führen kann, wofür es ja bereits Beispiele gibt. Jeder Dialog, der dazu beiträgt, ist ein wichtiger Baustein hin zu weniger Diskriminierung. *Interview: dax

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.