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36 ARCHITEKTUR Ein

36 ARCHITEKTUR Ein Objekt wie das LUNARK Habitat irgendwohin zu transportieren – egal, ob nach Grönland oder auf den Mond –, ist eine echte Herausforderung. Um diese zu meistern, haben sich die Designer Falttechniken von japanischen Origamikünstlern abgeschaut, die das Konstrukt für den Transport weniger voluminös machen. Gleichzeitig wurden ausschließlich leichte Materialien verwendet, die trotzdem hohen Belastungen standhalten können. Denn: Während LUNARK auf den Mond ständig möglichen Meteoriten ausgesetzt ist, leben in Grönland Eisbären, die ein Gewicht von bis zu 650 Kilogramm aufweisen können. Im Inneren der Struktur befinden sich ein Arbeitsplatz, eine Schlafgelegenheit und ein vertikaler Garten, der an der Wand angebracht ist. Ein zirkadianes Lichtsystem imitiert den 24-Stunden-Rhythmus, den wir als Mitteleuropäer gewohnt sind. In Grönland herrschen raue Temperaturen und starke Winde, ganz ähnlich wie auf dem Mond. Geht doch einmal etwas kaputt, verfügt LUNARK über einen 3-D-Drucker, der Ersatzteile für die Außenhülle liefern kann. Die Solarpanels auf der Außenhaut versorgen das Habitat mit Energie. Über den gesamten Zeitraum der Grönlandexpedition überwacht ein digitaler Zwilling alle wichtigen Funktionen von LUNARK. Eine künstliche Intelligenz kann so Probleme voraussagen, bevor sie entstehen. Neben den Erkenntnissen über den Aufenthalt in einer lebensfeindlichen Umgebung soll das LUNARK- Experiment Aufschluss darüber geben, wie wir unseren Alltag auf der Erde besser gestalten können. Über neunzig Prozent unserer Zeit verbringen wir mittlerweile in Gebäuden. Sebastian und Karl-Johan hoffen, Lösungen für ein optimiertes Raumklima und eine neue Integration von Natur in unseren Wohnungen und am Arbeitsplatz zu finden. *fj www.lunark.space

LEBEN WIE AUF DEM MOND ARCHITEKTUR 37 Die Idee, irgendwann auf fremden Planeten zu leben, ist so alt wie der Traum von der Raumfahrt selbst. Unterentwickelte Beförderungstechnologien in Kombination mit großen Distanzen und unserer eigenen Sterblichkeit sowie kosmische Strahlung und zahllose weitere Probleme machen uns als den Weltraum befahrende Spezies allerdings noch zu schaffen. Das dänische Designbüro SAGA unter der Leitung von Sebastian Aristotelis und Karl-Johan Sørensen haben nun ein Habitat entwickelt, das zumindest ein zeitweises Leben auf unserem Trabanten, dem Mond, möglich machen soll. Getestet wird der Prototyp in Grönland.

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.