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CHECK Ost #1

POTENZ lenkschmerzen,

POTENZ lenkschmerzen, bei Viagra eine vorübergehende Veränderung des Farbsehens festgestellt worden. Die Mittel sind zwar rezeptpflichtig, aber übers Internet doch leicht zu bekommen … Das stimmt, der Markt ist groß, der Gang zum Arzt unbeliebt. Aber es gibt viele Angebote aus zweifelhaften Quellen und in Fälschungen können Stoffe enthalten sein, die da nicht hineingehören. Die im offiziellen Handel befindlichen Produkte werden kontinuierlich überwacht, also empfehle ich dringend, auch diesen Vertriebsweg zu nutzen. Mittlerweile sind auch die Original-Präparate günstig zu haben. Es gibt also keinen Grund, ein Risiko einzugehen. Ist die Entwicklung vorangeschritten, hat sich seit 1998 etwas getan in Sachen Potenzmittel? Der Wirkstoff Sildenafil war damals die Benchmark, da hat Viagra die Latte im wahrsten Sinne des Wortes hochgelegt. Mit Tadalafil konnte 2003 die Wirkung verlängert werden. Und 2014 kam Avanafil, das eine schnellere Wirkung versprach. Aber abgesehen davon, dass in der Hinsicht nicht mehr so viel zu gewinnen ist, hat es sich kaum durchgesetzt. … ist es aber nicht, denn die Nadel ist unglaublich dünn und der Stich ist kaum spürbar. Kaputt machen kann man da nichts, wenn man es richtig macht. Diabetiker müssen sich auch täglich Spritzen setzen, das bekommt man hin. Potenzmittel sind ja ein klassisches Männerthema - gibt es eigentlich auch für Frauen Präparate zur Luststeigerung? Aus Sicht der Pharmazie werden Frauen heute noch so behandelt wie Männer vor 300 Jahren (Stichwort Einhornpulver). Aber das Ganze ist bei Frauen auch ein schwierigeres Thema, der Auslösereiz, der immer gegeben sein muss, ist hier einfach weniger klar zu verorten. Aber unter uns: Die Frage nach Luststeigerung bei Frauen ist mir in über 20 Jahren noch nie gestellt worden. Regenbogen Apotheke Sonnenstraße 33, 80331 München www.hieristsgesund.de Gibt es sanfte oder homöopathische Alternativen? Da wird viel versprochen, aber nachgewiesen ist nichts, was in der Wirksamkeit auch nur annähernd an die PDE-5-Hemmer rankommt. Alternativ gibt es mittlerweile eine Penisspritze. Ist die zu empfehlen? Die funktioniert in der Tat gut. Sie wurde ursprünglich für Gelähmte eingesetzt, wirkt aber auch bei Männern, die mit PDE-5-Hemmern nicht klarkommen – und das sind immerhin rund 30%. Man spritzt sich den Wirkstoff, zum Beispiel Alprostadil, seitlich direkt in den Schwellkörper. Das klingt ein bisschen gruselig … 68 CHECK OST #1

POTENCY VIRILITY Interview: Bernd Müller ENGLISH Since Viagra triumphantly entered the market in 1998, potency enhancers have been a global bestseller. But do they really work as they are promised? And do they hold any possible dangers? Werner Schelken, a pharmacist at the Munich Regenbogen Apotheke clarifies this – and a lot more. Wenn es um Erektionen geht, hat man alles hergenommen, das aufragt – was beispielsweise für Nashörner keine gute Nachricht war und bis heute nicht ist. When it comes to erections, everything that stands up was considered, which was – and still is – bad news for rhinos. Photo: David Clode_unsplash.com The desire for potency is probably as old as humanity... Yes, that’s probably true! Means for manpower have been around for centuries – some work, most don’t. Regardless, people kept on searching and investigating again and again and whatever they came up with sold well. We pharmacists have also earned very well from it over the past centuries. What substances were available before Viagra? Attempts have often been made to assign nature’s form to achieve certain effects. When it comes to erections, everything that stands up was considered, which was – and still is – bad news for rhinos. The so-called “unicorn powder” made from the ground horn of the narwhal was also very well known in the 18th century. And the “Spanish fly”, a powder made from a poisonous beetle, is still on the market. An unpleasant side effect was that people died if they overdosed. Even though the Spanish fly is still sold, it should be administered as a placebo because it is now clear that the original beetle venom can damage cells. Let’s look at today: Viagra came on the market in 1998 – seemingly a breakthrough then. Correct. What’s interesting is that one wanted to treat heart diseases with the active substance contained inside it. In a study, however, the effect was not sufficiently confirmed, so it nearly got canceled. The women agreed, but the men protested. Why? Because the active ingredient improved the men’s potency! In this respect, the discovery was more of a by-product, a decidedly profitable coincidence. There are now several products on the market. How are they different? In principle, Viagra, Cialis, Levitra or Spedra all work in the same way: So-called PDE-5 inhibitors ensure that the smooth muscles, such as those found in the erectile tissue, are filled with blood. All preparations begin to work after 30–120 minutes and develop their maximum power after about 3–5 hours. Then they are slowly flushed out of the body again. Only with Tadalafil (Cialis) does the effect last up to 17 hours. That’s why it sells particularly well. Although we pharmacists don’t like it that much, because CHECK OST #1 69

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