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CHECK NRW #1

ARBEITSLEBEN

ARBEITSLEBEN UNGERECHTIGKEIT MACHT KRANK Der letzte Fehlzeiten-Report des WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) hat aufgezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen einem als fair empfundenen Führungsstil und dem Gesundheitszustand von Arbeitnehmern besteht. 12,4 Prozent derjenigen, die angaben, mit dem Führungsstil ihrer Vorgesetzten unzufrieden zu sein, berichteten über emotionale, psychosomatische und auch körperliche Beeinträchtigungen. WÜTEND, VERÄRGERT, UNGESUND 23,3 Prozent, also fast jeder vierte Befragte, der seine/ihre Chef*in als unfair empfindet, sagte zudem, dass sie in den letzten vier Wochen vor der Befragung nahezu ständig verärgert oder wütend waren. Nur 1,9 Prozent der Beschäftigten einer „fairen“ Führungskraft behaupteten ähnliches. Die Liste geht so weiter: „Unfair“ behandelte Arbeitnehmer leiden unter Erschöpfungszuständen (19,7 Prozent) und Schlaflosigkeit (18,1 Prozent). Im Gegensatz dazu leiden rund doppelt so viele unter Rücken- und Gelenkschmerzen sowie Atemwegs- oder Infektionserkrankungen, und knapp dreimal so viele unter Kopfschmerzen, Magen-Darm- und Herzleiden als bei den „zufriedenen“ Kollegen. Es gibt aber drei wesentliche Punkte, auf die Führungskräfte achten können, um mehr Zufriedenheit bei ihren Angestellten zu bewirken: 1. CHANCENGLEICHHEIT Mitarbeiter*innen sollten wissen, dass sie eine faire Chance haben. Wenn sie dafür hart genug arbeiten, sollten sie eine entsprechende Belohnung dafür erhalten. Diese kann in Form einer Beförderung oder eines Bonus ausfallen. In Meetings sollte zudem generell die Möglichkeit bestehen, sich frei zu äußern und Ideen mit einbringen zu können. Wer aktiv teilnehmen kann, hat automatisch bessere Chancen, sich positiv bemerkbar zu machen. 2. TRANSPARENZ & KOMMUNIKATION Der Prozess, durch den Belohnungen vergeben werden, muss erkennbar und fair sein. Wenn die Mitarbeiter sehen, dass die Kommunikation funktioniert und es ein klares Belohnungssystem gibt, steigt auch automatisch die Motivation. Das liegt daran, dass Belohnungen erreichbar sind und so die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass harte Arbeit geschätzt wird. 3. REGELMÄSSIGES FEEDBACK Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen müssen sich kontinuierlich austauschen: Über das, was erwartet wird, was erreichbar ist, und wann und wie besonderer Einsatz entlohnt wird. Dazu gehört Ehrlichkeit und Offenheit, denn nur so ist eine konstruktive Kommunikation möglich. Wenn jemand nicht genug leistet, ist es wichtig, dies fair aber zeitig mitzuteilen. Das gilt aber auch umgekehrt: Wer sich durch die Führungskraft schlecht behandelt und überfordert fühlt, muss dies ansprechen. (ts) 30 CHECK NRW #1

WORK LIFE INJUSTICE MAKES YOU SICK ENGLISH The last absenteeism report by the WIdO (Scientific Institute of the AOK) showed that there is a connection between the health of employees and a leadership style that is perceived as fair. 12.4% of those who stated that they were dissatisfied with the management style of their superiors reported negative effects on their emotional, psychosomatic and physical health. ANGRY, UPSET, UNHEALTHY 23.3%, i.e. almost one in four respondents, who perceive their boss as unfair also said that they were almost constantly angry or furious in the four weeks before the survey. In contrast, only 1.9% of the employees of a “fair” manager said the same thing. The list goes on: employees treated unfairly suffer from exhaustion (19.7%) and insomnia (18.1%). When compared to „satisfied“ colleagues, around twice as many suffer from back and joint pain as well as respiratory or infectious diseases, and almost three times as many from headaches, gastrointestinal and heart ailments. However, there are three main points that executives can pay attention to in order to make their employees more satisfied: 1. EQUAL OPPORTUNITIES Employees should know that they have equal chances for improvement and promotion. If they work hard enough, they should be rewarded. In meetings one should also have the opportunity to express oneself freely and contribute ideas. Those who can actively participate automatically have a better chance to receive a promotion if they are heard. Foto: rosinka79_stock.adobe.com 2. TRANSPARENCY AND COMMUNICATION The process by which rewards are given must be discernible and fair. When employees see that communication is working and there is a clear reward system, motivation automatically increases. This is because rewards are attainable and so employees feel that hard work is valued. 3. REGULAR FEEDBACK Employers and employees must continuously exchange ideas: about what is expected, what is achievable, and when and how special efforts are rewarded. This includes honesty and openness, because only then is constructive communication possible. If someone is not doing enough, it is important to report this in a fairly but timely manner. This also applies the other way round: anyone who feels badly treated and overwhelmed by their manager has to address this. (ts,sw,mb) CHECK NRW #1 31

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