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CHECK Nord #4

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prävention Foto: Gunter

prävention Foto: Gunter Valda / unsplash Glaukom-Früherkennung und für Männer ab 65 Jahren einmalig die Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung eines Aneurysmas der Bauchschlagader. ACHTUNG AUCH BEI GESCHLECHTSKRANKHEITEN Zu den gesetzlichen Leistungen zählen außerdem die Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen sowie ein jährliches Chlamydien-Screening für Frauen bis zum 25. Lebensjahr, denn diese weltweit am häufigsten sexuell übertragene bakterielle Erkrankung kann zu ungewollter Sterilität (Frau und Mann), Schwangerschaftskomplikationen und Infektionen der Neugeborenen führen. Allein in Deutschland gibt es nach Schätzungen bis zu 300.000 Neuinfektionen jährlich. Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ergab, dass der Wissensstand zu HIV seit vielen Jahren zwar auf einem hohen Niveau ist. Aber nur 14 Prozent der Bevölkerung sind über Chlamydieninfektionen informiert, trotz steigender Zahlen der sexuell übertragbaren Infektionen (STI), wie etwa Syphilis oder Gonorrhö. In Sachsen, wo die Gonorrhö meldepflichtig ist, haben sich die Fallzahlen pro 100 000 Einwohner zwischen 2001 und 2015 mehr als verzehnfacht. Gonokokken werden nicht nur durch analen oder vaginalen Sex, sondern auch oral über den Rachenbereich übertragen. Gurgeln mit medizinischen Mundspülungen hilft leider nicht. Die immer noch sicherste Vorsorge sind Kondome und Achtsamkeit dabei, was man in den Mund nimmt oder woran man leckt. WIE GESUND IST VORSORGE? Ziel der Vorsorge ist es, Risikofaktoren oder Vorstufen einer Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Wenn etwa während einer Darmspiegelung kleine Darmpolypen entdeckt werden, die sich zu Krebs entwickeln könnten, werden sie gleich entfernt. Allerdings weiß man im Voraus nie, ob sich überhaupt eine Krankheit entwickeln würde oder das Immunsystem des Menschen selbst aktiv geworden wäre. Auch präventive Operationen sind seelisch belastend. Bei den Untersuchungen können zudem Verletzungen entstehen und der Organismus wird durch Röntgenstrahlung unnötig belastet. EMPFEHLUNGEN DER WHO Um die persönliche Entscheidung besser abwägen zu können, hat die WHO (Weltge- 16 CHECK NORD #4

prävention sundheitsorganisation) hilfreiche Kriterien festgelegt: • Es soll nur auf Krankheiten mit ernsthaften Folgen untersucht werden, sodass die Menschen, die an der Früherkennung teilnehmen, auch einen klaren gesundheitlichen Vorteil davon haben können. • Es muss eine ausreichend zuverlässige Untersuchungsmethode zur Früherkennung geben, die selbst nicht schädlich ist. • Es muss eine wirksame Behandlung der früh erkannten Krankheit geben – und es muss nachgewiesen sein, dass diese Behandlung erfolgreicher ist, wenn sie früh eingesetzt wird, bevor Beschwerden auftreten. • Menschen sollten neutral informiert werden, um für sich persönlich abwägen zu können, ob sie an der Früherkennungsuntersuchung teilnehmen möchten oder nicht. (Quelle: krebsinformationsdienst) UND WAS KANN ICH FÜR MICH TUN? Jeder weiß es eigentlich besser, aber man ist halt ein Mensch mit Schwächen: Rauchen, Alkohol, Fast Food und zuckerhaltige Nahrungsmittel sind auf Dauer ungesund. Abendliche Spaziergänge oder sportliche Betätigung sind besser als auf der Couch zu sitzen und Serien zu schauen. Kleine Umstellungen in der Ernährung sowie Freizeitgestaltung können großes Bewirken, wenn man länger gesund und beweglich bleiben möchte. Durch ausgewogene Ernährung erhält unser Körper die für ihn notwendigen Mineralstoffe und Vitamine und nur in bestimmten Lebenslagen / Erkrankungen ist eine Gabe von NEM (Nahrungsergänzungsmitteln) sinnvoll. Bei Dauergebrauch können sogar ungewünschte Nebenwirkungen oder auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Daher sollten NEM am besten immer in Absprache mit Ärzt*innen oder nach Beratung mit der Apotheke eingenommen werden. leicht den Überblick verlieren. Diese Fragen sollen als Leitfaden im persönlichen Vorsorge- Dschungel dienen: • Tritt diese Krankheit überhaupt in meiner Altersklasse auf? • Hat es langfristig gesundheitliche Vorteile, wenn die Krankheit früher entdeckt wird? • Wie oft kommt es zu falschen Testergebnissen? • Wie oft wird eine Erkrankung übersehen, weil man sich vermeintlich sicher fühlt? Man sollte definitiv aktiv bleiben – oder es werden. Ich denke immer: Wenn ich ein Instrument spielen möchte, dann muss ich Noten lernen und regelmäßig Tonleiter üben, auch wenn es nervt. Gelegentlich müssen neue Saiten aufgezogen, das Blättchen gewechselt und das Instrument gestimmt, gereinigt und poliert werden. Egal ob wir nun unseren Körper im Griff haben, ob wir gesund und auch attraktiv bleiben oder uns trotz einer Erkrankung wohl fühlen wollen: Wir müssen daran arbeiten. Grundsätzlich gilt: Wenn man Veränderungen bemerkt oder Beschwerden auftreten, muss man diese ernst nehmen und ärztlich abklären lassen. Mit freundlicher Unterstützung der Witzleben Apotheken Berlin Kaiserdamm 24+26, 14057 Berlin www.witzleben-apotheke.de Autorin: Michaela Medrow Pharmareferentin und Kosmetikerin DIE LANDKARTE IM VORSORGE-DSCHUNGEL Bei so viel Gerede über Vorsorge kann man CHECK NORD #4 17

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.