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CHECK Berlin/Brandenburg #6

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Älterwerden ALT Jeder

Älterwerden ALT Jeder will es werden, keiner will es sein … Der Wunsch nach Jugend und ewigem Leben ist so alt wie die Menschheit. Geschichten über Jungbrunnen oder den Stein der Weisen haben bis in unsere hoch technisierte Welt überdauert und werden selbst noch in Blockbustern aus Hollywood eingesetzt, um das Publikum zu ködern. Wir haben uns mit vielen Gesetzen des Universums angefreundet, mit dem Älterwerden jedoch nicht. Foto: Johnatan Cosens Photography / Unsplasch 40 CHECK BERLIN/BRANDENBURG #6

Älterwerden Viele fürchten regelrecht alles, was mit diesem Wort in Verbindung steht. Und es werden Versuche unternommen, das Ganze so lange wie möglich hinauszuzögern. Das Altern verändert jeden auf unterschiedliche Weise und es ändert auch sich selbst durch Entwicklungen in Forschung und Gesellschaft. Wieso werfen wir also nicht auch hier die Arme in die Luft wie beim letzten Business-Coaching und rufen: „Hurra! Veränderung ist mega!“ Etwa weil wir dieser Veränderung hilflos ausgeliefert sind? Es hilft auch nicht zu wissen, dass ausnahmslos jeder diese Bürde irgendwann einmal tragen muss. CHRONOLOGISCHES UND BIOLOGISCHES ALTER Ab wann man sich alt fühlt und ab wann man per Definition alt ist, hängt mit vielen Faktoren zusammen und wandelt sich mit unserer Lebensweise. Liegt die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer heute bei 78 Jahren, waren es 1957 noch 65,8 Jahre. Mittlerweile gelten Menschen zwischen 60 und 75 als älter, zwischen 75 und 90 als alt und zwischen 90 und 100 als sehr alt. Das sind die Fakten. Aber was ist mit dem Fühlen? Ich bin noch ein gutes Stück von der 60 entfernt, habe den Moment, in dem ich mich zum ersten Mal alt fühlte, aber schon eine Weile hinter mir. Und langsam nistet sich dieses Gefühl häuslich ein, denn alle sind plötzlich jünger: die Kollegen, der Bankberater, die Lehrerin des Patenkinds. Daher spricht man in der Wissenschaft auch von chronologischem und biologischem Alter. Das chronologische Alter bezeichnet das Alter in bewältigten Lebensjahren, so wie es im Pass steht. Das biologische Alter bezeichnet den tatsächlichen körperlichen Zustand und wird durch Bestimmung von Muskelmasse, Sauerstoffaufnahmefähigkeit, Körperfettanteil und Knochendichte errechnet. Hier kann ein durchtrainierter, gesund lebender 50-Jähriger locker einen untrainierten 30-Jährigen mit diversen Lastern in den Schatten stellen. Es ist also noch nicht alles verloren. WAS PASSIERT MIT UNS, WENN WIR ALTERN? Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab, der Energiestoffwechsel verlangsamt sich, man wird anfälliger für Krankheiten und es tritt der ein oder andere Funktionsfehler auf. Und davon sind alle Körperteile betroffen. Jede Maschine hat eine bestimmte Lebensdauer und unser Körper ist einer der komplexesten Mechanismen auf diesem Planeten, also macht er da keine Ausnahme. Wie schnell man altert, ist genetisch veranlagt und wird von äußeren Einflüssen wie dem Lebenswandel oder Erkrankungen in die eine oder andere Richtung gelenkt. Doch die erschütternde Wahrheit ist, dass es ab 25 in manchen Bereichen schon bergab geht. In den 30ern haben viele Körperfunktionen jedoch noch ihre höchste Leistungsfähigkeit, deshalb fallen uns Veränderungen meist erst in den 40ern auf. Viele haben in diesem Alter sicher schon ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich: Die Neonschrift über dem Klubeingang ist plötzlich etwas verschwommen (ohne Vorglühen), die Klubnacht knockt mich das ganze restliche Wochenende aus und beim Aufstehen gebe ich in unbeobachteten Momenten schon mal ein Ächzen von mir. Altern gehört zu unserer Natur und Menschen lieben es, die Natur zu beherrschen. Schauen wir also, wie man sich die einzelnen Stadien des Älterwerdens ein bisschen erleichtern kann. Die 45er DIE ERSTEN WEHWEHCHEN GEWICHT Das auffälligste Merkmal, wenn man die 40 überschritten hat, ist bei den meisten eine schleichende Gewichtszunahme. Der Körper braucht weniger Kalorien, da der Grund- und Leistungsumsatz sinkt. Gleichzeitig sinkt die Lust auf gesunde Nahrungsmittel. Zusätzlich nimmt die Muskelmasse von jetzt an jährlich ein bis zwei Prozent ab, gleichzeitig erhöht sich die Einlagerung von Fett und Wasser in das Bindegewebe. Dadurch kommt es langsam zu einer negativen Verteilung der Körpermasse. Die Muskeln reagieren immer langsamer auf Trainingsreize, sodass sportliche Aktivitäten an die neue Situation angepasst werden sollten und Kaloriensünden wird man plötzlich viel schwerer los als noch vor ein paar Jahren. Achtung: Ein erhöhtes Gewicht verringert die Bewegungsfähigkeit und begünstigt Stoffwechselerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. CHECK BERLIN/BRANDENBURG #6 41

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