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CHECK Berlin #3

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CHECK wendet sich an Schwule und Trans*-Männer jeden Alters, jeder Herkunft oder Weltanschauung. • umfassender Serviceteil mit allen wichtigen Adressen von Beratungsstellen, Apotheken und Ärzt*innen

Psychologie überall

Psychologie überall auftauchen. Einsamkeit und Ablehnung sind die Themen, mit denen viele meiner Klienten zu kämpfen haben. Eine ganz große Sache ist, keinen liebenden Partner finden zu können. Wenn man natürlich tiefer blickt, ist das niemals ein alleinstehendes Problem, eher ein Resultat aus vielen kleinen Schwierigkeiten, die sich darin manifestieren. Oft finden wir in den Gesprächen raus, dass es die eigene Einstellung ist, die einem das Gefühl gibt, man würde nicht akzeptiert oder geliebt. Manchmal bekommt man es gar nicht mit, dass andere Menschen für einen da sein wollen und vielleicht auch an mehr als nur Freundschaft interessiert sind. Dahinter steckt oft das Problem, selbst nicht zu akzeptieren, dass man überhaupt geliebt werden kann. So entstehen natürlich Probleme in Beziehungen. Ich denke, viele haben es schon erlebt, dass ein Partner so viele Ängste oder Probleme mit sich selbst hatte, dass daran die Partnerschaft zerbrochen ist. Einerseits ist es also die eigene Ablehnung, aber auch die Ablehnung innerhalb der Community, die vielen zu schaffen macht. Letztes Jahr haben wir die Mini-Serie „Queer4You“ für den RBB gedreht, wo ich als Teil eines schwulen Teams gezielt Personen in verschiedenen Lebensbereichen geholfen habe. Jetzt drehe ich „Ganz schön Berlin“ ein ähnliches Format, bei dem auch ein junger, schwuler Mann genau unter diesem Problem leidet. Egal wo er sich um Annäherung bemüht, er wird einfach in keiner Community innerhalb der schwulen Szene akzeptiert. Seien es die Bären, die Lederkerle oder die Partyleute, jede Community hat ihre ganz eigenen strikten Regeln, nach denen sie funktioniert. Und da wird auch nicht jeder reingelassen. Von der sogenannten „gelebten Toleranz“ erfährt dieser junge Mann gar nichts. Er hatte noch nie einen Freund und das liegt nicht daran, dass er unattraktiv ist. Viele schwule Männer leiden sehr unter dieser doppelten Ablehnung, von der Gesellschaft, aber auch der eigenen Community. Man muss sich schon sehr verstellen, um akzeptiert zu werden. Einerseits im Alltag und Job, um da einigermaßen angepasst zu bestehen und dann noch in den verschiedenen Nischen in der Szene, um Freunde zu finden. Jemand der anders ist, hat es da wirklich schwer. Eine Lösung dafür kann sein, die eigene Zufriedenheit voranzustellen. Ich selbst habe mich auch lange Jahre nirgendwo zugehörig gefühlt, passte in keine Schublade, galt grundsätzlich als hässlich und war todunglücklich. Bis heute fühle ich mich daher auch keiner schwulen Community zugehörig. Wenn du von allen abgelehnt wirst, kann das sehr zerstörerisch sein. Du kannst es aber umdrehen und als absolute Freiheit werten. Wenn du nirgends reinpasst, musst du dich auch nirgends anpassen. Du kannst selbst entscheiden, wer du bist. Und wenn du an den Punkt gelangst, kommen oft auch genau die Menschen in dein Leben, die zu dir passen. Und sie bleiben dann auch. Ablehnung birgt also auch die Chance für persönliche Entwicklung und Freiheit. Interview: Torsten Schwick Sven Rebel svenrebel.de IG: coach_svenrebel „GANZ SCHÖN BERLIN“ WIRD AB WEIHNACHTEN IN DER ARD-MEDIATHEK ZU SEHEN SEIN UND IM JANU- AR AUCH AUSGESTRAHLT. Nähe ist sexy. Auch wenn gerade Abstand halten angesagt ist: Die Experten der Quartier Apotheken in Berlin- Schöneberg sind ganz nah für Sie da. Maaßenstraße 3 Nollendorfplatz 3-4 Motzstraße 20 Bestell-Hotline 629 39 20 20 quartier-apotheke.de 16 CHECK | AUSGABE 3 Quartier Apotheke. Die Gesundheitsexperten vor Ort.

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.