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CHECK Berlin #1

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CHECK wendet sich an Schwule und Trans*-Männer jeden Alters, jeder Herkunft oder Weltanschauung. • umfassender Serviceteil mit allen wichtigen Adressen von Beratungsstellen, Apotheken und Ärzt*innen

CHEMSEX Das böse Wort

CHEMSEX Das böse Wort mit G Vielleicht kommt dir das bekannt vor: Auf der Sexparty warten alle ungeduldig auf den einen Typen, der G mitbringt. Kaum ist er da und entkleidet, wird das Fläschchen rumgereicht. Jeder, der will, verabreicht sich eine abgemessene Dosis, entweder direkt auf die Zunge oder in einen Softdrink gemixt. Was danach passiert ist durchaus faszinierend: Wer davon genommen hat, ist nach kurzer Zeit gelöst, happy und enthemmt. Irgendwann aber lässt die Wirkung nach und es wird wieder eine Dosis genommen. Oder dazu ein Vodka-Longdrink getrunken. Oder eine Line Koks gezogen. Oder alles zusammen. Teilweise geht es das ganze Wochenende, ohne Pause, so weiter. Wie will man da noch einschätzen wieviel zu viel ist? Mischkonsum ist gefährlich. Jede Substanz wirkt bei jeder Person anders. Wenn verschiedene Substanzen in unterschiedlichen Dosierungen eingenommen werden, steigt das Risiko, im Rausch den Überblick darüber zu verlieren, wieviel man genommen hat. Schnell wird überdosiert Die Spanne zwischen einem als angenehm empfundenen Rausch und der Dosis, die schläfrige oder komatöse Zustände bei Konsument*innen verursacht, ist sehr gering. Zusammensetzung und Reinheit von GHB/GBL auf dem Schwarzmarkt kann nicht überprüft werden. Zu den bekannten Nebenwirkungen gehören Krämpfe, Bewegungsunfähigkeit, Verwirrtheit, Gedächtnisstörung, Schwindelgefühle und oder Erbrechen. Bei G gilt: Immer nur kleine Dosierungen nehmen. Achtung Lebensgefahr Wird G zusammen mit Alkohol, Opiaten oder anderen die Atmung beeinträchtigenden legalen und illegalen Drogen konsumiert, besteht Lebensgefahr. Bei mehreren Konsument*innen Steckbrief GHB/GBL: GHB (Gamma-Hydroxybutyrat) wird im Körper zum Botenstoff GABA umgewandelt. GBL (Gamma- Butyrolacton) und 1,4-Butandiol sind GHB-Vorläufersubstanzen, die vom Körper in GHB umgewandelt werden. hat dieser Mischkonsum zu Atemlähmungen bis hin zum Erstickungstod geführt. Auch Menschen, die HIV-Medikamente einnehmen, müssen unbedingt aufpassen, da die in antiretroviralen Medikamenten enthaltenen Proteasehemmer die Wirkung von G zusätzlich verstärken. Bei akuten Symptomen darf die Person nicht alleine bleiben und es muss sofort ein Notarzt unter 112 gerufen werden. (ts) Strassennamen: G, Liquid Extasy, Fantasy, K.O.-Tropfen Gegenmittel: Es gibt kein bekanntes Gegenmittel, weder zum akuten Runterkommen, noch zur Entwöhnung bei einer Entgiftung. Quellen: Saferparty.ch, Partypack.de Tip: In einigen Ländern stellen Drogenberatungsstellen Tabellenblätter zum Download zur Verfügung. Darauf kann man die Namen aller Partyteilnehmer*innen festhalten und dokumentieren, wer, wann, was und wieviel genommen hat. Macht euch selbst eine solche Tabelle und sorgt dafür, dass eure Gäste ihren Konsum regelmäßig für die Dauer der Party aufschreiben. Achtung: Mit zunehmendem Konsum wird es schwieriger, genau darauf zu achten, was man aufschreibt. Bitte unbedingt auf Korrektheit der Eingaben achten. Am besten ihr entscheidet euch zuvor für einen Schriftführer. 44 CHECK | AUSGABE 1

Inhaber: Dr. Karsten Krause Seestraße 64 13347 Berlin - Wedding Telefon 030 - 45 02 65 25 Freundliche und kompetente Beratung bei Fragen zu HIV und Aids www.prisma-apotheke.de Inhaberin: Barbara Krause Turmstraße 38 10551 Berlin - Tiergarten Telefon 030 - 395 16 23 Freundliche und kompetente Beratung bei Fragen zu HIV und Aids www.arminius-apotheke-berlin.de CHECK | AUSGABE 1 45

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.