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CHECK #3 Bayern

Hautkrebs 6 IRRTÜMER,

Hautkrebs 6 IRRTÜMER, DIE ZU HAUTKREBS FÜHREN KÖNNEN Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Menschen. Allein in Deutschland erkranken mehr als 276.000 Menschen pro Jahr daran. Besonders in den Sommermonaten kursieren viele Gerüchte um den Zusammenhang zwischen UV-Strahlen und Hautkrebs. Welches Risiko bringt das Sonnenbad mit sich und wie können wir uns am besten schützen? 1. ICH GEHE INS SOLARIUM UND BIN SOMIT VOR SONNENBRAND GESCHÜTZT Dem ist leider nicht so. Die künstliche Bräune ist, bedingt durch das dort eingesetzte spezielle Strahlenspektrum, extrem kurzlebig. Nach nur wenigen Tagen wird man bereits wieder blasser. Gleichzeitig setzt du dich im Solarium einer extremen Strahlenbelastung aus, vergleichbar mit der, die zur Mittagszeit am Äquator herrscht, sodass das Hautkrebsrisiko sogar erhöht wird. Verzichte deshalb, wenn möglich komplett auf den Besuch von Solarien. 2. ICH HATTE EINEN SONNENBRAND UND BIN DESHALB GESCHÜTZT Das Gegenteil ist der Fall. Ungeschützte Haut wird durch UV-Strahlen sofort und tiefgehend geschädigt. Zwar kann der Körper dies in gewissem Maße ausgleichen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass geschädigte Zellen in der Haut bleiben und so das Hautkrebsrisiko ebenfalls erhöht wird, auch wenn die Tumore teilweise erst Jahrzehnte später entstehen. Beim Aufenthalt in der Sonne solltest du also lange luftige Kleidung tragen, um deine Haut zu schützen. 3. WENN ICH MICH EINCREME, KANN ICH STUNDENLANGE SONNENBÄDER MACHEN Das stimmt leider auch nicht. Wenn du ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder mehr wählst, wird zwar ein Großteil der UV-Strahlung „geschluckt“. Trotzdem erhöhst du dein Hautkrebsrisiko, da Strahlen in die Haut eindringen und dort Schäden in den Zellen anrichten. Der Schutz wird zusätzlich durch unsachgemäße Anwendung gemindert: wenn eine zu geringe Menge genutzt wird, Stellen vergessen werden oder der Schutzfilm durch Schwitzen und Bewegung geschädigt wird. Sonnencreme ist deshalb stets nur als Ergänzung anzusehen: Kleidungsstücke, die Schultern und Nacken sowie Arme und Beine bedeckt halten, und Kopfbedeckungen sind wichtiger. Achtung: Nachcremen verlängert den UV- Schutz nicht. Es hilft zwar den UV-Schutz aufrechtzuerhalten, sorgt aber nicht dafür, dass die Wirkungsdauer wieder von vorne beginnt. 32 CHECK BAYERN #3

Hautkrebs Foto: Nathan Dumalo / Unsplash 4. ES SIND WOLKEN AM HIMMEL, ALSO BRAUCHE ICH KEINEN SONNENSCHUTZ Das ist nur die halbe Wahrheit. Wolken beeinflussen den Grad der UV-Strahlung zwar, jedoch nach Wolkenbildung sehr unterschiedlich. Während dunkle Gewitterwolken die Strahlen stark abschwächen, gibt es andere Wolkenarten, die den Effekt der Sonne sogar noch verstärken. Im Allgemeinen mindern Wolken die Intensität der UV-Strahlung maximal um 10 bis 50 Prozent. Deshalb solltest du auch an bewölkten Tagen zusätzliche Schutzmaßnahmen zur Reduzierung des Hautkrebsrisikos ergreifen, vor allem in der Mittagszeit. Hinweis: Der UV-Index des Bundesamts für Strahlenschutz bietet tagesaktuelle Prognosen für die verschiedenen Regionen in Deutschland. 5. ICH BIN GEBRÄUNT, DAHER IST MEINE HAUT VOR UV- STRAHLUNG GESCHÜTZT Auch das ist leider ein Mythos. Vielmehr handelt es sich um eine Stressreaktion der Haut. So versucht der Körper, sich vor den krebserregenden Strahlen zu schützen. Wenn diese auf die Haut treffen, entsteht Melanin, ein Farbpigment, das sich um die Zellkerne legt, um das enthaltene Erbgut zu schützen. Die oftmals als attraktiv und gesund empfundene Bräune zeigt somit eine hohe UV-Belastung an. Der Lichtschutzfaktor von gebräunter Haut liegt ungefähr bei vier. Deshalb solltest du, auch wenn du bereits gebräunt bist, weiterhin zu Sonnenschutzmitteln und der schon erwähnten Maßnahme wie sonnengerechte Bekleidung greifen. 6. ICH BIN NOCH JUNG, DAHER BEKOMME ICH SCHON KEIN HAUTKREBS Hautkrebs entsteht nicht von einem Tag auf den anderen. Die meisten Menschen sind deshalb auch schon über 70, wenn sie ihre Hautkrebsdiagnose erhalten. Aber: Zunehmend jüngere Menschen erkranken am gefährlichen „schwarzen Hautkrebs“. Bei Frauen zwischen 20 und 29 Jahren ist der auch als malignes Melanom bekannte Tumor sogar die häufigste Krebserkrankung. Bis zu einem Alter von 55 Jahren ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, bei Frauen höher als bei Männern, dann dreht sich das Verhältnis um. (ts) Quelle: Deutsche Krebshilfe.de CHECK BAYERN #3 33

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