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blu März / April 2021

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18 KULTUR BILDBAND Über

18 KULTUR BILDBAND Über 200 Jahre Tattoo-Geschichte Tätowierungen – jener kernige und dauerhafte Körperschmuck – waren schon in, bevor die Hipster sie ab den 2000ern zelebrierten. Einst – und oft immer noch – Ausdruck bestimmter Erlebnisse, Clan- und Gangzugehörigkeiten, vor allem aber Körperschmuck mit langer Geschichte und weltweiter Tradition. Das Buch „TATTOO. 1730s – 1970s. Henk Schiffmacher’s Private Collection.“ vom TASCHEN Verlag nimmt in einer nummerierten Erstauflage von 10.000 Exemplaren mit auf eine Reise durch die Zeit. Es ist ein Einblick in die Passion von Tätowierkünstler, Philosoph und Historiker Henk Schiffmacher, die Bilder sind von ihm ausgewählt und kommentiert. *rä Foto: Tommy Stephens, 1940er, die Tätowierungen sind von Bert Grimm, Courtesy of the Schiffmacher Tattoo Heritage Henk Schiffmacher, Noel Daniel: „TATTOO. 1730s – 1970s. Henk Schiffmacher's Private Collection.“, Hardcover, 29 x 38,8 cm, 5,56 kg, 440 Seiten, 125 Euro, www.taschen.com KINDERBUCH Wann ist der richtige Zeitpunkt? Das „Problem“ für viele Eltern ist, dass sie einfach nicht wissen, wann der richtige Zeitpunkt denn nun ist, mit den lieben Kleinen über Trans*- und Homosexualität zu sprechen. Wer Glück hat, der hat ein homosexuelles oder trans* Familienmitglied und kann anhand von Beispielen und ohne das Thema Sex anzutasten, über andere Lebensformen sprechen. Wer diesen Segen nicht erfahren hat, dem kann dieses Buch helfen, den Kindern zu zeigen, dass es nicht nur Mann und Frau gibt. Yannick-Maria Reimers Buch „Das Geheimnis hinter dem Regenbogen“ sei ein „buntes Mutmach-Buch für alle Regenbogen-Menschen“. Sprich: Ein Buch, das nicht mit Sex erschreckt, sondern aufzeigt, dass Vielfalt zur Welt und Gesellschaft gehört, dass nichts besser oder schlechter ist. Erzählt wird von Maxie und anderen elfenähnlichen Wesen, die hinter dem Regenbogen leben – in verschiedenen Farben und Formen, sie denken und fühlen unterschiedlich. Doch Maxie fühlt sich in keiner der Farben dort wohl. Also entschließt Maxie (bisher blau), einfach mal eine andere Farbe zu wählen: Gelb. Doch als die Farben sich vermischen wird Maxie grün. Das war so nicht gewollt. Und jetzt soll noch das eigene Verhalten geändert werden! Maxi wird traurig, denn es gibt nichts, wo Maxie dazugehört. Gut, dass die weise Farbe Orange einen Rat hat (im Buch optisch an eine liebenswerte Oma erinnernd gemalt). Farbenfroh umgesetzt, kluge Gedanken schnell verständlich verarbeitet. Ein Buch, das man verschenken kann (und fast sollte). Ein Buch, das helfen wird. *rä www.alibri.de

KULTUR 19 FOTO: M. POURSANIDOU INTERVIEW CASSANDRA STEEN über Lockdowns und Familie Durch Hits wie „Darum leben wir“, „Tanz“ und „Stadt“ oder auch ihre Klassiker mit der Band Glashaus („Haltet die Welt an“, „Wenn das Liebe ist“ ...) wurde Cassandra Steen zu einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Sängerinnen, höchste Zeit, mit ihr zu sprechen. Wie gehst du als Künstlerin und Privatperson denn mit Lockdowns um? Künstlerin und Privatperson ist bei mir eins. Nun, es ist sehr zäh, es ist nicht einfach! Für viele Selbstständige ... Nicht nur in der Musik hat man wenig oder keine Überbrückungsmöglichkeiten. Man hat das Gefühl, dass das Wertgefühl noch weniger wird als schon vor Corona. Die Zeiten sind gerade sehr nervenzehrend. Viele Themen werden gerade diskutiert, wobei ich mir gerade wünschen würde, dass man sich nicht nur beschwert, sondern versucht, Lösungen zu finden. Hilft dir deine Religion im Alltag? Meine Großmutter ist religiös, daher beschäftigte ich mich viel mit Religion. Mein Opa ist eher philosophisch ... Ich glaube daran, dass Glaube Berge versetzen kann, ich denke, dass es sehr viel ausmacht, dass Menschen sich an etwas halten können. Und solange dieser Glaube nicht missbraucht wird, ist dagegen nichts einzuwenden. Ich kann nicht sagen, dass es einen Gott gibt, aber auch nicht, dass es keinen gibt. Was tust du, wenn du merkst, ohne Namen zu nennen, dass Künstler, mit denen du schon zusammengearbeitet hast, Dinge auf Social Media posten, die womöglich sehr weit weg sind von dem, was du denkst? Es kommt immer darauf an, wie eng man mit demjenigen ist. Wir haben auch innerhalb der Familie schon mitunter Diskussionen gehabt über etwa die Wahl in den USA. Wenn Äußerungen kommen, die ich absolut nicht teile, wird ein Stück weit mental der Versuch gemacht, sich von der Aussage, nicht von der Person, zu distanzieren. Ich versuche, das einzuordnen und nicht nur zu verurteilen. Ich hake da lieber ein, als dass ich mich von der Person abwende. Ich glaube, wenn man sich von Menschen abwendet, wird es nur schlimmer. Ich versuche, mit ihnen zu reden. Manch einer war schon immer für mich da, da versuche ich abzuwarten, solange Menschen nicht zu Schaden kommen. Ich bleibe aber nicht neutral bei manchen Postings, doch ich versuche, die Person noch zu erreichen. Worauf freust du dich in diesen Tagen? Ich vermisse Spontantreffen mit Freunden zum Essen, auf die freue ich mich wieder. Ich koche gerne viel und lade dann ein, das geht ja gerade leider nicht. *Interview: Michael Rädel

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