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blu Mai / Juni 2021

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DESIGN BESTES AUS

DESIGN BESTES AUS ARCHITEKTUR JAPAN Der japanische Architekt Shigeru Ban ist ein Paradebeispiel dafür, dass man niemals nur an die unmittelbaren Tätigkeiten des eigenen Berufs gebunden ist. Er hat bewiesen: Der Blick über den professionellen Tellerrand kann die Karriere sogar vorantreiben. Seine humanitären Bemühungen auf internationalem Boden haben ihm nicht nur den Ruf eines engagierten Philanthropen eingebracht, sondern auch den wichtigsten Preis der Architekturszene. Shigeru Ban wurde 1957 in Tokio geboren. Er studierte am Southern California Institute of Architecture in Los Angeles und später an der Cooper Union’s School of Architecture in New York. Das Resultat sowohl japanischer als auch westlicher Stileinflüsse lässt sich heute gut an Bans Arbeiten ablesen. Bekannt wurde er aber vor allem durch den Einsatz von Papier und Pappe als Baumaterial. Papier wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und kann vollständig recycelt werden. Ban wird deshalb auch zu den Vertretern des sogenannten Ökologischen Bauens gezählt. So schuf er 2013 eine Kirche in Neuseeland, die teilweise aus Karton besteht, und zeichnete bereits im Jahr 2000 für den japanischen Pavillon auf der Expo in Hannover verantwortlich, für das vornehmlich die Ban-typischen Pappröhren verwendet wurden. Seit 1995 setzt er sich außerdem für die Katastrophenhilfe ein, für die er ein eigenes Netzwerk von Architekten (Voluntary Architects’ Network) gründete. Mithilfe von simplen Materialien wie Papier, Pappe, Bierkästen oder Sandsäcken hat Ban Notunterkünfte in der ganzen Welt geschaffen, die schnell auf- und abzubauen sind. Für seine Aktivitäten als Architekt und Wohltäter erhielt er 2014 den Pritzker Architecture Prize. Der TASCHEN Verlag hat Shigeru Ban ein Sammelwerk seiner wichtigsten Arbeiten gewidmet. *fj www.shigerubanarchitects.com / www.taschen.com „Shigeru Ban. Das vollständige Werk 1985 – 2015“, Philip Jodidio, Hardcover, 22,8 x 28,9 cm, 2,90 kg, 568 Seiten

ARCHITEKTUR THE YORK DESIGN HOUSE Architekt Alex Nerovnya erlangte dank dem ungewöhnlichen Einsatz von Glas und dem Spiel mit geometrischen Formen Bekanntheit über die Grenzen seiner russischen Heimat hinaus. Das im letzten Jahr von ihm konzipierte York House verbindet seine beiden großen Stärken auf ungewöhnliche Weise. Eigentlich könnte das York House ein ganz normales Ferienhaus in irgendeinem Tannenwald in Nordosteuropa oder Kanada sein, wenn es nicht mit einer Front daherkäme, die anmutet, als hätte jemand das Gebäude in der Mitte schlichtweg durchgeschnitten und die andere Hälfte weggeworfen. Darüber hinaus hat Alex Nerovnya die klassische Form des Spitzdachhauses leicht entrückt und die links und rechts vom Mittelblock verlaufenden Seiten einige Meter versetzt angelegt. Das ausgefallene Design soll zum einen die Interaktion mit der natürlichen Umgebung intensivieren und das Gefühl aufkommen lassen, Innen- und Außenbereiche würden verschwimmen. Zum anderen will Nerovnyas Entwurf einer bereits unzähligen Male verwendeten Form einen modernen Anstrich verleihen. Insgesamt sollen auf 200 Quadratmetern bis zu acht Personen in vier Schlafzimmern Platz haben. *fj en.alex-nerovnya.com

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.