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blu Mai / Juni 2021

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20 STYLE KULTUR

20 STYLE KULTUR NACHGEFRAGT MARKUS PABST: „Wir sind ja nicht nur wegen des Geldverdienens Künstler geworden“

FOTOS: R. PATER Der Mann hinter legendären Artistik-Shows gilt als Punk und Poet unter den Varieté- Machern Deutschlands. Seit über einem Jahr gibt es nun fast keine Shows mehr, wir fragten nach. Wie geht es dir in der Pandemie-Zwangspause? Mir geht es noch relativ gut, da ich innerhalb des letzten Jahres ja noch einige Monate spielen konnte, anfangs noch im Berliner Wintergarten Varieté, unter Auflagen und unter Einhaltung aller Auflagen war dann auch etwa das GOP (bundesweit gibt es Varietés des Georgspalasts, Anm. d. Red.) offen. Uns Künstlern geht es allen schlecht, wir sind ja nicht nur wegen des Geldverdienens Künstler geworden … Im Kopf geht es uns allen schlecht. Wir haben etwas zu sagen und das nimmt man uns. Verliert man das Vertrauen in die Politiker? Sie wirken ideenlos und beharren auf dem, was nicht oder nur schlecht funktioniert. Wir haben eine Pandemie, wir alle wollen nicht, dass jemand stirbt. Aber ich finde nicht, dass alle getroffenen Maßnahmen richtig waren. Wenn man sagt, man wolle alte Menschen schützen, dann muss man dafür auch etwas tun. Und ich denke nicht, dass das letzten Sommer passiert ist. Wir müssen uns international austauschen, es sterben auch viele junge Leute an den Folgen der Pandemie, die „Dritte Welt“ etwa leidet massiv. Hältst du Kontakt zu deinen Künstlern? Hauptsächlich über Social Media, aber ich versuche auch, je einen Freund zu treffen. Proben sind ja noch unter Einhaltung der Auflagen erlaubt. Die Artisten proben in unserer Halle an ihren Darbietungen und Stücken. Man muss sich Aufgaben geben, um etwas zu tun zu haben. Ich habe viel mit Jack Woodhead zusammengearbeitet, das war meine Hauptaufgabe, den „Hellen Wahnsinn“ zu überarbeiten, als Musical, vor allem die Charaktere der Figuren zu vertiefen. Auf Social Media kann man dich jetzt mehr als früher als Fotograf wahrnehmen … Es gibt ja diese zwei Namen für mich, Markus Pabst und Robert Pater. Die Presse hat früher meine Stücke beschrieben und dann stand da über einer Kritik über ein Stück von Markus Pabst, „Foto: Markus Pabst“. Das wirkte auf mich so, als ob ich die Kritik beeinflusst hätte, das wollte ich nicht. Daher nannte ich mich als Fotograf Robert Pater. Jetzt in der Pandemie guckt man dann, was man so alles gemacht hat. Meine Fotos waren schon in der „Times“ und anderer internationaler Presse, auch habe ich vor langer Zeit mal einen recht erfolgreichen Bildband über die Ceasar Twins herausgebracht, einer der Zwillinge ist übrigens mein Partner in der Firma. Worauf legst du wert bei einem Foto? Meine Fotos dienten immer der Theaterschiene, waren ein Geschenk an den Künstler. Es sind immer relativ einfache Bilder, aber sie haben eine gewisse Stärke. Mein Gegenüber soll sich so darstellen können, wie er es will. *Interview: Michael Rädel Alle 11 Minuten 1) verliebt sich ein Single mit 1) Hochrechnung aus Nutzerbefragung 2016, Deutschland

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