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blu Januar/Februar 2021

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MUSIK NACHGEFRAGT FOTO:

MUSIK NACHGEFRAGT FOTO: P. HÜTTEMANN KELVIN JONES Er sang schon für ALLE FARBEN, Lost Frequencies, YOUNOTUS und auch zusammen mit Glasperlenspiel, Ilira, Alexa Feser und Stefanie Heinzmann. Wir chatteten mit dem Wahlberliner aus Simbabwe. Du arbeitest gerne mit Dance- Producern zusammen, oder? Liebend gerne! Ich höre ja immer Dance- Pop, es macht viel Spaß, wenn ich mein Schreiben mit einem Dance-Producer kombinieren kann und wir einen Song machen können, der alle in gute Stimmung versetzt. Tanzt du gerne? Als ich in Simbabwe aufwuchs, gab es alle paar Monate einen neuen Tanzevent, sodass man ein oder zwei Dinge über Rhythmus lernen konnte. Diese Freude „... besser als je zuvor“ durchs Tanzen und fröhliche Musik teilen zu können, hat mir wirklich die Augen geöffnet. Wie trafen dich als Künstler die Lockdowns? Die Hauptsache ist natürlich das Fehlen von Shows. Mein Sommer sah 2020 ganz anders aus als in den letzten Jahren. Einerseits ist es total beschissen, nicht in der Lage zu sein, meine Lieblingssache auf der Welt zu machen, live zu spielen und so unmittelbar mit Menschen in Kontakt zu treten, andererseits hat es mir ermöglicht, mich auf meine Produktionen zu konzentrieren, die sind jetzt besser als je zuvor. Worüber freust du dich gerade? Neue Dinge zu entdecken. Weil ich jeden Tag daran arbeite, ein besserer Produzent und ein besserer Songwriter zu werden, fühle ich mich wie ein Schwamm. Ich nehme sooo viele Informationen auf. Das ist eine wirklich aufregende Zeit in Sachen Lernkurve. *Interview: Michael Rädel www.facebook.com/kelvinjones

RETRO Zum 20-Jährigen auf Vinyl Gleich drei UK-Nummer-eins-Hits finden sich auf dem dritten Album der Spice Girls: „Holler“, „Goodbye“ und „Let Love Lead the Way“. Trotzdem war es das letzte Werk der damals zum Quartett geschrumpften Band bis zum 2007er-„Greatest Hits“-Album. Ende November erschien „Forever“ nun erstmals als LP, ein kleines Fest für Popmusikliebhaber und Vinyl-Fetischisten, oder? Unsere Anspieltipps sind neben den oben genannten Singles die Ballade „Weekend Love“ und das funkige „If You Wanna Have Some Fun“. Die Girlgroup The Spice Girls wurde 1994 gegründet, zwei Jahre später gingen Emma Bunton, Melanie C, Victoria, Mel B und Geri mit der Single „Wannabe“ erfolgreich an den Start, bis 2001 folgten Hits wie „Too Much“ und „Who Do You Think You Are“. Im Jahr 2000 kam das dritte Album „Forever“ bis auf Platz zwei der Charts. *rä MUSIK KLUBMUSIK Winterblues? Sommer-House Neben Pop und Eurodance ist House die dominierende Musikart auf queeren Partys (Klub-Streaming-Events) in der ganzen Welt. Bekannte Interpreten und DJs sind Inner City, Ultra Naté, DJ Hell, Todd Terry, Black Box, Hans-Peter Lindstrøm, Fritz Kalkbrenner, (oft) Robin Schulz, Boris Dlugosch und eben auch Milk & Sugar. Und die beiden haben eine neue Doppel-CD am Start: „HOUSE NATION IBIZA 2020“. Ja, das Jahr war in Sachen Party und Klub eine Katastrophe: Menschen bangen um ihre Arbeitsplätze, ausgehen war nicht drin – oder mit schlechtem Gewissen dabei und danach. Aber immerhin, die Klubmusik konnte sich weiterentwickeln, es ging nicht mehr um den schnellen Klopper, der die Tanzfläche füllt, es ging bei vielen Tracks (wieder) mehr um eine stimmige FOTO: S. MEESE und hörbare Komposition. So ist diese neue CD auch zu Hause extrem hörbar. Unsere Anspieltipps sind „German Winter (Original Mix)“ von Andhim, „Dia En El Mar (Original Mix)“ von Mollono.Bass, Jörg Schwenzer sowie „Remember Me (David Penn Extended Remix)“ von Blue Boy und „Has Your Man Got Soul (Earth N Days Extended Remix)“ von Milk & Sugar. *rä HOUSE Eric Kupper & Diana Ross: Klubmusik 76 Jahre jung, glückliche Mutter und Oma und vor allem immer noch eine Sängerin, die liebt, was sie tut. So überließ es Diana auch keinem Promoter oder Label, allein zu entscheiden, von wem und wie Hand an einige ihrer Klassiker gelegt wird. Sie entschied sich für Eric Kupper, einem DER DJs und Remixer der USA (mit französischen Wurzeln). Seit 1986 ist der Klubmusiker schon erfolgreich im Geschäft, versorgte Größen wie Cher, Alicia Keys, Depeche Mode, Kylie Minogue und Donna Summer mit den Sounds der Nacht. Das auf Vinyl und CD erschienene Album „SUPERTONIC mixes“ von Diana Ross enttäuscht dann auch keine Minute lang. Nummer-eins-Hits wie „Touch Me in the Morning“ (1973) oder „Upside Down“ (1980) und „Love Hangover“ (1976) wurden behutsam auseinandergenommen und kreativ neu zusammengesetzt. Unsere Anspieltipps sind die eben genannten Lieder und „It’s My House“ (Platz 1 der US Dance Club Songs 1979). Damals wie heute erlauben House und Disco dem Hörer, der mitunter anstrengenden Welt zu entfliehen. Eskapismus muss manchmal sein – Disco hilft. *rä KLUBMUSIK Donna Summer 1980/2020 Mitte Oktober kam eine aufgemotzte und liebevoll erweiterte Version ihres 1980er Top-10-Albums „The Wanderer“ auf den Markt. Besonders gut ist der Remix von „Nightlife“. Das Lied war ursprünglich ein Rock-Disco- Pop-Spaß vom – zusammen mit Giorgio Moroder komponierten und produzierten – Album „The Wanderer“. Der gleichnamige Titeltack des Albums schoss vor vierzig Jahren in den USA auf Platz 3, das Album selbst erreichte dort Platz 13. 2020 nahm sich Le Flex aus Südfrankreich der Lieder an, verpasste ihnen sphärische Elektro-Disco-Kosmen, durch die man beim Hören wabern kann, inszenierte die Stücke vollkommen neu. Aber immer im Sinne der ebenfalls beteiligten (noch lebenden) Musiker. *rä

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.