Aufrufe
vor 10 Monaten

blu Januar/Februar 2021

  • Text
  • Schwule
  • Wirklich
  • Deutschland
  • Zeit
  • Buch
  • Album
  • Kunst
  • Musik
  • Menschen
  • Berlin

4 STADT Community

4 STADT Community HAGIOGRAPHIE BIOROBOTICA Ungewöhnliche Kunst, präsentiert von der Kulturstiftung der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Der Berliner Fotograf Andreas Mühe stellt seit Oktober in drei Akten seine Kunst in der St. Matthäus-Kirche aus. „HAGIOGRAPHIE BIOROBOTICA“ eröffnete mit Beiträgen von Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, und Dr. Kristina Schrei, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart. Der 2. Akt der Ausstellung ging vom 26. November bis zum 3. Januar, der dritte Akt läuft dann vom 6. Januar bis zum 14. Februar (Valentinstag!). *rä www.stiftungstmatthaeus.de So weitermachen wie bisher, das geht nicht. Durch die Corona-Pandemie, den Lockdown, wurde uns gezeigt, wie gut es unserer Erde mal tut, wenn wir weniger Abgase in die Atmosphäre pusten, wenn wir (notgedrungen) zu Hause bleiben. Und jetzt einfach wieder so loslegen, als hätten wir uns nicht über begehbare Straßen und saubere Luft, Delfine in Venedig und Städte ohne Smog gefreut? Das wäre idiotisch. „Wer im Treibhaus sitzt, sollte nicht mit dem Auto“ fahren und „Fleischgenuss ist ein Klimakiller“ – beides Sätze, die man bei Demonstrationen für Mutter Natur und ESSEN Das „Vegan Rainbow Project“ gegen den Klimawandel lesen konnte (und kann). Und es stimmt: Beides schadet unserem Planeten. Hier steht das „Vegan Rainbow Project – Equality for All Beings“ an. Hier wird wenig dogmatisch, dafür aber umso verständlicher, für eine Ernährung geworben, die keinem Lebewesen schadet, aber allen Lebewesen und dem Klima nutzt. Und schmecken tut veganes Essen auch! Auf der Homepage sorgen viele Interviews für Anregungen und informieren ohne Zeigefinger. *rä www.the-vegan-rainbow-project.org/ deutscher-blog FOTO: M. RÄDEL BUNTE BÄREN Er sei ein „Supermarktverkäufer, der davon träumte, zu malen, ein paar Stifte kaufte, nach London zog und jetzt seine Kunst auf T-Shirts an den Mann bringt“, so Roberto „Bobo“ Nisi auf Instagram. Das waren die richtigen Entscheidungen. Seine Pop-Art-Mode ist auf 100 % Baumwolle verarbeitet und über die unten genannte Homepage (und auch über amazon) zu bekommen. *rä bobo-bear.com LESUNG Erinnern in Auschwitz Der Historiker Lutz van Dijk liest aus seinem Sammelband „Erinnern in Auschwitz – auch an sexuelle Minderheiten“. Ein Buch, das zur rechten Zeit kommt: Die Debatte um die Gedenkkugel für lesbische Opfer in der Gedenkstätte Ravensbrück hat gerade erst misogynes Verdrängen und Verleugnen offenbart. Das Buch drängt sich ob seiner vielschichtigen Perspektiven und Herangehensweisen zwischen trockener Dokumentation und flammendem Appell geradezu auf: als Informationsquelle, als Grundlage und als Mahnung. *ck 24.1., Zoom-Lesung: Erinnern in Auschwitz – auch an sexuelle Minderheiten, Anmeldung unter post@zentrum-weissenburg.de, Stichwort „Auschwitz“, 16 – 17:30 Uhr

HILFE Aua! Rückenschmerzen! Das Team im Body Health Center von Physiotherapeut und Chiropraktiker Konstantinos Georgilakis hat Therapie und Beratung parat, wenn der Rücken Probleme macht. STADT 5 Immer nur Schmerztabletten nehmen und sonst den Schongang einlegen, das bringt nichts. Das ist aber kein Grund zu verzweifeln. Helfen können und werden dir womöglich die Angebote des Body Health Center am Wittenbergplatz. Denn hier gibt es unterschiedlichste Ansätze, die Schmerzen zu besiegen. Zum Beispiel die Sportphysiotherapie (für Sportler), die klassische Krankengymnastik oder auch medizinische Massagen. Es geht dabei aber um mehr als nur um den Rücken. „In unserem heutigen hektischen Alltag wird es immer schwieriger, eine ausgewogene Balance zwischen Körper und Geist zu finden“, so das Team des Body Health Center. „Wir haben mit Physiotherapie und Rehabilitation hier angesetzt und eine Praxis geschaffen, die nicht nur neue Wege zur Schmerzfreiheit geht, sondern sowohl Körper als auch Geist in Einklang bringt.“ Welche frohe Kunde für alle Schmerzgebeutelten. Die Termine kann man bequem online vereinbaren. *rä Body Health Center, Kleiststr. 23 – 26, U Wittenbergplatz, www.bodyhealthcenter.de FOTO: D. DRUBIG PSYCHOLOGIE Wir brauchen Männer wie ihn Günther Krabbenhöft ging in Zeiten von Social Media als „Hipster Opa“ in die noch junge virtuelle Geschichte ein. Er ist aber mehr als das. So amüsant dieser Titel für den „unfreiwilligen Influencer“ auch ist. Geboren 1945 in der Provinz bei Hannover, zog es den gelernten Koch Günter Krabbenhöft 1968 nach Berlin, er heiratete, wurde Vater und war schon Anfang der FOTO: M. RÄDEL 1980er einer der ersten Mitglieder des Vereins „Schwule Väter“. 1994 hatte Günther Krabbenhöft dann bei Alfred Biolek sein bundesweites Coming-out – an der Seite seiner Tochter und Ex-Frau. Seine Liebe zu Techno, Rave und Elektro entdeckte er erst mit ca. 70, im selben Jahr, 2015, ging es auch so richtig los mit dem Kult um den liebenswerten und immer höflichen Queer. Ein Schnappschuss in Kreuzberg, das Bild ging viral, man beachtete ihn, er selbst wurde zum Thema, seine Person zum Star. Schwule, queere Sichtbarkeit und Lebensfreude, gepaart mit entspannter Weisheit. Seinen über 100.000 Followern auf Instagram bietet Günther Krabbenhöft mehr als bloße Angeberei, das überlässt er anderen. Günther sorgt für lebenbejahende Impulse und er nimmt einem die Angst vorm Alter. Denn es gibt sie kaum, die schwulen und queeren Vorbilder. Wenn man die 40 erreicht hat, denkt man schon mal drüber nach, was sein wird, wenn man 45, 50 oder auch 60 und 70 Jahre alt sein wird. Günther entspannt – und das einfach durch sein Sein. Danke. 2016 etwa wurde er von einem Magazin zu den „100 bestangezogenen Männern in Deutschland“ gewählt. Mit 71. „Ich habe einen eigenen Stil, den ich gerne trage, da ist Mode, also sind die aktuellen Modeströmungen, nie so das Thema“, verriet er uns einmal im Interview. „Wer mich sieht, lächelte meist oder zeigt mir ‚Daumen rauf‘ ...“ Unlängst erschien sein Buch „Sei einfach du! Zum Jungsein bist du nie zu alt“, das auf über 170 Seiten erfreut, informiert und erhellt. „Nie hätte ich gedacht, dass ich eines Tages ein Buch schreiben würde. Früher hätte ich nicht für möglich gehalten, dass sich jemand dafür interessiert, was mich antreibt und bewegt. Genau das passiert mir mittlerweile täglich“, so Günther in seinem Buch. „Dein Leben ist kompliziert, der Alltag strengt dich an, noch dazu willst du es allen recht machen. Da bleibt die Lebenslust wie von selbst auf der Strecke? Glaubst du das? Dann vergiss alles Negative, was du über dein Leben denkst. Hör nicht hin, wenn man dir einredet, dass du auf der großen Party des Lebens immer nur ein Mauerblümchen sein wirst. Glaub an deine ganz persönlichen Wünsche und Träume.“ *rä

Magazine

Regionalseiten
männer* – das queere Nachrichtenportal

Unsere News

About us

blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.