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blu Januar/Februar 2020

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BUCH NACHGEFRAGT

BUCH NACHGEFRAGT Riccardo Simonetti: „Raffi und sein pinkes Tutu“ Eine DER bekanntesten queeren Persönlichkeiten Deutschlands hat ein Kinderbuch am Start. Wir fragten nach, warum und warum so. Queere Themen provozieren gerade viele, mehr Sichtbarkeit bringt eben auch mehr Negatives. Was entgegnest du „besorgten Eltern“? Bei den Lesungen, ich trug ein Tutu, sind die Kinder komplett vorurteilsfrei an die Sache rangegangen. Ihre Eltern und die Erzieher auch! Aber viele Eltern im Internet fanden das schlimm und behaupteten, dass dieses Buch schwul machen würde. Ich bin erschrocken, wie viele Menschen immer noch unaufgeklärt sind! Dieses Buch macht nicht schwul und ich auch nicht. Abgesehen davon, dass das gar nicht ginge. Es ist nie zu früh, Kinder zu sensibilisieren, dass Liebe auch für das eigene Geschlecht empfunden werden kann. Das Buch soll positive Werte und Stärke vermitteln. Und um Sexualität geht es hier ja überhaupt nicht. Es geht um Anderssein, um Toleranz und eine offenere Gesellschaft, spielerisch und kindgerecht verpackt. Für wen ist dein Buch? Für Kinder und natürlich auch für deren Eltern, denn die lesen es ja vor. Menschen, die intolerant oder teils sogar homophob sind, stören sich daran. Aber ich will darauf aufmerksam machen. Und auch auf die negativen Reaktionen auf das Buch. Das positive Feedback ist zum Glück sehr viel größer, ich könnte das negative unter den Teppich kehren, will ich aber nicht. Denn genau deshalb habe ich dieses Buch ja geschrieben. Wie autobiografisch ist das Buch? Es ist kein autobiografisches Buch, aber es hat einige autobiografische Elemente. Wer mich kennt, erkennt mich vielleicht in der ein oder anderen Szene. Ist zu viel des Guten immer wundervoll? Zuerst einmal soll jeder leben, wie er möchte. Wer bunt sein möchte, soll bunt sein. Wer nicht, der nicht. Aber nein, man kann nie zu bunt sein. Niemand sollte gezwungen sein, sich anzupassen. Den Menschen, die auffallen und auch polarisieren, haben wir es zu verdanken, dass wir frei schwul leben können. Hand aufs Herz: Bist du schwul oder queer? Ich sehe mich als queeren Mann. Das Wort queer ist für mich politisch aufgeladen. Ich setze als queerer Mann ein Zeichen, egal, wen ich treffe: die Bundeskanzlerin, Promis in einer Entertainment-Show oder Fans auf der Straße. Ich strebe kein heteronormatives Auftreten an, daher bin ich lieber queer. FOTO: M. RÄDEL *Interview: Michael Rädel www.community-editions.de www.instagram.com/riccardosimonetti

BUCH KALENDER YEY, WIE SÜSS! Augen zum Dahinschmelzen und ein schönes Fell ... Eigentlich setzt Promi-Fotograf Mike Ruiz sonst Größen wie Kim Kardashian, Katy Perry, Nicki Minaj, Billy Porter und Nick Jonas in Szene, jetzt bringt er einen recht ungewöhnlichen Kalender zum Jahreswechsel auf den Markt: „Bullies & Biceps“. Der hat nicht nur eine andere Geltungsdauer als seine Mitbewerber, nämlich vom Dezember 2019 bis in den April 2020, mit dem Erlös wird dann auch noch Gutes getan! Die hier abagelichteten Fitnessmodels posieren alle mit einem New Yorker Pitbull. Diese – umstrittene – Hunderasse ist in den USA recht verbreitet und hat es aber (dadurch) auch ziemlich schwer. Falsch behandelt, ausgesetzt, gequält leben sie zuweilen unter schrecklichen Bedingungen. Um ihnen zu helfen, gibt es die New York Bully Crew. Die braucht Geld – und das kommt im Idealfall mit diesem Kalender ins Haus und in die Hundehütte. *rä www.nybullycrew.org FOTOS: M. RUIZ ALTERN Mann ist immer so alt, wie Mann sich fühlt Im Zweifelsfall kann das bedeuten, dass man je nach Tageslaune mal 95, mal 25 und mal 45 ist. Alles kein Grund für Sorgen und Drama oder Stress. Älter werden wir alle. Unaufhaltsam. Und dass Mann auch auf sich achten muss, das wissen alle, die mit Anfang vierzig schon sehen, wie manch einer im Freundeskreis ein alkoholgestütztes Etwas ist, oder die auch die ersten Herzinfarkte (in Zusammenhang mit langjährigem Drogenkonsum) beweinen mussten. Die berühmte, von mittlerweile immer mehr Wissenschaftlern angezweifelte, Midlife-Crisis setzt ein zur gefühlten Lebensmitte. Sie kommt, wenn man definitiv nicht mehr jung an Jahren ist – so ab Mitte oder Ende dreißig kann es schon losgehen. Da sind sie dann, die Zweifel, ob man denn alles erreicht hat, was zu erreichen gewesen wäre. Soll man hinschmeißen und etwas ganz Neues starten? Ist die Beziehung die, die man sich erträumt hat? Passt der Freundeskreis oder ist es eher eine oberflächliche Truppe aus Bekannten im Disconebel oder im Sportklub? Und wie läuft es eigentlich mit der Familie? So viele Fragen in einer Lebensphase, in der man eigentlich vor allem damit beschäftigt ist, Geld zu verdienen. Und dann kommen noch die ersten Alterserscheinungen: Die Fältchen werden mehr, die Haare mitunter weiß, der Bauch muss mit viel mehr Sport bekämpft werden, und ab 3 Uhr morgens schläft man im Klub ein – ohnehin zählt man dort zu dem „alten“ Viertel der Besuchermassen. Zum Thema Altern, nennen wir es lieber Reifen, hat auch der Reporter Andreas Austilat ein äußerst amüsantes Buch geschrieben: „Auch das geht vorbei“. Auf über 280 Seiten erzählt er von einem Mann in der Mitte des Lebens, der „staunt über diese seltsame Zeit, in der die einen schon Kur machen (irgendwas mit Rücken) und die anderen neu durchstarten und in Australien eine Surferbar eröffnen.“ Wunderbar. *rä

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