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blu Januar/Februar 2020

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MUSIK INTERVIEW JOEL VON

MUSIK INTERVIEW JOEL VON LERBER: „...durchaus etwas Mut ...“ Der 1991 in Basel geborene Wahlberliner begeistert an einem für die heutige Zeit scheinbar ungewöhnlichen Instrument: an der Harfe. Wir trafen ihn zum Interview. Wie kamst du eigentlich zur Musik? Ich war tatsächlich vier Jahre alt, als ich zu meinen Eltern sagte, dass ich Harfe spielen will. Die dachten natürlich zuerst, das sei ein Witz und geht vorbei, aber sie unterstützten mich sofort. Meine erste Harfe war eine kleine irische oder auch keltische Harfe, wie du sie von dieser Biermarke kennen kannst ... FOTOS: DANIEL DOMINIK, LOCATION: PROVOCATEUR BERLIN Aber wie kamst du denn auf dieses Instrument? Wir hatten keinen Fernseher, woher ich das haben könnte. Aber irgendwas wird mich natürlich inspiriert haben. Wie genau ich darauf kam, weiß ich bis heute nicht. Auf jeden Fall bin ich diesem Instrument treu geblieben – die Leidenschaft wuchs sogar von Jahr zu Jahr. Mit 12 oder 13 bin ich auf die größere Doppelpedalharfe umgestiegen. Warst du ein Wunderkind? Auf keinen Fall! (lacht) Ich bin dankbar dafür, dass ich so früh zu dem Instrument gefunden habe, ab sechs hatte ich schon Unterricht an der Harfe. Ich hatte natürlich ein gewisses Talent ... Hörst du es raus, wenn der Klang der Harfe vom Computer kommt und nicht „echt“ ist? Ich maße mir an, dass ich das mitunter kann. Spielst du lieber im Orchester oder solo? Ich spiele mehr Solokonzerte als im Orchester. Man kann auf der Harfe unheimlich viele verschiedene Stücke spielen, die Harfe ist ein sehr vielseitiges Instrument, auch vom Klang her. Deine erste CD erscheint dieser Tage ... Ja, meine erste Solo-CD. Da hat durchaus etwas Mut dazugehört, das via Crowdfunding zu stemmen. Aber schon nach zwei Tagen hatte ich mein Ziel erreicht und die CD konnte produziert werden! Im September waren dann die letzten Aufnahmetage für meine Debüt-CD. *Interview: Michael Rädel www.joelvonlerber.com www.instagram.com/joelvonlerber www.costarecords.com

MUSIK FOTOS: T. WALKER TIPP SEX, DRUGS & HARRY STYLES Sie sind die Ausnahmen der Regel und man kann sie an einer Hand abzählen: Bobby Brown, Robbie Williams, Justin Timberlake. Doch auch Harry Styles ist nun jemand, der in diesen exklusiven Klub aufgenommen wurde und das eigentlich Unmögliche geschafft hat: aus einer Boyband heraus eine Solokarriere zu starten. Und das sogar auf eine Art und Weise, als wäre es das Einfachste der Welt. Wenn man aber auch, wie Harry, die neue Karriere gleich mal im Frühling 2017 mit einem sechsminütigen Pianosong als erste Single startet und die dann frech „Sign Of The Times“ nennt, um an niemand Geringeren als Prince zu erinnern, dann hatte man nicht eine Sekunde Zweifel daran gehabt, dass man es verdient, auf eigenen Füßen zu stehen und auch ganz alleine ein Star zu sein. Das sahen seine alten One-Direction-Fans dann offensichtlich genauso. Und nicht nur die – denn sonst hätte er es mit dem einfach nach sich selbst benannten Debütalbum bestimmt nicht in satten 55 Ländern auf die Nummer eins geschafft. So weit, so gut, kann man also sagen. Mit dem neuen, zweiten Werk „Fine Line“ soll es nun selbstverständlich so weitergehen, und dass Harry genau weiß, wem er seinen anhaltenden Erfolg zu verdanken hat, bewies schon die Listening Session zum neuen Album in Berlin, bei der auch gleich fünfzig Fans in die neuen Lieder reinhören konnten. Die einzige Frage, die danach noch blieb, war die nach „Eroda“ – einer Insel, die in den Social-Media-Feeds seiner Fans auftauchte und die irgendetwas mit dem neuen Album zu tun hat, obwohl sie gar nicht existiert. Oder doch? Dass sich Harry eine Insel leisten könnte und ihr auch den Namen seiner Wahl geben dürfte, bezweifelt niemand, aber die kleine Webseite, die Eroda und all ihre Sehenswürdigkeiten anpreist, lässt einen trotzdem nur raten, was das Ganze mit der neuen Musik zu tun haben soll. „No Land Quiet Like That“, behauptet die Onlinepräsenz. Eine interessante Kampagne jedenfalls, die man aber an sich gar nicht nötig gehabt hätte, wenn die neuste Single schon gleich „Watermelon Sugar“ heißt und damit (angeblich) auf den männlichen Lusttropfen anspielt – speziell bei Oralsex. Überhaupt soll es in den Songs auf der neuen Platte vor allem um Sex gehen … und darum, sich traurig zu fühlen. Mmmh – es scheint, als würde Harry da irgendetwas falsch machen, und das, obwohl er sogar zugab, dass er während der Entstehung der Songs auch gerne zu psychoaktiven Drogen gegriffen hat. Zu weiteren Spekulationen lädt dann noch der Veröffentlichungstermin des neuen Albums ein – das ist nämlich der 13. Dezember, ausgerechnet (und zufälligerweise?) der Geburtstag seiner Ex-Freundin Taylor Swift. Da kann jetzt jeder reininterpretieren, was er will – von einer feinen Stichelei bis hin zur Vermutung, dass sie irgendwo am Album mitgewirkt hat. Aber natürlich kann es auch nur Zufall sein, denn es ist ja nicht so, dass Harry Hilfe bräuchte, außer die seiner Freunde Kid Harpoon (Florence + The Machine) und Tyler Johnson (Sam Smith, Ed Sheeran), mit denen er auch schon für das Debüt zusammengearbeitet hat und die als Produzenten und Songwriter wieder mit an Bord waren. Zwölf Tracks sind es geworden – und plötzlich ist all das Drumherum gar nicht mehr so wichtig, denn endlich haben wir die neue Musik. Und die lässt nur einen Schluss zu: dass Solostar Harry Styles gerade erst angefangen hat, seinen Weg zu gehen. Wir werden ihn dabei noch ein paar Meter begleiten … *fis

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