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blu Januar/Februar 2020

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10 KULTUR FOTO: STEFAN

10 KULTUR FOTO: STEFAN FLACH NACHGEFRAGT FOTO: SELFIE GEORG KRONEIS: „Es gibt immer eine Geschichte, die ich vermitteln möchte ...“ Der ehemalige „Mr. Bear Austria“ spielt Viola da Gamba, Kontrabass, Barock-Cello und Barockgitarre, ist als Schauspieler zu sehen und hauptsächlich live unterwegs. Alle Termine findest du auf georgkroneis.com – und unser Interview genau hier. Wie kamst du zur Musik? Durch ein Konzert, das ich nicht besuchen wollte! Ich fand klassische Musik immer furchtbar langweilig. Mit 16 Jahren wurde ich quasi gezwungen, ein Neujahrskonzert zu besuchen. Aber dann saß ich im Konzert und erlebte das Zusammenspiel, das große Ganze, das dabei entsteht: Ich musste sofort einen Weg finden, in einem Orchester spielen zu können. Nur, welches Instrument würde zu mir passen? Nicht die Geige, die muss man so komisch halten. Kontrabass? Viel zu umständlich für die Straßenbahn. Also entschied ich mich für Violoncello und meldete mich am Konservatorium an. Ich musste ein Jahr auf einen Platz warten, weil ich schon so alt war. Wer fängt mit 16 an, ein Instrument zu spielen? Ich übte aber viel und schaffte nach dem Elektrotechnikstudium dann die Aufnahmeprüfung an der Musikuniversität. Klassische Musik ist ja eher ernst, du stichst durch deine Inszenierung natürlich heraus. Ich frage immer den Veranstalter, was er will. Ich habe unterschiedliche Programme und unterschiedliche Arten und Outfits aufzutreten. Ich bin nicht immer in Leder oder nur mit Bodypainting bekleidet. Anzug oder naked geht auch – ich bin der, den man für seine Veranstaltung sucht. Die meisten Kollegen wissen wegen Facebook, was ich tue, und finden das toll. Hast du dein Publikum auch mal vor den Kopf gestoßen? Möglich. Aber nicht direkt. Mein Ensemble Fetish Baroque – Musiker aller Sexualitäten in Leder spielen klassische Musik – provoziert aber mitunter. Es gibt Menschen, die denken, dass wir etwas Heiliges zerstören. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es die Tendenz, das Konzert als etwas Kultiges, Heiliges zu betrachten. Wir hinterfragen das und entwickeln uns und die Gesellschaft weiter und verbinden alles mit einem roten Faden. Wir zerstören die heilige Musik nicht, wir nehmen sie ernst. Es gibt immer eine Geschichte, die ich vermitteln möchte. Du warst Mr. Bear, erzähl mir etwas über die Bärenszene. Es war ein großer Spaß, als ich 2015 zum Mr. Bear Austria gewählt wurde. Ich bin in die Sache so reingerutscht. Ein Bekannter fragte, ob ich mitmachen will, und ich sage eben grundsätzlich immer ja ... (lacht) Definierst du dich als queer oder schwul? Ich hatte mein Coming-out mit 23, hatte aber auch immer wieder Beziehungen mit Frauen. Wenn ich durchs Leben gehe, passiert es nie, dass ich sage: Hallo, ich bin der Georg und schwul ... Queer: Ich denke, dass solche Kategorien dann Sinn machen, wenn verschiedene Subkulturen aufeinandertreffen. Es gibt also queere Events, weniger schwul. Ich selbst würde mich, wenn, dann eher als sapiosexuell bezeichnen: Ich stehe auf Leute, die intelligent sind. (grinst) *Interview: Michael Rädel www.facebook.com/fetishbaroque

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