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blu Februar 2017

BÜHNE 8 SO Interview NA

BÜHNE 8 SO Interview NA FOTO: JAN FRANKL MACDONALD Als Blue Moon bezeichnet man eigentlich den zweiten Vollmond in einem Monat – der sich selten ereignet, ist klar. Blue Moon heißt aber auch das Stück am Renaissance Theater Berlin, in dem Sona MacDonald (55) noch bis Mitte Februar die Soul-Legende Billie Holiday mimt. Wir hatten MacDonald vorm großen Neujahrskrach zum Interview getroffen. ERST KÜRZLICH WURDEN SIE MIT DEM NESTROY-THEATERPREIS ALS BESTE SCHAUSPIELERIN FÜR IHRE DARSTEL- LUNG IN BLUE MOON AUSGESTATTET. JETZT SIND SIE MIT DEM STÜCK IN BERLIN. WAS BEDEUTET ES IHNEN, IN DIE ROLLE DER BILLIE HOLIDAY ZU SCHLÜP- FEN? Alleine dass ich in der Stadt Berlin im Renaissance Theater diese Rolle spielen darf, bedeutet mir unendlich viel. In dieser Stadt habe ich debütiert, lebte und spielte ich mehrere Jahre. Es ist eine Annäherung in totaler Verehrung für diese große Lady. VON HOLIDAY WIRD BEHAUPTET, SIE HÄTTE KEINE NOTEN GELESEN, SON- DERN NUR SCHWINGUNGEN GESPÜRT? WIE IST DAS BEI IHNEN ALS TOCHTER EINES PIANISTEN UND EINER SÄNGERIN? Nun, ich habe Klavierunterricht erhalten und konnte dadurch das Notenlesen lernen – ein Privileg. Meine Eltern üben zu hören und auch ihre Konzertabende zu besuchen, von früh an, war sehr prägend. Billie Holiday wurde ja von Bessie Smith und Louis Armstrong inspiriert. Ich habe alle Lieder rein vom Gehör gelernt. Genial. SIE HABEN VIEL LOB FÜR IHRE DARSTEL- LUNG GEERNTET. EINIGE PRESSESTIMMEN KRITISIEREN ABER IHRE HAUTFARBE, IMMERHIN WAR HOLIDAY DUNKELHÄUTIG. IST DAS NICHT UNGLAUBLICH SKURRIL? In den Wiener und österreichischen Zeitungen fand ich nirgends solche Kommentare, verstehe die Skepsis aber … Ich glaube einfach, dass wir diese Hommage eben total ernst nehmen. Außerdem machen wir darauf aufmerksam, dass Billie Holiday bei Auftritten verächtlich behandelt wurde, entweder dass ihre Hautfarbe „zu dunkel“ oder „zu hell“ sei. SIE LEBEN IN WIEN UND BERLIN. WAS MACHT FÜR SIE DEN UNTERSCHIED ZWI- SCHEN BEIDEN STÄDTEN AUS? Berlin pulsiert und bewegt mich mit dem direkten klaren Charme der Menschen, aber der Wiener Schmäh hat ja auch was für sich ... Jedenfalls mein Herz klopft für beide Städte! •Interview: Dennis Stephan 7. – 12.2., Blue Moon, Renaissance Theater Berlin, Knesebeckstr. 100, Berlin, www.renaissance-theater.de SAVIGNYPLATZ 7-8 10623 BERLIN 030-318.64.711 www.habitare.de Mo. bis Fr. 10 -20 Uhr I Sa. 10 - 18 Uhr Neue Highlights von der Möbelmesse in Köln Sessel Lena ab 796,-* Elegante Polstermöbel im nordisches Design. Große Auswahl an festgepolsterten und abnehmbaren Bezügen Sofa Lena ab 1.412,-*

9 BÜHNE Deutschlandpremiere EDSON CORDEIRO 2017 Eine neue CD und ein Konzert: Edson Cordeiro weiß, wie er seine treuen Fans glücklich macht im Frühling. Am 11. Februar kann man seinen einzigartigen Gesang live erleben. Ab 20 Uhr lädt der Stimm-Akrobat in die Apostel-Paulus-Kirche ein, um dort die Deutschlandpremiere seines neuen Fado-Programms „Fado Tropical“ zu feiern. „Fadosingen ist für mich wie ein Treffen mit Verwandten. Obwohl wir uns lange nicht gesehen haben und weit von einander entfernt leben, haben wir eine gute Verbindung, als hätten wir uns gestern erst gesehen. Diese Verbindung ist nicht nur genetisch in meiner Familiengeschichte begründet – wir tragen die portugiesischen Familiennamen Cordeiro, Pereira und Lima –, Fado hat auch eine schlummernde Identität, eine portugiesische Seele in mir geweckt“, verrät Edson Cordeiro. Am 11. Februar wird der Mann mit der 4-Oktaven-Stimme begleitet von Max Enes (akustische Gitarre) und Hartmut Preyer (portugiesische Gitarre). Gut zu wissen: Anfang 2017 erscheint Edsons Album „Fado“, das er in Portugal eingespielt hat – mit einheimischen Musikern. •rä 11.2., Edson Cordeiro: Fado Tropical, Apostel-Paulus-Kirche, U Eisenacher Str., 20 Uhr, www.arton.de FOTO: ROMULO CORREA Jubiläum MUSICAL: DADDY COOL Von Mitte der 1970er bis zur Trennung Mitte der 1980er waren Boney M. eines der erfolgreichsten Musikprojekte – und ihre Hits wie „Gotta Go Home“, „Kalimba De Luna“ und „Sunny“ begeistern noch heute. Hinter der Gruppe steckte der Top- Produzent Frank Farian, der neben Boney M. noch weitere Projekte ins Rennen schickte: Milli Vanilli, Eruption, La Bouche oder No Mercy. Über 25 Jahre Musikgeschichte wurden vor zehn Jahren in ein knallbuntes Musical gepackt: „Daddy Cool“ feierte im September 2006 seine erfolgreiche und umjubelte Premiere im Londoner Shaftesbury Theatre – und geht ab 6. Februar 2017 wieder auf große Deutschland-Tournee. Das Musical ist dabei in über vierzig Städten zu Gast und bietet über zwanzig live interpretierte Welthits, darunter natürlich Boney-M.-Klassiker wie „Ma Baker“, „I Shall Sing“ oder „Rivers of Babylon“, aber auch weitere Farian-Hits wie „Girl You Know It’s True“ (Milli Vanilli) und „Sweet Dreams“ (La Bouche). Rund um diese Hits tanzt die Geschichte des jungen Sunny und seines Traums vom afrikanischen Karneval auf der Insel Trinidad, der mit Umwegen über London schließlich auch in Erfüllung geht. Ein großer Musikspaß begeistert erneut. Schön, das. •rä 9. + 10. + 11.2.: 20 Uhr, 12.2.: 19 Uhr, „DADDY COOL – Das Boney M.- Musical“, Admiralspalast Berlin, U/S Friedrichstraße *Abholpreise ohne Dekoration Kombination Justus ab 2.049,-* Zeitlose, geradlinige Polstermöbel. Individuelle Stoff- und Lederauswahl vom Sessel bis zum Ecksofa wohnen & wohnen gmbh

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