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blu Februar 2017

PARTY 14 „Drag ist

PARTY 14 „Drag ist nicht mehr nur Federboa und Glitzerkleid“ Interview BAMBI MERCURY Es ist einfach eine Tatsache, dass Bambi ein Unikum in der Szene ist. Niemand sonst verkleidet sich so gekonnt, mit so viel Witz und ist immer noch so normal im Umgang. Wer aussieht wie ein grünes Rumpelstilzchen, muss sich nicht so verhalten! Wir sprachen mit dem Kreativen. WAS BEWEGT DICH, SOLCHE KUNST ZU MACHEN? Die Kreativität, die in mir schlummert, rauszulassen. Das, was man im Alltag nicht ausleben kann, nachts rauszulassen. Viele Jobs, die man tagsüber macht, sind nicht so kreativ, wie man als Mensch eigentlich ist ... MIT DER „NORMALEN“ DRAGQUEEN HAST DU SO VIEL WIE GAR NICHTS AM HUT. Hm, eigentlich schon. Drag ist nicht mehr nur Federboa und Glitzerkleid – was ja auch schön ist. Ich bin keine „schöne Frau“, ich verwandele mich. Bambi Mercury ist genderlos. Mal Klubkid, mal Märchenfigur. VOR 15 JAHREN NOCH SAHEN BER- LINER DRAGS NICHT SO GLEICH AUS, SO AMERIKANISCH. WIE SIEHST DU DAS? Ich denke, dass viele durch die Medien ihren Vorbildern nacheifern. Sie wollen GENAU so aussehen wie ihr Idol. Aber es ist immer politisch, wenn man sich als Mann transformiert. Wenn ein Mann Drag für sich entdeckt, ist das immer gut. Für sich selbst etwas erreichen, stärkt dich! Drags sind ja nicht nur vulgär und laut … sie können auch helfen, Vorurteile abzubauen. VERMISST DU DEN INDIVIDUALISMUS? Bei vielen ist es vielleicht so, dass sie erst denken, man müsse so oder so aussehen. Ich denke, man sollte immer ausprobieren, was zu einem passt. Ich wollte kein „Damenimitator“ sein. Man muss sich selbst wohlfühlen und seine eigene „Figur“ finden. WIE LANGE MACHST DU DAS SCHON? In Berlin seit etwa drei Jahren, davor war ich aber in Frankfurt ein Teil der Truppe Glitter-Explosion, und dann ging es verkleidet auf die Piste. GEFALLEN DIR IMMER DIE REAKTIONEN DER LEUTE ODER KOMMEN AUCH MAL DUMMDREISTE KOMMENTARE? Mitunter höre ich, dass mein Gegenüber mein Outfit nicht versteht. Oder ob ich nun Drag bin oder nicht. Na ja, man muss ja nicht immer wie eine sexy Frau aussehen als Drag! WO ERLEBT MAN DICH IN DER SZENE? Im SO36, bei Nina Queer, viel bei Pansy Presents Shows und im Monster Ronson’s Ichiban Karaoke bei dem „Ru Paul’s Drag Race“-Screening. VERRÄTST DU UNS NOCH DEINEN LIEBLINGS-CHILL-OUT-ORT? Mein Sofa! (lacht) Schön oldschool mit DVDs und Freunden und viel (un)-gesundem Essen ... •Interview: Michael Rädel

15 PARTY Tipp POPKICKER MEETS KIEZDISKO Wenn sich zwei erfolgreiche Partys zusammentun, kann nur Tolles dabei rauskommen – und das erlebst du am 18. Februar im SchwuZ. Bei „Popkicker meets Kiezdisko“ vereinen sich die Talente unter anderem von so illustren Szene-Stars wie Jurassica Parka, Edith Schröder, Gloria Viagra, Anna Klatsche, Ipek, Spencer Reed, Gitti Reinhardt, Bambi Mercury, Candy Crash, Lucky Pierre und noch vielen mehr ... Freu dich auf abwechslungsreiche Beschallung von Pop über House bis Retro! Auch toll: Jacky-Oh Weinhaus und Inge Borg lümmeln sich und performen an den Toiletten rum, im „Toiletten-Salon“ – was geht los da rein? •rä 18.2., Popkicker meets Kiezdisko, SchwuZ, Rollbergstr. 26, U Rathaus Neukölln, 23 Uhr FOTO: EUROCREME.COM Hier trifft sich die Szene gerne, im Barbie Deinhoff’s an der Schlesischen Straße. Und das nicht nur am Wochenende. Besonders gerne am Dienstag. Denn dann bekommt man hier zwischen 19 und 23:59 Uhr sämtliche alkoholische Getränke zum halben Preis (und auch Mineralwasser). Bei der ersten Bestellung zahlt man einen Euro mehr – für den DJ, die DJane, der/die ab circa 22 Uhr mit dem Auflegen beginnt. Trinken KREUZ- BERG GEHT STEIL Musikalisch gibt es dann alles – von Disco bis hin zu Minimal und Deep House – auf die Ohren, was zum Cocktail-Plausch passt. Wirklich schön und auch zu erwerben ist die Kunst, die hier an den Wänden hängt: avantgardistisch und expressionistisch und auch mal derb. •rä Tu Tu Tuesday, Dienstags im Barbie Deinhoff’s, Schlesische Str. 16, U Schlesisches Tor, 19 Uhr MGB17_Doisneau_AZ_blu_170x128mm_RZ.indd 1 19.01.17 13:37

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.