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blu August/September 2019

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8 STADTGESPRÄCH HARTMUT

8 STADTGESPRÄCH HARTMUT DORGERLOH: Der Generalintendant des Humboldt Forums im Berliner Schloss verriet uns, was uns mit der Eröffnung des Humboldt Forums ab September 2020 erwartet. *rä Seit etwas über einem Jahr sind Sie der Generalintendant des Humboldt Forums. Was muss man sich unter diesem Beruf vorstellen? Das Humboldt Forum bringt nicht nur diverse Themen und Formate zusammen, sondern ist auch eine Gemeinschaft von mehreren Partnern. Als Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss sind wir verantwortlich für den künftigen kulturellen Betrieb des Hauses. Wir bereiten derzeit mehrere Ausstellungen mit Partnern von drei Kontinenten, Präsentationen zur Geschichte des Ortes, ein großes, spartenübergreifendes Veranstaltungsangebot und viele Bildungs- und Vermittlungsaktivitäten vor. Die Staatlichen Museen zu Berlin kuratieren mit ihren Beständen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische ARCHITEKTUR „Das Humboldt Forum soll dazu beitragen, die Diversität dieser Welt besser zu verstehen und zu schätzen“ Kunst die Dauerausstellungen im zweiten und dritten Obergeschoss. Das Stadtmuseum Berlin und Kulturprojekte Berlin werden im ersten Obergeschoss eine Ausstellung über Berlin und seine Verbindungen in die Welt präsentieren, daneben wird man auf den Flächen der Humboldt-Universität zu Berlin eine Ausstellung zu Zukunftsfragen von globaler Bedeutung besuchen können. Und natürlich sind Besucherservice, gastronomische Angebote und Shops für alle superwichtig. Mein Job ist es, mit allen Beteiligten aus alldem ein gemeinsames und für das Publikum attraktives Gesamtangebot zu machen. Worauf achten Sie besonders? Es ist in diesem Projekt mit vier Institutionen ein bisschen so, als wenn vier Leute in eine WG einziehen – ohne WG-Erfahrung. Da muss man viel voneinander lernen und gegenseitiges Vertrauen auf- und ausbauen. Um gemeinsam Erfolg zu haben, müssen wir alle immer wissen, wer da eigentlich gerade was genau macht. Das braucht einen regelmäßigen Informationsaustausch unter allen Beteiligten. FOTOS: S. BOLESCH UND S. FALK Sie sind Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, das Humboldt Forum ein – böse ausgedrückt – Neubau. Woran liegt für Sie der Reiz des Gebäudes? Es ist ja eine Teilrekonstruktion des Berliner Schlosses und diese ist handwerklich und künstlerisch sehr gut gelungen. Als Denkmalpfleger freue ich mich übrigens auch am erhaltenen archäologischen Schlosskeller, der zukünftig auch für das Publikum zugänglich ist. Haben Sie schon einen Lieblingsort, eine Lieblingsansicht für sich gefunden? Da gibt es bereits einige: den Blick aus der Passage, wo sich Altes und Neues in der Architektur trifft, auf das Alte Museum auf der Museumsinsel zum Beispiel. Oder die Aussichten, die die verschiedenen Restaurants und Cafés wahlweise auf die Spree, den Schlüterhof oder vom Dach aus auf ganz Berlin bieten. Was ist Ihr persönliches Highlight im Humboldt Forum? Mich faszinieren vor allem die Gegensätze und die unterschiedlichen Geschichten, die wir mit den Objekten erzählen können. Sei es mit barocken Skulpturen vom Schloss, einer Federmadonna, die Alexander von Humboldt von seiner Amerikareise mitgebracht hat, einem Mattheuer-Gemälde aus der Galerie des Palastes der Republik, einem neuen Teehaus aus Japan oder einem zeitgenössischen Werk der kamerunischen Künstlerin Justine Gaga. Inwiefern wird Berlin vom Schloss profitieren? Das Humboldt Forum soll ein Ort der Begegnung und des Dialogs sein, für Berlin, national, aber auch international. Es wird um das Verbindende gehen, um den Austausch mit anderen Kulturen und entsprechend anderen Perspektiven. Wenn wir erreichen, dass man nach einem Besuch des Humboldt Forums auch mal eine Sache anders sieht als vorher und die Diversität unserer Welt besser versteht und mehr schätzt, dann haben wir schon viel erreicht.

LESUNG Joop liest STADTGESPRÄCH 9 Der im November 1944 geborene Designer ist ein „Wunderkind“ der Modewelt, er ist der Mann, der die Marke JOOP! schuf und groß machte. AUSSTELLUNG Re:Form – Eine Hommage an 100 Jahre Bauhaus Bauhaus, die legendäre Bildungsstätte im Bereich Architektur, Kunst und Design, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Walter Gropius und Henry van de Velde in Weimar als Kunstschule gegründet. Die dort entwickelten „deutschen“ Designs revolutionierten die Möbel-, Design-, und Architekturwelt weltweit. Zum Jubiläum der Bauhaus- Gründung im Jahr 1919 gratuliert das stilwerk mit der Wanderausstellung „Re:Form – Eine Hommage an 100 Jahre Bauhaus“. Bis September können alle Design- und Architekturfreunde die Geschichte und Wirkung des Bauhauses in Berlin und Düsseldorf erleben. Die Ausstellungen sind ein absolutes Muss! *rä stilwerk.com FOTOS: STILWERK Am 23. September liest er im Tipi am Kanzleramt aus seinem neuen Buch „Die einzig mögliche Zeit“. Los geht es um 20 Uhr, dann erzählt Wolfgang Joop von „Familienfesten, die aus dem Ruder laufen, von seiner lebenshungrigen Mutter, seiner ersten Liebe – die Potsdamer Pfarrerstochter –, der bleiernen Zeit nach dem Umzug nach Braunschweig, die einer Vertreibung aus dem Paradies gleichkam.“ Das bei Rowohlt/KIND- LER erscheinende Buch dokumentiert die wichtigen Jahre des Wirtschaftswunders, als vieles in Bewegung geriet, die Jugend brodelte, das Starre wankte und der Begriff Heimat neu definiert werden musste. *rä Spannende Unterhaltung mit Roulette, Black Jack, Poker und Automatenspiel Ihre persönliche Einladung für zwei! ✔ freier Eintritt ✔ 2 Freigetränke* Eintritt ab 18 Jahren beim Vorzeigen dieser Anzeige in allen Spielstätten. *alkoholfreie Getränke, Bier, Glas Wein, Sekt, Prosecco, Kaffeespezialitäten BLU-2019-07 www.spielbank-berlin.de Kein Spiel ohne Risiko. Informieren Sie sich über Spielen mit Verantwortung unter: www.spielerschutz-berlin.de | Hilfe unter: 0800-137 27 00 (BZGA | Mo.–Do. 10–22 Uhr, Fr.–So. 10–18 Uhr) oder online unter: www.check-dein-spiel.de | Einlass ab 18 Jahren!

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blu, hinnerk, gab, rik, Leo – die Magazine der blu Mediengruppe erscheinen monatlich in den Metropolen Deutschlands. Die nationale Reichweite der Magazine ermöglicht den reisefreudigen Lesern Zugriff auf alle Informationen immer und überall. Themenschwerpunkte sind neben der regionalen queeren Szene, Kultur, Wellness, Design, Mode und Reise. Unsere Titel sind mit der lokalen Community jahrzehntelang gewachsen und eng verbunden, was durch Medienpartnerschaften mit den CSD-Paraden in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt sowie zahlreiche Kooperationen, wie der Christmas Avenue in Köln, seinen Ausdruck findet.